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zum groͤßten Aerger des Spanischen Hofes, die Heirath des
Koͤnigs mit der Tochter von Stanislaus Lescinsky.
6. Den Herzog stüͤrzte der 7ojaͤhrige Bischof Fleury 1726
von Frejus, der alte Lehrmeisier des Königs, der 17 Jahr
lang sein Ministerialdirektorium behauptete. Daß er ein
Geistlicher sey, erfuhr man leider sehr wohl, denn an den
Streitigkeiten über die Konstitution Unigenitus nahm er
mehr Antheil, als dem dirigirenden Minister gcziemt hätte;
aber seine strenge Staats-Oekonomie und ruhige, gemäßigte
Politik versicherten dem entkräfteren Reich den Genuß eines
siebenjährigen Friedens.
7. Selbst zu dem kurzdaurenden, matten Rheinkrieg,
den die Polnische Königswahl veranlaßte, mußte Fleury 1733
sast gezwungen werden; und wie groß war hier nicht der
Gewinn? In zweien Campagnen wurde Lothringen er, 1735
worbeu. Wiener Präliminarien.
La vie politique et mililairc de Mr. le Mar. Duc de Belleisle
Publice par HR. D. C. à la Haye 1762.18.
Testament polilidue du Mar. Duc de Belleisle. à la llaye
1762. 8.
8. Große Veränderungen im Privatleben des Königs,
wahrscheinlich selbst durch Fleury begünstigt. Gräfin von
Mailly.
9. Frankreichs Theilnehmung am Oesterreichischen Erbfolgekrieg,
die zuerst nur Hülfe für Bayern scheinen sollte,
war mehr Belleisle's als Fleury's Werk, und die Kargbeit
des alten 85jährigen Ministers ist den gut berechneten Planen
des enthusiasiischen Belleisle höchst nachtheilig gewesen.
Memoirces de Nocilles, par Millot. T. I-VI. Paris 1777. 12.
Gehen soon 1682 bis 1756, werden aber erst mit den Zeiten
der Regentschaft recht auoführlich. · J
10. In den letzten vier Jahren des Kriegs, seit daß
Stt.