18 Anzug und seine Behanolung.
4. Drillichjacke. Weit, aber unter Rock zu tragen, dessen unterster Knopf in
Höbe des 5. Drillschjackenknopfes liegen muß. Armiellänge wie bei 2.
5. Halsbiude (Halstuch). Lockerer Sitz, etwa 3 mm Über Rockkragen. Kein
Druck anuf Blutgefäße des Halses, sonst Blutstockung.
6. Tuchhose, weißleinene und Drillichhase. Näßig stramm — bis 1 1/1 Finger-
breiten ab — gegen Spalt ziehen, andernfalls sog. „Wolilausfen" möglich. Untere Bein.
enden bis obere Stiefelabfatzkante. Schnallgurt oberhalb der Hüsten. Umgeschnahlter
Leibriemen unterhalb des Hosenbundes, drückt sonst auf Knöpfe.
7. Unterhose. Spaltsitz wie bei 6.
§8. Mantel. Verpassen über Waffenrock, dessen unterster Knopf zmischen beiden
untern Mantelknäpfen sitzen muß. Leibriemen über Taillengurt. Reichliche Bruntweite,
Rücken begquem. Schultern nichl auf Oberarm herabsallend. Armellänge bis Handknöchel.
Kragen hinien leicht anliegend, vorn bequem. Hochgeschlagener Kragen bis über Mund
völlig schließbar. Gelamtlänge hinten bis halbe Wade.
9. Tuchhandschuhe. Daumen wie übrige Finger müssen tief in Handschuhe
bineinfahren, Handgelenk muß bedeckt sein.
Klein-Bekleidungsstücke.
1. Inkanteriestiefel muß im Spann festsitzen, ohne zu zwängen; an der Spitze
1 bis 1.5 cmm Spielraum. Große Zehe nicht drücken. Keine schieigetrrienen Kappen
und Ablätze, sonst Wunoscheuern. Nicht zu lose in der Hacke, sonst Blafenlaufen.
Weich im Leder, viel schmieren. Gebrauchsstiefel dürsen an „Flecken“ nicht drücken,
sonst melden. Eingehend prüfen, ob Stiefel tadellos sizen, nicht glauben, da es
„bielieich!“ geht.
2. Schnürschuhe. An der Spitze 1,5 bis 2 cm Spielraum. Sißz sonst wie bei 1.
3. Hemde. Länge bis 19 cm unzer Spalt Armelbund bis dicht oberhalb Handgelenk.
Ausrüstungsstücke.")
1. Helm. Unlerer Rand 3 cm über Ohren, Augenbrauen freilassend. Helm darf
nicht drücken. Uberzug muß ganzen Helm bedecken, rotes Band vie Rgts.-Nr. verdecken.
2. Leibriemen mit Schloß und Seitengemehrtasche. Ohne Gepäck muß er seit an-
liegen. Spielraum für 2 Finger. Schlos bei Waffenrock auf unterstem Knopf, bei Mantel
zwischen beiden untersten Knöpsen, Krone in Linie der Knöpfe. Tasche auf kinker Hüfte.
Mit Gepäck loser anliegen, Spielraum für eine Land. An ihm Brotbeutel, beide
Patrontaschen und u. U. Schanzzeug.
3. Säbeltroddel. Schieber 6 cm unter Seitengewehrtasche,
4. Patrontaschen. Entsernung vom Leibriemenschlos durch die beiden Wider-
hallc bestimmi. Trageschlausen straff, damli Hinterwand am Leibriemen se“ anliegt.
5. Brotbeutel mit Brotbeutelband. Sitz an 2, dann Band im Beutel. Ohne
Leibriemen Band eingehatt. Ohne Tornister Band um Nacken legen und zur Unter-
stützung der Patrontaschen in ihre Osen einhaken.
6. Feldflasche. Im Rlag an hinterer Ecke des Brotbeutels. Knopflochstrippe
durch Lederschlaufe des Brotbeutels durchziehen.
7. Tornister. Er besteht aus: Tornisterkasten, Tornisterklappe mit
Wäschebeutel und beiden Patronenbehältern: den Trageriemen: Zelt-
aubehörbeutel. Sitz bei Paraden, Besichtigungen, Exerzieren und Wachtdienst untere
Kante des Kastens etwa auf Mitte des Leibriemens, obere Kante 3—5 eim unterhalb
der Schulterlinie. Bei ausgelegter Mantel-(Zell-,Rolle schneivet diese ungefähr mit
unterem Kragenrand ab. Bei Märschen und seldmäßigen Ubungen dürfen Trage- und
Hilfstrageriemen känger oder kürzer geschnallt werden.
Tornisterriemen (zmel Größen) am Tornister durch Gelenkkn#e befestigt, müssen
Patrontaschen mit tragen helfen, ohne sie oder Leibriemen hochzuziehen.
Nielknöpse, mit welchen Hilfskrageriemen an Trageriemen beseltigt, in Hohe der
Achselhöhlung Knöpfe und Hilfstrageriemen nicht drücken oder unter Armen einschneiden.
9) In den *x-“ sülcken der Spielleute geh#ren: Trommel mil Jubehbr. Ulrile ml## Kuteral, Signal-
voern ull Riemen und Hilfstragevorrtchtung.