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gehende Pflüge nöthig, so legt man die Eicheln eben so ein und läßt
sie von dem zurückkommenden Pfluge bedecken. Ist Kartoffel- oder
Hackfruchtbau vorhergegangen, so wird der Boden abgeegget, recht breitwürfig
mit Eicheln besäet und wieder zugeegget. Ist Getreidebau mit
gründlicher Bodenlockerung vorausgegangen, so besäet man die Stoppeln
und pflügt die Eicheln flach unter. Auf frisch gepflügtem Boden wird
mit der breitwürfigen Eichelsaat gleichzeitig etwas Frucht (Hafer) ausgesäet.
Sehr verbreitet ist auch die Rillensaat, wo in dem bearbeiteten
Boden mit einer schmalen Hacke nach der Schnur 1 m entfernte handbreite
Rillen gezogen und mit Eicheln belegt werden.
Bei der Furchensaat auf schwierigem Boden werden in 1 m Entfernung
mit dem Untergrundspflug (oft nachdem vorher der Bodenüberzug
mit dem flach arbeitenden Waldpfluge entfernt ist) Furchen gezogen,
welche hinter dem Pfluge besäet werden; die Bedeckung geschieht mit
der Harke.
Streifen stellt man am wohlfeilsten dadurch her, daß man mehrere
Pflugfurchen unmittelbar nebeneinander legt. Plätze und Löcher von
0,3—0,8 m Quadratgröße fertigt man mit Rodehacke und Spaten an.
Vielfach verbreitet ist bei Eichenkulturen das sog. Einstufen, d. h. das
Einlegen von 1—3 Eicheln unter eine kleine, mit der gewöhnlichen
Kartoffelhacke gehobene Erdscholle; es ist die billigste Kulturmethode;
sie paßt jedoch nur für lockeren Boden. Auf bindigem Boden empfiehlt
sich auch der Pflanzdolch, der mit einem Querstift versehen ist, damit
die Eicheln in die richtige Tiefe kommen.
Die Beet= und Rabattenkultur besteht darin, daß man auf feuchtem
Boden in je 5 m Entfernung 1 m breite und 0,5 m tiefe Parallelgräben
aushebt, den Erdauswurf auf die Zwischenfelder bringt und
besäet oder bepflanzt.
Für Eichensaatkämpe ist zu bemerken, daß die Rillen 4 em tief,
7 cm breit und 30—40 cm von einander entfernt gezogen werden.
Besondere Sorgfalt ist auf die Unkrautreinigung und öftere Lockerung
mit der Hacke sowie auf das Ausstreuen von Laub zwischen den Saatrillen
zu legen; man giebt sie gewöhnlich für ein Jahr in Kartoffelvorkultur.
Man legt die Eicheln dicht aneinander; es ist übrigens nach
den Versuchen von Fürst und Kienitz (Allgem. Forst= und Jagdz. 1883
Heft 9) gleichgültig, ob die Eicheln bei der Aussaat quer oder mit der
Spitze nach oben oder unten gelegt werden.