uummer
MRasenlicimen Unzsigen
Samstag, 19. Februar 1016
Magemeinen vom Seieg.
Vom Beppelinangriff auf London.
Budapest, 17. Febr. Eine dieser Tage
aus London zurückgekebrte, in England interniert
gewesene Dame erzählte über den letzten
Zexpelinbesuch folgendes: Die deutschen Luftsch
bisfe überflogen London so niedrig, dah die
in den Gondeln belindlichen Personen fast zu
erlennen waren. Plötzlich ertönten Entladungen.
Alles flüchtete in die Stationen der Untergrundbahn.
Vor einem Theater, wo eine
Fliegerbombe niederfiel, wurden von dem das
Theater verlassenden Publikum mehr als 200
Menschen getötet. Die Polizei schaffte die Verstümmelten,
Verletzten und Toten mit Wagen
weg und innerhalb einer Viertelstunde waren
seltst schon die Blutspuren ausgewaschen. Dadurch
erllärte sich, warum die Zeppelinbesuche
in London offiziell so wenig Opfer fordern. (3.)
Graf Bothmer beim Kaiser Franz
Joseph.
Wien, 17. Febr. Der Kaiser empfing heute
vormittag in Schönbrunn den bayerischen Genetal
der Infanterie, Grasen v. Bothmer, in
besonderer Audienz. Der General war von
seinem Adjutanten, Major Alfred Schuster, begleitet.
Kaftbefehl gegen einen Landesverräter.
Innsbruck, 16. Febr. Das Landwehrgericht
beim Innsbrucker Militärkommando erließ
einen Verhaftungsbefehl gegen den Landsturmleutnant
Dr. Johann Lorenzoni aus Cles
in Südtirol, Generalsetretär des internationalen
Landwirtschaftlichen Institute in Rom, der angellich
in der italienischen Armee als Leutnant
dient. Lorenzoni war Professor an der
italienischen juridischen Fakultät in Innsbruck.
Frankreichs Kriegskosten.
Paris, 17. Febr. (Agence Havas.) Die
Erhöhung der französischen Staatsausgaben erfolgt
fast ausschließlich auf Kosten des Kriegsministeriums.
Nach dem „Temps“ beträgt die
Erhöhung gegenüber dem ersten Vierteljahr
allein 450 Millionen für das Artilleriewesen.
Von den anderen Mehrausgaben emtfallen fast
83 Millionen auf Material für das Flugwesen,
fast 13 Millionen für die Militäreisenbahnen,
fast 67 Millionen an Kosten für Truppenverschiebungen
und Transporte. 111: Millionen
für die Unterkringung der Kolonialtruppen in
Lagern. Die Teuerung der Lebenemittel machte
unvermeidliche Mehrausgaben notmendig: für
Futtermittel annähernd 21 Millionen und über
35 Millionen für die Unterhaltung des Heeres.
Die Löhnung beanspruchte eine Mehrforderung
von 7 Millionen. Insgesamt belaufen sich die
Kreditforderungen vom 1. August 1914 bie 30.
uni 1916 einschließlich der vor Ausbruch des
rieges bewilligten Budgetzwölftel für die
letzten fünf Monate 1914 auf 4612 Milliarden.
(
Kardinal Mercier in Rom.
Rom, 15. Febr. (Agenzia Stefani.) Kardinal
Mercier i#t gestern abend vom Papste in
einstündiger Audienz empfangen worden.
Das Aufgebot der englischen
Unverheirateten.
Mailand, 17. Febr. „Corriere della Sera“
meldet aus London, daß die sofortige Einbernkung
sämtlicher Unverheirateten vom 31. bis
40. Jahre zum 18. März in ganz England das
größte Erstaunen hervorrief, in vielen Kreisen
sogar Bestürzung verursachte, weil man erwartet
hatte, daß zunächst nur ein weiterer Teil der
Unverheirateten einberusen werden würde, nachdem
die im Alter von 19—30 Jahren stehenden
Männer sich bereits im Januar stellen mußten.
Man legt auch Verwahrung dagegen ein,
daß die Gerichtshöfe zur Prüfung von Befreiungsanträgen
nicht mehr die genügende Zeit
hätten, ihres Amtes zu walten. Durch die sofortige
Einberufung aller Unverheirateten werden
mit einer Frist von nur einem Monat auch alle
Verheirateten vom 19.—40. Lebensjahre einziehungsfähig.
(Z.)
Das neue englische Heer.
