Contents : Kriegsanordnungen des stellvertretenden Generalkommandos I. Bayerischen Armeekorps.

184  Extrablätter.  Verbreitung  falscher  Gerüchte.

(Nr.  13  870)  Bekanntmachung  betreffend  Exkrablätter.


Auf  Grund  des  Art.  4  Ziff.  2  des  Kriegszustandsgesetzes
  bestimme  ich  für  den  Stadtbezirk
München:

Das  Feilhalten  und  der  Verkauf  von  sogenannten
Extrablättern  auf  öffentlichen  Wegen,  Straßen,
Plätzen  oder  anderen  öffentlichen  Orten  ist  verboten.

Zuwiderhandlungen  werden  mit  Gefängnis  bis
zu  einem  Jahre  bestraft.

München,  den  19.  Februar  1915.

Der  Kommandierende  General:
von  der  Tann.

(Nr.  10  236.  P  3.)  Bekanntmachung  betreffend  Verbreitung
  falscher  Gerüchte.  (St.Anz.  Nr.  21  vom
25.  Januar  1918.)

Die  K.  stellv.  Generalkommandos  I.,  II.  und
III.  Bayer.  Armeekorps  erlassen  auf  Grund  des
Art.  4  Nr.  2  des  Kriegszustandsgesetzes  zur  Erhaltung
  der  öffentlichen  Sicherheit  folgende

Anordnung:

1.  Wer  unwahre  Gerüchte,  die  geeignet  sind,
die  Bevölkerung  zu  beunruhigen,  vorsätzlich  oder
fahrlässig  ausstreut  oder  verbreitet,  wird,  wenn  nicht
die  Gesetze  eine  schwerere  Strafe  androhen,  mit  Gefängnis
  bis  zu  einem  Jahre,  beim  Vorliegen  mildernder
  Umstände  mit  Haft  oder  mit  Geldstrafe  bis
zu  1500  4  bestraft.

2.  Diese  Bekanntmachung  tritt  mit  ihrer  Veröffentlichung
  im  „K.  B.  Staatsanzeiger“  in  Kraft;