stein-Gottorp) wie auch die fünf Implexgleichungen
enthalten bereits eine Summe
von Ahnenschaften implicite ausgedrückt.
Christine bringt schon 44 Ahnenschaften
zu Kaiser Wilhelm mit und wirft sie durch
die oben angeführte Notiz auf ihren Vater;
das gleiche macht Wilhelm von Cassel mit
9, Anna von Neuburg mit 49, Elisabeth
von Pfalz mit 22, Georg von Darmstadt
mit 24 und Barbara von Württemberg mit
10 Ahnenschaften, und so kommen die
vollen 158 Ahnenschaften Philipps des
Grossmütigen zusammen. Freilich diesen
komplizierten Inhalt aus den einfachen
Implex-Gleichungen wieder herauszuschälen,
nachdem der Ahnentafelbau zum Abschluss
gelangt ist, dazu bedarf es eines mathematischen
Kalkuls, welches zwar an sich
nicht gerade schwierig ist, zu dessen begründender
Darstellung wir aber eben doch
zu weitschweifig werden müssten, als dass
sie sich hier unterbringen liesse.
Betreffs der kompressen Ahnentafel ist
noch zu bemerken, dass sie auch in ihrer
äusseren Öestalt von vornherein anders angelegt
wird, als die theoretisch komplette.
Bleibt man bei dem unförmlichen Tableau
der älteren Darstellungsweise, wo die
Generationen über einander angeordnet
werden und ein Elternpaar sich stets mit
dem gleichen Platz in der Breite begnügen
muss, den ein Kind von ihnen allein eingenommen
hat, dann wird man unter allen
Umständen, gleichviel ob man an Wiederholungsstellen
den ganzen Text nochmals
schreibt oder sich Abbreviaturen gestattet,
doch die unterste Reihe, wo der Proband
ganz allein steht, schon ebenso breit anlegen
müssen, wie die oberste Reihe mit
ihrer Fülle von Personen verlangt. Die
Ahnenimplexe oder, wie es nach altem Stil
heisst, die Ahnenverluste treten ja ganz
regellos über die Tafel verstreut auf und
man kann nicht im voraus wissen, wann
und wo sie eintreten werden; in Anbetracht
dessen wäre eine Zusammenschiebung der
Tafel an der einen Stelle und eine Ausführung
in normaler Breite an der anderen
rein unmöglich, und versuchte man es, so
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würde man jede Uebersichtlichkeit zerstören.
Nehmen wir eine Ahnentafel von 14 Generationen
an; dieselbe enthielt in der obersten
Reihe unter allen Umständen 16384 Felder;
und bildeten wie die letzteren auch in Form
aufrecht stehender Zeilen von nur 1’, Millimeter
Schrifthöhe, so erhielte doch das
Ganze eine Breite von fast 41 Metern.
Dazu eine Höhe der Tafel von gegen
1 Meter, so würde ein Monstrum geschaffen,
welches nicht einmal in geeigneter Weise
zusammengebrochen werden könnte, um es
zur Aufbewahrung unterzubringen.
Eine grössere Ahnentafelaufstellung auf
mehrere Blätter zu verteilen, wie es Ottokar
Lorenz vorschlägt, befreit keineswegs vollständig
von den oben angeführten Nachteilen,
schafft aber neue, sehr schwerwiegende
hinzu, die besonders leicht zur
Quelle von Irrtümern werden können.
Das wahrhaft erlösende ist diekompresse
Ahnentafel in reiner Listenform. Auf einem
Papierstreifen, der in der Breite nur 12 bis
höchstens 16 Zentimeter zu messen braucht,
den man aber nach unten durch immer
neues ankleben gleichbreiter Streifen verlängert,
schreibt man die Ahnen derartig in
der kurzen Querrichtung des Papiers, dass
jeder exakt eine Zeile einnimmt. Die
Generationen, die nach der alten Methode
über einander steigen, folgen sich hier in
absteigender Richtung, die eine von der
anderen durch genügend deutliche Marken
geschieden. So wird jede nächstfolgende
Generation völlig unabhängig hinsichtlich
ihrer Felder- (Zeilen-)Anzahl von der oder
den vorhergehenden. Der Zusammenhang
zwischen den Gliedern der Aszendenz in
historisch auf- und absteigender Richtung
wird vollständig gewahrt durch ein
linkes herunterlaufendes dreifaches strenges
Nummerierungssystem (wovon eines das in
einer Fussnote vorhin beschriebene Ahnenbezifferungssystem
ist. Zwecks Aufbewahrung
muss man natürlich auch diesen
langen Strefen in ein kleineres Format zusammenbrechen,
die Brüche aber laufen hier
alle in der gleichen Richtung, nämlich querüber
wie die Zeilen, sie folgen sich in