Berlin, 17. Febr. Die angelündigten englischen
Millionenheere auf dem Papier schmelzen
erfahrungsgemäß rasch zusammen, sobald man
sie näher prüft. Richt mehr als 600 000 Mann
wird nach der eigenen Angabe der „Times“
das ganze Ergebnis des neuen Dienstpflichtigengesetzes
sein, wenn man alle Unverheirateten
vom 18. bis 40. Jahre (die 23 Gruppen des
Derbyschen Systems) einstellt; und die Verheirateten
darf man ja nach dem Gesetz vorläufig
nicht einberufen. Man nimmt an, daß sich in
England und Schottland 1869 000 Junggesellen
der betreffenden Altersstufen befinden. Von
diesen haben sich nach dem Derbysystem zirla
840 000 gemeldet, 1 029 000 aber nicht, die man
jetzt heranholen wird. Von jenen 840 000 sind,
wenn man die Untauglichen und Unabkömmlichen
abzieht, nur etwa 343.000 verfügbar für
den Heeresdienst. Von der anderen Masse von
1 029 000 hat man 378 340 als unabkömmlich
erklärt, sodaß 651 160 blieben. Man nimmt
aber nach Schätungen an, daß davon nur etwa
die Hälfte tauglich sein würde, was Asquith,
als er das Dienstpflichtgesetz einbrachte, **
geben hat. Das Kriegsministerium rechnet also
damit. daß die Gesamtheit der zum Dienste
tauglichen Junggesellen etwa 600 0O00 Mann
betragen wird, und daß es töricht wäre, mit
höheren Zahlen zu rechnen. (3.)
Abreise mit Musik.
Budapest, 17. Febr. Aus Rom wird gedrahtet,
daß Briand bei seiner Abreise auf
dem Bahnhofe von einer erregten Menge ausgen
fiffen wurde. Man rief ihm zu: „Das ist
auch einer von den Elenden“, die Blut vergießen
und Krieg verlangen.“ ( Z) — Briand
muh sehr musikalisch sein, denn einem Ausfrager
gegenüber sagte er, er sei sehr befriedigt über
die Reise nach Rom, also mag ihm das Pfeifen
böchst angenehm gewesen sein.
Japans Politik.
Kopenhagen, 17. Febr. Aus Tokfo wird
gemeldet: Die Kabinettskrisis darf als beigelegt
betrachtet verden. Der Konflikt zwischen
Ober= und Unterhaus ist durch ein Kompromiß
leendet. Die vom Oberhause geforderte Ausgabe
einer inneren Anleihe im Betrage von 20
Millionen Ven zur schnellsten Tilgung weiterer
japanischer Anleihen im Auslande fand auch
die vollite Zustimmung des Unterhauses. Durch
diese einmütige Forderung beider Parlamente,
Japan schnellsteno von aller finanziellen Abkängigkeit
von den Enltentemächten, England
und Frankreich, zu befreien, ist die Position des
Kobinetts Oluma wieder gefestigt. Eine Erweiterung
japanischer Rechte auf Sachalin soll
bevorstehen.
Gegen die Lügenberichte über
Serbleu im Anslande.
Wien, 17. Febr. Aus dem Kriegeprrsseguar.
tier wird gemeldet: Eine Meldung über die angeblich
grausame Behandlung der serbischen Bevölkerung
von seiten der österr-ung. u. deutschen
Militärbehörden in Serbien macht durch
Vermittlung des berüchtigten serbischen amtlichen
Preßdienstes auf Korfu die Runde durch
die Zeitungen des neutralen und des feindlichen
Auslandes. Unter anderem wird da behauptet,
die Lage der in Serbien zurückgebliebenen Familien
wäre umso grausamer, als ihnen auch der
schriftliche Verkehr mit ihren Angehörigen im
Auslande verboten lei. Gegenüber dieser tendenziös
lügenhaften Darstellung aus Serbien
wurde schon darauf hingewiesen, daß die Militärbehörden
in dem eroberten serbischen Gebiet
überhaupt keinen Anlaß dazu haben, der Zivilbevölferung
gegenüber grausam vorzu- ebehen.
