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viele geworden, kaum noch ein großes Interesse gemeinschaftlich
hatten. Wie hoch galt's dießmal nicht dem Interesse des
Unadels gegen den immer mehr triumphirenden und immer
mehr mit Monopolien-Prätension verdrängenden Uradel? —
Und Herr Doktor Volmär war von ganz gemeiner Herkunft,
sein Vater war Stadtschreiber eines kleinen Städtchens im
Wirtembergischen.
Vielleicht was mag er selbst nicht noch von Hoffnungen
gehabt haben! Schon ein Mann von 64 Jahren und nie
verheirather, und der Hof-Revolutionen wohl kundig und einer
sicheren Versorgung bedürftig — eine kaiserliche Precisten-Stelle
in irgend einem deutschen Oomkapitel konnte diesem
Manne, den selbst noch hie und da der Proselpten-Name
drückte, nie unangenehm seyn. Blieb aber im Friedens-Instrumente
stehen: ubi id fundationibus et consuefucdim non
adversatur, so war fast Alles für ihn verloren. Verschwanden
nur die zwei Worte et consuetudini, die man, vielleicht
ganz spielend, glücklich verschwinden lassen konnte, so war
Alles gewonnen. "
Doktor Volmars Hand ist kennbar. Er hat den Aufsatz
entworfen, in dem sich jene Veränderung zuerst blicken
ließ.) Er ist von Salvius um keine Veränderung gebeten
worden; die Protestanten haben keine Veränderung verlangt.
Wenn jener sie gefordert und diese sie verlangt hätten, so
härte er vielleicht aus Eigensinn den ehrlichen Mann gemacht.
So aber Salvius nicht einmal einen Vorschlag that, so die
Protestamen nicht einmal eine Frage aufwarfen, so bleibt
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*) Dieß beweist theils der Stpl, so weit man bei solchen kürzeren
Aufsaͤtzen zuverlässig daraus urtheilen kann, theils auch
der ganze historische Zusammenhang bei Mejern. Der ganz
mißmuthig gewordene Trantmannsdorf hatte damals Volmar
die ganze Unterhandlung. überlassen.
Srittler's sämmtliche Werce. XI. Bd. 16