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Drittheile des glänzenden Heeres, auf welches er sein Schicksal gesetzt hatte,
vernichtet, theils erschlagen, theils gefangen, denn nur mit 40,000 Mann und
27 Kanonen eilte er am folgenden Tage nach Charleroi.
Flüchtig vom belgischen Boden, suchte Napoleon in Laon einen Haltpunkt;
vergebens, auch hier schreckte ihn der unablässig verfolgende Feind auf,
der, obgleich selbst nicht ohne bedeutenden Verlust, denn 50,000 Mann waren
getödtet oder kampfunfähig, auch hier dem flüchtigen Gegner kaum Rast und
Ruhe gestattete.
Die Schlacht von Waterloo oder Belle-Alliance entschied den
ganzen Krieg durch die unerhörte Beharrlichkeit der Preußen in der Verfolgung,
um so ruhmreicher für Truppen, welche zwei Tage zuvor einen bedeutenden
Verlust erlitten hatten.
Napoleon eilte nach Paris, um mäöglicher Weise sich noch durch ein Aufgebot
des Volkes vom Untergange zu retten. Doch mit dem Zauber der Unbesieglichkeit
war auch der seiner Herrschaft entflohen; die Deputirtenkammer wagte
es, sich für permanent zu erklären; Lafay ette rieth ihm zur Abdankung. Er
folgte und legte die Krone zu Gunsten seines Sohnes nieder. Vergebens versuchte
er, die Größe seines Verlustes zu verhehlen; seine treuesten Anhänger'
mußten geftkhen, daß jede Hoffnung auf Widerstand eitel sei. Die Commission,
welcher die Regierungsgewalt übertragen war, Fouché an der Spitze, entfernte
Napoleon aus Paris und setzte sich mit Ludwig XVIII. und den Verbündeten
in Beziehung. Napoleon ging nach Rochefort und ergab sich bei seiner Abreise
von vort den Engländern.
Die beiden siegreichen Feldherren drangen unablässig gegen Paris vor,
verwarfen jede Unterhandlung mit der PRegierungs-Commission und langten am
29sten Juni vor der Hauptstadt an. Blücher ging über die Seine und setzte
sich auf der Südwestseite der Stadt fest, während Wellington die Verschanzungen
auf dem rechten Flußufer beobachtete. Er hielt den Angriff auf Paris für
zu gefährlich und stand auch schon mit Fouché in geheimer Unterhandlung.
Anders dachte Blücher; er setzte am 3ten Juli die Capitulation durch, und am
vten zogen die verbündeten Truppen in die Hauptstgdt ein.
Wellington, Meister in den Intriguen und diplomatischen Künsten, hatte
Maßregeln zur, Beseitigung Napoleon's und zur Rückkehr Ludwig XVIII. getroffen.
Blücher blieb allein diesen heimlichen Gespinnsten fremd und verfolgte
nur seine militärischen und nationalen Zwecke, d. h. die völlige Vernichtung
aller Streitkräfte des Feindes und seine Strafe für den früher vielfältig gezeigten
Uebermuth. Namentlich sollte die Stadt Paris dafür büßen. Sie sollte
nach seinen Bestimmungen eine Kriegssteuer von 100 Millionen Franken zahlen;
außerdem verlangte er die Sprengung der Jena-Brücke. Nur mit Mühe
vermochte ihn Wellington dazu, daß er die Ankunft der Monarchen bei so
durchgreifenden Maßregeln zur Strafe der Ueberwundenen abwartete. Sie
erfolgte am 10ten Juli. Der König entschied, daß die Brücke erhalten werde,