Die daheimgebliebene serbische Bevölkerung
würdigt allerorten mit vollstem Verständnis die
wohltätige Fürsorge seitens der österr.-ung. Militärverwaltung
gegenüber der Epoche von Entbehrungen
und unbarmherziger Rüc-sichtslosigkeit
in der Niedergangsperiode ihrer nationalen
Verwaltung. Als Beleg für die Wahrheit dieser
Stimmung kann auf die in der „Sera“ vom
6. Februar veröffentlichte Acußerung des serbischen
Gesandten in Rom, Ristitsch, hingewiesen
werden. Ristitsch erklärt den Römern, um seine
Landsleute einigermaßen wegen ihrer Italien
gegenüber seit den letzten Enttäuschungen bekundeten
unfreundlichen Haltung zu entschuldigen,
Folgendes: Diese Armen, die ihr Vaterland
und ihre Existenz verloren haben, reden nicht einmal
von ihrer eigenen Regierung oder ihrem
Könige gut. Infolge von Krankheiten, Hunger
und anderen Leiden ist ihr Geist bewölkt. Ristitsch
kemt die Stimmung im Kreise seiner
Landsleute gewiß zur Genüge, daß er aber
auch der Wahrheit entsprechend feststelle, welcher
Umschwung in der Lage seiner in den eroberten
serbischen Gebieten zurückgebliebenen
Landsleute sich fühlbar macht, kann von ihm
wahrlich nicht verlangt werden, doch entspricht
es den Tatsachen, daß während die serbische
Staate##sse schon seit sehr langer Zeit für andere
als unmittelbare Kriegszwecke nichts übrig
hatte, sie von der österr.-ung. Militärverwallung
verköstigt werden. Eine administratioe
Arbeit, die sich in die kleinfte Einzelheit erstreckt,
sorgt zielbewußt für den Wiederaufbau
des wirtschaftlichen Lebens und damit des Wohlstandes
dieses Gebietes. Nach vier Jahren tiefsen
Elends und der Alleinherrschaft militärischer
und politischer Intrige, die in diesem
vielfach heimgesuchten Land jede friedliche Arbeit
unmöglich macht, eröffnet sich unter der
tatkräftigen Führung der österr.-ung. Militärverwaltung
wie in Russisch-Polen auch in Serbien
eine Aera der gesicherten Erwerbsmöglichkeiten.
Der Postverkehr wird im serbischen
Gebiet in analoger Weise geregelt wie in Russisch-Polen.
Wie es auch dort in den ersten
Monaten der Oklupation der Fall war, ist in
Serbien die Post für den Zivilverkehr noch
nicht eröffnet. Sobald aber der Kontrollapparat
organisiert sein wird, wird der Postverkehr
ausgenommen werden. Der Postoerkehr
mit dem Ausland ist auch in Russisch-Polen
noch nicht eröffnet.
n 1# " 5
Ds Sallanuniersehmen.
Die Vergewaltigung Griechenlands.
Budapest, 17. Febr. „Politikai Hirado“
berichtet aus Athen folgendes: Die Entfer-
Scha der Sabärr.
— ——— Leaeca.
(Nachdruck verboen.
Dann tauchten die Silhoueiten der Vorreiler
am Horizont auf, und wenig später hob Holmsieten.
die todmüde Erika aus dem Sattel.
e sich darum zu bekümmern, wer
inoner' "*r“ seben mochte, küßte er sie ouf den
und.
Die Erzählung des Vorgefallenen machte
den Geheinmat sehr niedergeschlagen. Er er
kannte sofort, in eine ie schwierige Lage er
da geraten war. Er hatte sich in eine ungeebliche
untergehmung nerieen lassen
enn gegen das ausdrückliche Berbot der Behörden
bejanden sie sich ja auf italienischem
Geblet, und es woren Men schenlooen vernichtet
worden. Wohl hatten er und seine Leute nichto
Unrechtes getan — woin konnte er sich freisprechen
vor seinem eizenen Gewisken. Wie
aber würden die stalicnischen Gerichle sich zu
der traurigen Angelegenheit siellen, die dem
deutschen Gelehrten bisher so wenig Wahl—
wollen gezeigt hatten? Allieri war tot, der
den Hergang der Geschehnisse hätie begengen
können — und einzig auf das sehr iragmürdige
Zeugnis der verwundeten Hadendauags war der
Geheimrat angewlesen, die in die Hände der
Sieger gefallen waren. Die Lente hatten sich
zwar wirlig ergeben und zeigten sich jetzt durch.
* nicht flörrisch — wußten sie doch, daß sie
on der Gnade der verhanten Giaurs abhingen.
Wie ste sich jedoch verhalten murden, menn sie
sich aus der Gewalt der lleberwinder befreit
mußten — das vermochte niemand vorheröusagen,
und es war besier, sich anderer, sichererer
Beweismittel zu versichern.
Abdullah gab dem Goehen#rt die Versicherung,
daß der italienische Offizier, der Alfieri
von Massauah bis zur Quelle l Suleiman
begleitet hatte, seinem Schubling sehr eindringlich
einschärite, unier keinen Umständen Gewalt
zu gebrauchen. Er hatte ihn wohl auch von
er offenbar aussichtslosen Nachsorschung an
verer ZQuelle abgehalten, wenn nicht von der
Regierung in Rom die strenge Anweijung ergangen
wäre, dem Signor Giuseppe Alfieri
lede erlongte Unterflützung zu gewähren.
