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Dazu kam im Jahre 1772 Westpreußen mit einer halben
Million. Nun hätte nach der natürlichen Vermehrung, wie Herzberg
den Maßstab derselben annimmt, die Zahl der Menschen unter
der Regierung Friedrichs steigen müssen auf 6,943,520 M. Nach
dem Maßstabe, den Mirabeau und Mauvillon zu Grunde legen,
auf 6,464,000. In Wahrheit betrug die Beyölkerung im Jahre
1786 — 5,450,000 M. Mithin findet eine Differenz statt von
je 1,493,000 M. oder 1,014,180 M., um welche die wirkliche Vermehrung
der Menschen zurückblieb hinter derjenigen, welche die Rechnung
nach dem angenommenen Maßstabe der Natur zu fordern schien.
Man beachte, daß Herzberg von einer geringeren Zahl ausgeht, als
seine Gegner, daß dagegen seine imaginäre Zahl für 1786 bedeutend
höher ist, als die seiner Gegner. Bei dieser imaginären Zahl
ist indessen von beiden Theilen der Verlust durch die Kriege nicht in
Anschlag gebracht. Angenommen nun selbst, daß dieser große Ausfall
auf Rechnung des Krieges zu schreiben sei: so sind auf der
anderen Seite auch die Colonisten und angeworbenen Söldner aus
dem Reiche und sonst woher nicht mitgerechnet. Herzberg schlug
die Zahl der bis 1785 ins Land gezogenen Colonisten auf 215,000
Seelen an. Außerdem hat der König durch Bewilligung großer
Vortheile viele andere Fremde ins Land gezogen. Mithin würde,
wenn der Krieg so viele Menschen verschlungen, wie jene Differenz
angibt, die wirkliche Bevölkerung der preußischen Länder im Jahre
1786 hinter der imaginären dennoch um die ganze Summe der
Eingewanderten zurückstehen.
So viele Menschen indessen hat der Krieg nicht verschlungen.
Wir legen kein Gewicht auf die Rechnungsweise des Königs selbst,
der hier wie überall mit runden Zahlen sehr oberflächlich und
leicht zu Werke geht. Seine Rechnung #) für seine Länder bringt
nur einen Verlust von 213,000 Menschen heraus. An den mittel-1)
Oeuv. V. 230.