Einleitung.
Schon öfters wurde ich von Freunden, welche zum Tbeil
meine Lebensgeschichte in Bruchstücken kennen, um den
Zusammenhang und um die öffentliche Herausgabe angegangen;
allein da ich zweifelte, ob dieselbe in unserer
Zeit, wo die Geschichte der Schlachten mebr, als das
Kille, rubige Leben des Künßtlers die Aufmerksamkeit des
Bublikums an sich ziebt, Viele interessiren möchte, unterließ
ich solches, bis ich erst vor kurzem von einem bedeutenden
deutschen Gelehrten aufgefordert wurde, töm
meine künßlerische Bildungsgeschichte mitzutbeilen. Durch
diese Veranlassung und den Gedanken, daß ich vielleicht
hie und da einen talentvollen jungen Künfiler, welcher
wie ich in seinen früheren Jahren keine Gelegenheit gebabt,
auf einer Akademie oder sonst durch Privatunterricht
sich eine geregelte wissenschaftliche Bildung zu erwerben,
aneifern könnte, um durch Fleiß noch alles
nachzubolen, was er früber versä4umte, bekam ich erst
Lust zu dieser gegenwärtigen Zusammenßellung.
Da der Mensch meist durch seine Umgebung geleitet
wird, und seine Beschäftigungen auf seinen ganzen Chba-1