Es konnte kein Zweifel darüber bestehen,
taliener die nichtsahnende, viel
dae. Voser des Barons grundlos angefallen
hatte. Auf keinerlei Verhandlungen
hatte er sich eingelassen — Kugeln waren seine
einzigen Boten gewesen. #und die Besehle., die
er den Hadend hka eri hatre, waren von
surchtbarer Deutlichkeit Vint Ausnahme sollte
die Kaßila vernichtet werden — nur Frau von
Heyden wollie er lebend in die Hünde belommen,
und er hatte einen Preis ansgesetzt
für den, der sie ihm unverletzt zuführie. Hbte
Ablicht, den Gegner zu vernichten, hing ja ½h
aus der Verabredung herwor, die er für der
Morgen mit dem Gehelmrat gelkofeen — in
keiner anderen Absicht, als um ihn 50
lange an seinem Lagerplatz zurückzuhalten un
u
dellegen bmarsch
#iue war, noch rechlsesst zu Hilse komme.
le —1 Antwort bes Leheiigrat auf
einen Brief war unter seinen Papieren gekunden
worden; die tückische Absicht des von
leidenschaftlichem Haß und wildem Rachedurst
gespornten Mannes konnte also keinem Zweisel
unterliegen
Bei alledem blieb die Situation für den
Geheimrat eince wenig erfreuliche, und die Sorge
um die nächste Iulnse pehehie seine Gedanken
zu sehr, als daß er sich trotz seiner
Müdigkelt dem Schlummer hätte überlassen
können. In einster Beratung soß er mit
Holmstetten und dem Kopitön am Lagerfeuer,
während Erika sich auf die Kunde von dem
hier Geschehenen, chn- sogleich zu Frau von
Heyden begeben!
Von dieser 7 75 war jetzt auch zwischen
den Mönnern die Rede.
wboeit * ehesten — volles
Licht d ede Dune) dieser vielfach noch so geheimnisvollen
Vorgänse zu kein sagte
Herr von Syl „Ich reise ja, daß
sie sich in eihenn W. üblen ’# befunden
haben muß, als Sie vorhin mit 1# r sprachet-,
lieber Holmstetten; aber vielleicht ie doch
eine Andeutung darüber gemacht, de eauregard
wußte, daß dies der von dem Griechen
bezeichnete Platz sei
„Nein, davon war zwischen uns nicht die
de. Sie würde mir ja, wenn ich sie geradezu
Pun hntte schwerlich die Auskunft verweigert
„Aber Sie fühlten sich nicht veranlaßt, sie
in solcher Lage einem Verhör zu unterwerfen.
as ist nicht um begreiflich, Hde benabe
selbstwerständlich. Adber sagten Sie nicht, e
mit den Nashgrabungen eriie din
worden 2 a würden S doch a
wissen n fich eine Srsnt deo Hechte
Schaeeg# erigl hätte.“
„Ich vermute, daß es so ist. Es war schon
dunkei. als ich an die Stelle kam, wo der un-
nung der Konsuln der Mittelmächte aus Athen
ersolgte, weil die Vierverbandsmächte die Absicht
hatten, Truppen in die griechische Hauplstadt
einmarschieren zu lassen. (3.) #.
Die Italiener auf Korfu.
Athen, 17. Febr. (Agence Havas.) In
der Kammer erteilte Skuludis dem Deputierten
von Korfu, Sokkli, welcher gegen die Anwesenheit
der allüerten Truppen auf Rorfu
Einspruch erhob, solgende Antwort: Es ist nicht
war, daß die hellenische Regierung der Landung
der Jtaliener auf Korfu zustimmte. Wir protestierten.
Wir besihzen eine amtliche Erklärung,
daß die Integrität des Staates respeltiert wird,
denn sobald der Grund, melcher die Anwesenheit
der alliierten Truppen auf Korsu herbeigeführt
hat, verschwunden isl, wird die Insei
Griechenland zurüdgegeben. Ich kann nicht nur
die von Soktli betreffs Korfus geäußerten Befürchtungen,
sondern auch die der Kammer und
der ganzen Ration beschwichtigen. (Beifall.)
Die militärische Streitlraft, welche Jialien nach
Korfu senden wird, wird 50 Karabinieri, welche
die Mitmwirlung Italiens an dem Unternehmen
der Entente darstellen sollen, nicht überschreiten.
