IV Naturlehre. 37
ähnlich verhält es sich mit allen andern Lichtstrahlen, die von dem Hfeile ausgehen
und den Spiegel treffen. Ein etwa in 0 befindliches Kuge, in das die zurückgeworfenen
Strahlen dringen, sieht daher hinter dem Spiegel ein Bild des DPfeiles a., das ebenso
groß, aber anders gerichtet ist als der Gegenstand. Da die Lichtstrahlen in Wirklichkeit
nicht durch den Spiegel dringen, ist das Bild nicht wirklich vorhanden: es ist
nur ein scheinbares Bild.
8. der hHohlspiegel. a) Um das TLicht der brennenden RKüchenlampen, der
Laternen an Wagen, Lokomotiven usw. möglichst nach einer bestimmten Richtung zu
werfen, bringt man hinter der Klamme eine Metallscheibe an, deren hohle Innenfläche
poliert ist. Eine solche „Blendscheibe“ (Mamel) heißt Hohlspiegel. Dielfach
sind diese Spiegel Teile einer Kugelschale. Denkt man sich einen solchen hHohlspiegel
(Fig. 42) zur Kugel vervollständigt, so neunt man die geradde
Linie, die den Mittelpunkt der Kugel mit der Mitte des «
Spiegels verbindet, die „Spiegelachse“. — halten wir einen Sp
Hohlspiegel so, daß seine Achse genau gegen die Sonne ge— 6
richtet ist, und bewegen wir einen Papierschirm in der
Richtung der Achse hin und her, so finden wir eine Stelle,
wo sich die Sonnenstrahlen in einem kleinen, hellen Dunkte
vereinigen. Halten wir schwarzes Dapier, ein Stück Feuerschwamm
oder andre leicht entzündliche Gegenstände in diesen
Dunkt, so fangen sie bald an zu brennen. Er heißt deshalb F
der Brennpunkt, und sein Kbstand vom Spiegel ist die
Brennweite. — Lichtftrahlen, die parallel mit der wintder mstelgual der Kugel.
Achse auf einen Hohlspiegel fallen, werden also zu der man den Spiegel Sp
sämtlich nach dem Brennpunkte zurückgeworfen. c rbnolstchhigen lam P
hieraus folgt, daß anderseits Lichtstrahlen, die von einer des Spiegels: CB M spiegelim
Brennpunkte eines hohlspiegels befindlichen Lichtauelle., bremweiteausgehen,
parallel zu seiner Achse, also nach ein und derselben Richtung
zurückgeworfen werden. In dieser Richtung wirkt mithin die Leuchtkraft der Cichtquelle
besonders stark („Beleuchtungsspiegel“" !). — Wie wir beobachtet haben, fangen
leicht entzündliche Körper im Brennpunkte an zu brennen. Daraus folgt, daß der
Hohlspiegel nicht nur die Lichtstrahlen, sondern auch die Wärmestrahlen der Sonne
in seinem Brennpunkte vereinigt. Der E
Dohlspiegel kann daher auch als „Brenn- "UQ 11
spiegel“ benutzt werden. 51 —
b) Blicken wir aus unmittelbarer
Nähe in einen Hohlspiegel, so sehen wir da- is U
hinter — ähnlich wie bei einem ebenen H— —— 5
Spiegel — ein Bild von uns; es ist aber V
vergrößert. Wir stellen ein LCicht innerhalb
der Brennweite eines Hohlspiegels Fig. 43.
auf: es entsteht hinter dem Spiegel r Shohlfspiesel mit #chse CB A’ und Brennpunkt B.
ein aufrechtes, vergrößertes Bild des Wl–ms’ssr gemern ichltrahken werden 10urück.
Lichtes. Erkläre die Erscheinung an Fig. 451 — Wir entfernen das Licht über die Brennweite
hinaus, jedoch so, daß es in der Uähe des Brennpunktes steht. Das Bild
hinter dem Spiegel verschwindet. gühren wir vor dem Spiegel, und zwar außerhalb der
doppelten Brennweite einen Hapierschirm hin und her, so erscheint in einer bestimmten