Antwort auf Greys Presserede
In der Zwischenzeit antwortete der Reichskanzler im
Hauptausschuß des Reichstags am 9. November 1916 auf
die Rede Greys. Er widerlegte Greys Darstellung der
Schuldfrage und stellte sich mit viel bemerktem Nachdruck
auf den Boden des Völkerbundes und der Schiedsgerichte..
Von dem geplanten Vorschlag zu Friedensverhandlungen
sprach er noch nicht. Mit unseren Verbündeten
hatte man sich dahin geeinigt, daß der Friedensschritt
unternommen werden sollte, sobald durch den
in kurzem zu erwartenden Fall von Bukarest die Abwendung
der rumänischen Gefahr für jedermann offenkundig
geworden sei.
Daß irgendwelche Rücksichten auf den Präsidenten
Wilson ein Hindernis für einen unmittelbaren Friedensschritt
sein könnten, ist mir gegenüber in den vielfachen
Besprechungen, die in dieser Angelegenheit stattfanden,
von keinem der Herren, die an der Sondierung Wilsons
beteiligt waren, jemals erwähnt worden. Bisher war auf
die schon Anfang Mai von Herrn von Bethmann gegenüber
Herrn Gerard gemachte Andeutung keinerlei Antwort
erfolgt. Das Anfang September an den Grafen Bernstorff
gerichtete Telegramm hatte diesen auch nicht etwa beauftragt,
bei Herrn Wilson oder der amerikanischen Regierung
irgendeinen Schritt zu unternehmen, der die
deutsche Regierung in ihrer eigenen Bewegungsfreiheit
hätte binden können, sondern ihn nur um eine persönliche
Meinungsäußerung über Wilsons Geneigtheit zu einem
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