132 IV. Herzog Ernsts des Frommen zu Sachsen-Gotha Regimentsverfassung 132
auf gewisse Masse, die Mit-belehenschafften bey anderen Lehen-Herren, die Erb-
verbrüderungen und Erbvereinigungen mit denen Häussern Brandenburg und
Hessen, wie auch mit Böhmen, die Succession der Jülich- Clev- und Bergischen
Landen, die Strittigkeiten mit den Grafen zu Schwartzburg und was wegen der
Stadt Erfurth Unsers Hausses Interesse und der Lande Sicherheit noch ferner
in acht zu nehmen, erheischet; Die Schutzgerechtigkeit zu Northaussen, das ge-
samte Archivum zu Wittenberg, der Siberr-Kauff zu Schneeberg, die gesamte
Flöß-Sachen; Denn was von der Hennebergischen Succession noch gemeines her-
rührig, als das Votum und Session auf Reichs- und Creyß-Tägen, der gemeine
Kriegs-Rath im Fränckischen, das Gymnasium zu Schleusingen, samt darzu ge-
hörigen Stücken, das gemeinschafftliche Amt Fischberg, die Flöß und Schiffarth
auf der Werra: Ferner die Universität zu Jehna, samt deren Verwanten, deren
Güthern, Gebäuden, Bibliothec und andern Zugehörungen, der Schöppenstuhl
und das Hof-Gericht daselbst, samt deren allen Visitationen: Die Anwartung
auf die Grafschafften Isenburg und Büdingen, die Leutenbergische Sache mit
Schwartzburg, das Archiv zu Weimar, die Einlöß- und Vertheidigung der in-
habenden Pfand-Aemter und Stücke, und die Eviction, so etwas dem Fürstlichen
Hausse, an Güthern und Gerechtigkeiten, angesprochen und strittig gemacht
würde, die Exemtions-Sachen, und andere Rechts-anhängige Strittigkeiten, die
mit Weimar in gemein vorbehaltene Gold- und Silber-Bergwercke, das noch vor-
habende Appellation-Gerichte von den Hofigerichts-Urtheln, das Leib - Geleite,
und so noch andere dergleichen Dinge, nach Anleitung der Verträge, und bey
künfftigen Zeiten noch sich ereignen solten; Dann ferner die Uns vormals zuge-
theilte, und jüngst allein angefallene Lehenschafften und Landes-Fürstliche Obrig-
keit über Grafen und Herren, doch Innhalts der gesamten Erbverträge; Dann
die Heimfälle in allen Unsern Landen: Die auswärtige Lehen, die Braunschwei-
gische Forderungen, und deren Rechtshängige Sache, wie auch alle Nomina activa
und passiva, die Verpflegung der ältern Eisenachischen Frau Wittiben, oder so
andere zur selbigen Zeit sich befinden: Zumalen Unserer freundlichen hertzge-
liebten Gemahlin, als Dero leiblichen Frau Mutter, wie solches, mit Dero Be-
lieben, von Uns verordnet ist, oder ferner verordnet werden wird: Das Appel-
lation-Gerichte, wann selbiges in Unsern Landen aufgerichtet würde: Die Depu-
tation zur Visitation und Revision des Cammer-Gerichts zu Speyer, wie auch
die ordinari Reichs-Deputation, welche allezeit bey dem ältesten Unsers Hausses
verbleiben solle; Doch daß er mit den andern, über den vorfallenden Haupt-
Sachen, zeitig communicire, und eines gewissen sich vergleiche: Dann die Flö-
ßen, die Müntz zu Saalfeld; Das Müntzwesen und deren Valvation, auch, nach
Gelegenheit, und auf! gutbefinden, nach vorgehender freundbrüderlicher Verglei-
chung, die Land-Täge, deßgleichen Land- und Trancksteuren, zum wenigsten
so viel zu Verlag und Verführung der Gemeinschaffts-Iurium von nöthen: seyn
wird, und so dergleichen Stücke mehr in sothaner Vertheilung gemein zu be-
halten, vor nöthig erachtet werden. Zuförderst aber die Einförmigkeit in der
wahren seligmachenden Religion, nach Inhalt der ungeänderten Augspurgischen
Confession, und anderer unserer Evangelischen Kirchen symbolischen Bücher,