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So leicht die Lungensucht, wenn solche ausgebildet im höheren Grade vorhanden ist,
durch beschwerliches Athmen, Husten, Abmagerung, Eiterausfluß aus der Nase des Thieres
zu erkennen ist, so schwierig ist oft das Uebel in seinem Anfang zu entdecken, und oft ist
es nur durch die Sektionserscheinungen mit Gewißheit nachzuweisen. Die gewöhnlichen
krankhaften Veränderungen der Lungen, welche die Lungensucht zur Folge haben, bestehen:
1) in knotenartigen Verhärtungen (Tuberkeln), die in verschiedener Größe und großer
Zahl in dem Gewebe der Lungen zerstreut gefunden werden;
2) in leberartiger Verhärtung eines Theils der Lungensubstanz;
3) in Eiterknoten und Eitersäcken;
4) in allgemeiner (profuser) Vereiterung (Verjauchung) eines Theils der Lungen.
Die Entwicklung und der Verlauf der Lungensucht geschieht oft äußerst langsam und
schleichend, und läßt sich oft nur durch ein zeitweises Hüsteln vermuthen; besonders ist dieß
bei Melkvieh der Fall, das ohnedieß sehr dazu geneigt ist, und bei welchem das Uebel
um so schwieriger anfangs zu entdecken ist, als milchreiche Kühe gewöhnlich mager sind.
Zu richtiger Beurtheilung ist aber erforderlich, daß bei Sektionen solcher Thiere auf die
dem Tode vorangegangenen Erscheinungen Rücksicht genommen werde, da auch eine den
Tov veranlassende, entzündlich fieberhafte (akute) Krankheit Eiterung und Verhärtung,
Wasserergießung und dergleichen unmittelbar zur Folge haben kann.
JP) Mit achtundzwanzigtägiger Gewährzeit.
3) Fallende Sucht.
Die Zufälle dieses beim Rindvieh häufiger als beim Pferd vorkommenden Uebels
unterscheiden sich nicht wesentlich von denen, welche beim Pferd wahrgenommen werden
(siebe oben). " #
4) Perlsucht.
Ein langwieriges Leiden, das vorzugsweise bei den Kühen, zuweilen jedoch auch bei
den männlichen Thieren des Rinds vorkommt, beim Leben des Thiers aber durch,„kein
Merkmal sicher zu erkennen ist. Im Anfang des Uebels nimmt man oft längere Zeit, bei
noch guter Ernährung nur theilweise einen kurzen trockenen Husten wahr. Die davon befallenen
Kühe verlangen häufiger als gewöhnlich den Zuchtfarren, ohne übrigens aufzunehmen.
Bei längerer Dauer tritt allmählig neben verminderter Milchabsonderung Abmagerung
ein.
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