Metadata : Mecklenburgische Schulgesetzsammlung.

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3.  Aufgaben  aus  der  Körperrechnung.  Berechnung  des  Inhalts  aus
den  Ausdehnungen  (Prisma,  Walze,  Pyramide,  Kegel,  Kugel).
b)  Mündliche  Prüfung.  In  der  mündlichen  Prüfung  wird
verlangt:

I.  Beherrschung  des  Zahlraums  1—1000,  die  Lösung  leichter  Kopfrechenaufgaben
  im  Zahlraum  1  bis  ins  Unendliche,  Kenntnis  einiger
Rechenvorteile,  Lösung  von  Aufgaben  aus  der  Bruchrechnung  und
Anwendung  des  gesamten  Stoffes  auf  Aufgaben  aus  den  oben  bezeichneten
  bürgerlichen  Rechnungsarten  und  aus  der  Raumrechnung.

II.  Einsicht  in  das  Wesen  und  den  Bau  des  Zahlensystems.

III.  Kenntnis  der  Einteilungszahlen  des  Münz-,  Maß=  und  Gewichtssystems
  und  Gewandtheit  im  Reduzieren  und  Resolvieren  innerhalb
dieser  Gebiete.

IV.  Beschreibung  der  unter  a,  III,  1  u.  3  angegebenen  Flächen  und  Körper.

IV.  Erdkunde.

Den  Prüflingen  müssen  die  Grundbegriffe,  hauptsächlich  die  Einrichtung
  der  Landkarten,  bekannt  sein.  Sie  müssen  in  Mecklenburg  Bescheid
  wissen,  mit  Deutschland  einigermaßen  vertraut  sein  und  von  den
übrigen  Ländern  Europas  sowie  von  den  außercuropäischen  Erdteilen  und
Meeren  und  aus  der  Himmelskunde  das  Allerwichtigste  kennen.  Ihr
Wissen-muß  hauptsächlich  aus  der  Karte  geschöpft  sein.

V.  Geschichte.
Verlangt  wird  der  gesamte  Stoff  des  Domaniallehrplanes.

VI.  Naturkunde.

Verlangt  wird  der  gesamte  Stoff  des  Domaniallehrplanes  (auch  der
in  Klammern  aufgeführte  Stoff  muß  in  der  Art,  wie  §  2à  des  Lehrplanes
  angibt,  von  den  Prüflingen  verarbeitet  sein).  Das  naturkundliche
Wissen  muß  auf  Anschauung  beruhen.

VII.  Gesong.

Jeder  Prüfling  muß  die  gangbarsten  Kirchenmelodien  und  Volkslieder
  allein  sicher  und  wohllautend  singen  können.  Musikalisch  ganz  unfähige
  Prüflinge  können  nur  dann  in  die  Präparandenanstalt  aufgenommen
werden,  wenn  ihre  Leistungen  im  übrigen  durchschnittlich  mit  „gut“  zu
beurteilen  sind.

Neukloster,  im  Januar  1911.

Der  Seminardirektor.
Klaehn.