Full text : Kriegsgeschichte von Bayern unter König Maximilian Joseph I. - Zeitraum vom Jahre 1810 bis zum Schluße der Belagerung von Thorn ( April 1813 ). (3)

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Bespannung  der  leichten  Artillerie,  ja  selbst  Reiterpferde.
Bald  nach  der  Schlacht  von  Male-Jaroslawetz  aber  versiegten
  auch  diese  Hülfsquellen.  Einzelne  Geschützstücke
mußten  stehen  bleiben.  Man  fing  an  Pulverkarren  in
die  Luft  zu  sprengen,  die  nicht  mehr  fortzubringen  waren.
  Die  Lebensmittel  und  Vorräthe  von  Moskau  waren
  verzehrt,  Napoleon  s  Befehl,  sich  auf  zwanzig
Tage  mit  Zwieback  zu  versehen,  unausführbar  gewesen.
Eine  Strecke  Landes  von  etwa  nur  drei  bis  vier  Stunden
  Breite  konnte  kein  Heer  ernähren,  von  dem  es  selber
  schon  früuher  verwüstet  worden.  Hunger  zwang  nun
die  einzelnen  Soldaten,  ihr  elendes  Daseyn  zu  fristen,
sich  von  der  großen  Straße  zu  entfernen,  auf  welcher
sie  nur  noch  in  geordneten  Haufen  dem  umherschwärmenden
  Feinde  Widerstand  zu  leisten  vermochten.  Hunderte
von  ihnen  fielen  daher  täglich  in  die  Gewalt  der  regsamen
  Kosaken  des  Hetmann  Platow.  Nicht  minder
schrecklich  war  das  Loos  jener  unglückseligen  Kranken
oder  Verwundeten,  die  man  schon  früher  oder  später
aus  Moskau  weggeschickt  hatte.  Aller  Mittel  beraubt,
fortgeschafft  zu  werden,  der  rauhen  Witterung,  dem  äußersten
  Mangel  blosgestellt,  starben  sie  zu  Tausenden
auf  offenem  Felde,  verfluchend  den  Augenblick,  in  welchem
  sie  Rußlands  Boden  betreten  hatten.  Hinwider
wuchs  das  russische  Heer  an  Stärke  und  Muth.
Napoleons  Hauptgelager  ward  von  Wiazma
(2.  Novembers)  nach  Semlewo  verlegt;  bei  ersterem
Orte  blieb  Marschall  Ney  noch  zurück.  Prinz  Eugen
erreichte  am  nemlichen  Tag  mit  dem  aten  und  5ten  Heertheil
  (daher  auch  mit  der  Bapern  Division  Preysing)
das  Dorf  Federowökoe.  Rechts  von  der  Straße  nach
Wiazma  lagerte  gegen  den  Wald  der  5te  Heerhaufen;