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ering, nur im Osten, ziemlich entfernt von der Küste, liegen die
Haleshen und Pityusen. Auf der Pyrenden-Halbinsel herrscht ein
großer Wechsel von Hoch= und Tiefland und eine große Verschieden-2
der Formen und Höhenverhältnisse. Die Hauptmasse des
Landes ist ein zentrales Hochland, das durch das Castilische Scheideebirge
in zwei Hochebenen getrennt wird, nämlich in die nördliche,
göhen- von Alt-Castilien und Leon und die südliche, niedrigere von
Neu-Castilien und Estremadura. Das zentrale Hochland wird von
zwei Randgebirgen eingefaßt, nämlich von dem Cantabrischen Gebirge
im Norden und dem Andalusischen Scheidegebirge im Süden. Ferner
wird das Hochland durch zwei Tiefebenen von zwei Hochgebirgen
geschieden, und zwar im Nordosten durch die des Ebro oder das
Aragonische Tiefland von den Pyrenäen und im Süden durch die
des Guadalquivir oder die Andalusische Tiefebene von dem Gebirge
von Granada oder Hochandalusien, dessen Mittelpunkt die mit den
Pyrenäen an Höhe wetteifernde Sierra Nevada mit dem 3560 m
hohen Mulahacen bildet. Die Pyrenäen, d. h. die Schwarzen Berge,
sind in der Mitte am höchsten, am breitesten und auch am schwersten
u überschreiten. Die höchsten Berge sind der Pic du Midi und
2 Maladetta. Infolge der geringen Feuchtigkeit der Atmosphäre
und des Bodens gedeihen Wald und Wiese nur spärlich, und das
Gebirge ist nur an seinem Nordabhange einigermaßen bevölkert.
Scheinbar ist die Halbinsel reich bewässert, aber die Flüsse sind
wasserarm und der vielen Stromschnellen wegen für die Schiffahrt
unbrauchbar. Der in dieser Beziehung wichtigste Strom, der sich
außer Duero, Tajo und Guadiang in das Atlantische Meer ergießt,
ist der Guadalquivir. In das Mittelmeer mündet der Ebro, der
durch den auf seinem rechten Ufer angelegten Kaiserkanal schiffbar
geworden ist. Das Klima ist im nördlichen und nordöstlichen Tieflande
infolge des Einflusses des Meeres ein mildes, ozeanisches mit
einer Vegetation, die der Mitteleuropas ähnlich ist. Das zentrale
Hochland hat ein kontinentales Klima mit schroffen Gegensätzen der
Temperatur sowohl zwischen Tag und Nacht, als auch zwischen
Sommer und Winter. Es herrscht hier große Armut in dem
Pflanzenwuchs, und weite, kahle Ebenen verleihen der Landschaft
ein sehr eintöniges Gerräge, Im Süden des Andalusischen Scheidegebirges
sowie in den Küstenebenen des Ostens und Westens herrscht
das ganze Jahr hindurch ein mildes Klima. Im Süden und Südosten
der Halbinsel wird die Kultur der Südfrüchte, des Ol= und
Maulbeerbaumes sowie des Weines (Sherry und Malaga) und selbst
der Baumwolle mit Erfolg betrieben; in den weiten Ebenen des
Guadalquivir baut man Weizen. Auf den Hochebenen treibt man