Contents : Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes. 1868. (2)

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bracht,  in  Briefen  und  Zeitungsartikeln  gegen  mich
losgelafsen  haben,  ist  mehr  als  bedenklich.  Mein
Begriff  des  Möglichen  ist  erweitert  worden.  Das
ind  nun  sog.  gebildete  und  wohlunterrichtete  Männer
und  Lehrer  des  Christenvolks!  Und  ihre  Geschichtsunde
  ist  durchweg  inspiriert  von  der  Tendenzdichtung
  der  Entente.
Wegen  der  weithin  herrschenden  Geschichtsdichtung
  habe  ich  mich  nochmals  mit  der  Feststellung
des  Tatsächlichen  plagen  müssen.  Meine  Darlegung
ist  sehr  aphoristisch.  Aber  ich  habe  doch  in  den  Zuammenhang
  hineingesehen  und  deutlich  erkannt,
aß  einem  Historiker  der  Gegenwart  oder  der  Zukunft
ein  riesiges  Tatsachenmaterial  zur  Erhärtung  eines
deutschlandf  eindlichen  (wesentlich  von  Engand
  geschmiedeten  und  inspirierten)  Dreiverbande
zur  Verfügung  steht.  Wenn's  ein  Historiker  eines
eutralen  Staates  wärc,  desto  besser.  Wird  vielleicht
unser  Bächtold  sich  der  Aufgabe  annehmen?  Er
schreibts):  „Wer  war  es,  der  die  politische  Mächtekonstellation,
  mit  der  das  19.  Jahrhundert  geendet,
neuorganisierte?  Etwa  DOeutschland,  um  jenen
Widerstreit  mit  England  zu  seinen  Gunsten  auszu—
Unsittlichkeit  und  Ruchlosigkeit  einschätzen),  weil  wir  (nicht
von  Bethmann  Hollweg  sondern  von  einem  Größeren)
gelernt  haben,  daß  vor  der  großen  Not  wohl  ältere
und  heiligere  Ordnungen  als  solch  ein  Staatsvertrag
  weichen  müssen.  Mattb.  12  1—14  steht  doch  vermutlich
auch  in  den  französischen  Bibeln.  Es  beißt  dort  am  Schluß:  „Da
gingen  die  Pharisäer  hinaus  und  hielten  Nat  wider  ihn,  daß  sie
ihn  umbrächten.“  Es  scheint,  daß  beute  andere  Leute  die  Nolle
übernommen  baben,  ihn  und  seine  Lehre  aus  der  Welt  zu  schaffen.
Es  wird  vermutlich  auch  diesmal  mißlingen.

)  „Die  nationalpolitische  Krisis  in  der  Schweiz  S.  66/67.

Bolliger  „Weltkrieg  und  Gottesreich.  6