coming of yours.“*) Das ist trotzdem geschehen und noch dazu
recht schnell.
Nachdem die Königin in meinen Armen sanft hinübergeschlummert,
war für mich der Vorhang über viele Jugenderinnerungen gefallen.
Ihr Tod bedeutete einen Abschnitt in der englischen Geschichte
und in Englands Beziehungen zu Deutschland. Ich nahm nun,
soweit als angängig, Fühlung mit den maßgebenden Persönlichkeiten
und erkannte überall eine durchaus sympathische, freundschaftliche
Stimmung, die kein Hehl aus dem Wunsch nach guten Beziehungen
mit Deutschland machte. Beim Abschiedsbankett wurden von König
Eduard VII. und mir unvorbereitete, in Ton und Inhalt herzliche
Reden gehalten, die auf die Zuhörer ihren Eindruck nicht verfehlten.
Nach der Tafel drückte der englische Botschafter in Berlin mir die
Hand und sagte: Meine Rede sei allen seinen Landsleuten zu Herzen
gegangen, denn die Worte seien aufrichtig und schlicht gewesen, wie
sie sich für die Engländer eigneten. Die Rede müsse sofort veröffentlicht
werden, denn sie werde im ganzen Lande, das mein Kommen
dankbar empfinde, Widerhall erwecken. Das werde für die Beziehungen
beider Länder von Nutzen sein. Ich erwiderte, es sei Sache der
britischen Regierung und des Königs, darüber zu entscheiden, ich
persönlich hätte nichts gegen eine Veröffentlichung einzuwenden. Diese
ist jedoch nicht erfolgt. Das britische Volk hat meine Worte, die der
aufrichtige Ausdruck meiner Gefühle und Gedanken waren, nie erfahren.
In einem späteren Gespräch mit mir in Berlin hat derselbe
Botschafter das lebhaft beklagt, ohne den Grund des Unterbleibens
angeben zu können.
Am Schlusse dieser Betrachtungen über meinen Aufenthalt in
England darf die Tatsache nicht unerwähnt gelassen werden, daß ein
Teil der deutschen Presse es leider an taktvoller Würdigung sowohl
*) „Das ist es, was sie alle hier denken, jeder im Volk, man wird es Dir
niemals vergessen, daß Du gekommen bist.“
87