Italien erklärte in Gemäßheit des Sinnes der
Note der vier Alliierten vom 10. Januar, in
der die Absicht der Ueberführung serbischer
Truppen nach Korfu angelündigt wurde, daß
es gleichsalls Soldaten zur Begleitung der nach
Korfu zu sendenden montenegrinischen Truppen
schicken werde. Die hellenische Regierung erhob
dagegen Einspruch. Gestern wurde die Regierung
verständigt, daß tags vorher 20 Karabinieri
mit einem Offizier, dem ehemaligen
Militäratlochee der italienischen Gesandtschaft
in Athen, in Korfu gelandet wurden. Ich weiß
nicht ob die Zahl der Karabinieri 50 beträgt,
die Zifser, welcher die italienische Regierung
zustimmte. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß
die Zahl der Karabinieri auf 20 beschränkt
bleiben wird, aber ich kann es nicht behaupten.
Ich wiederhole, daß die Versicherungen, welche
die alliierten Mächte gaben, sehr klar und sehr
kategorisch sind. Sie bekrästigen, daß, sobald
der Grund, welcher die Anwesenheit der Alliierten
auf Korfu rechtfertigt, geschwunden sein
wird, diese insgesamt gleichzeitig die Insel verlassen.
Die Serben auf Korfu.
Wien, 17. Febr. Nach einer Athener Meldung
werden die serbischen Soldaten auf Korfn
von den Franzosen wie Gefangene behandelt;
sind elend untergebracht und verpflegt. Die Erbitterung
der Serben gegen ihre Verbündeten
ist groß. Alle französischen Meldungen über
eine Wiederherstellung der serbischen Schlagfertigkeit
sind erfunden. Unter den Serben hersscht
siarke Sterblichkeit. Imerhalb 14 Tagen starben
1400 Mann, davon in einer Nacht 170. Die
Zahl der untergebrachten Serben beträgt 30000.
Rumänien und Bulgarien.
Bukarest, 17. Febr. Die „Nowoje Wremja“
meldet aus diplomatischer Ruelle, daß vor
kurzem die Ministerpräsidenten Bratianu und
Radoslamom auf bulgarischem Boden eine
Reihe aktueller Fragen persönlich besprochen haben.
Es wird behauptet, daß Bratianu und
Radoslawom mehr über landwirtschaftliche Angelegenheiten
gesprochen haben; „latsächlich aber
sollen auch wichtige politische Fragen crörtert
und zwischen den beiden Ministerpräsidenten
eine Einigung erzielt worden sein. Seit dieser
Besprechung sei zwischen den beiden Staaten
eine auffallend starke Annäherung eingetreten.
welche im Vierverband Beunruhigung hervor
rief. (Z.)
glückliche Baron mit dem Graben halte beginnen
lassen, aber unter den Arabern ging eln Gerede,
es sei ein Ledersack gefunden und beim Beginn
des Angrisss eilig wieder mit Sand bedect
worden. Da die Leute ohne allen Zweifel
wissen, daß es sich um wertvolle Dinge handelt.
habe ich bewafinele Posten mit sehr bestimmten
irsee ausgestellt.“
eheimrat nP“' tief auf.
wünschte, daß 1P den elenden Mammon
s r auf den letzten Rest vernichten könnte.
Wie er denen zum Verderben geworden ist, die
einst ihre Hämae nach ihm uegestrert so schein
Fluch des Schicksals auf ihm
en. rlo⅝h es 2 leider nicht mehr
#ansere Wünsche, die unsere Handlungen bestimmen
dürfen, sondern * mässen mit den
1*7— benen Verhä ansen rechnen. — Wo ist
zlbrigens Abdullah? Wenn einer imstande ist.
uns den richtigen Weg durch dies Labyrinth
von Lügen um Intriguen zu weisen, so ist
er's. — Er hat bis jetzt zu den anderen gehalten,
weil er sein Interesse mit dem ihrigen
verknüpft glaubte. Jetzt aber, wo er auf sie
keine Hoffnung mehr sezen kann, wird er sich
vielleiche wbewegen lossen zu sprechen.“
Kapitän Stumpf erhob sich sofort, um den
Speerwerfer zu holen. Und es hatte fast den
Anschein, als habe Abdullah nur noch darauf
gewartet, gesragt zu werden, so bereltwillig
#te er sich im Gegensatz zu seiner bisherigen
welgsamkeit, jede von ihm gewünschte Auskunft
zu erteilen. Schon seine ersten Worte
waren danach angetan, die eigentliche Ursache
der surchtbaren unversöhnlichen Feindschaft auf
kuelen die zwischen Alfiert und Beauregard
tanden unb sie zuletzt belde ins Verderben
getrieben halte.
— — ——— — — —