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Schanze auf Schanze von unseren tapferen Truppen erobert, bis heute
5 Uhr vormittags auch der Kostajnik, ein von den Serben für uneinnehm-
bar gehaltener wichtiger Stützpunkt, erstürmt wurde. Die Zahl der Ge-
fangenen und der erbeuteten Geschütze ist bisher nur annähernd bekannt.
Ein Erfolg in den Argonnen.
W.T. B. Großes Hauptquartier, 8. November, vormittags.
1 ¶ nere Angriffe bei Mres und westlich Lille wurden gestern fort-
gesetzt.
Am Westrand der Argonnen wurde eine wichtige Höhe bei Vienne
la Chateau, um die wochenlang gekämpft worden ist, genommen. Dabei
wurden zwei Geschütze und zwei Maschinengewehre erbeutet.
Sonst verlief der nebelige Tag auf dem westlichen Kriegsschau-
platz ruhig.
Vom Osten liegen keine neuen Nachrichten vor.
Oberste Heeresleitung.
Gefechte am Chatt-el-Arab.
Auf dem Chat-el-Arab fand, wie der „Deutschen Tageszeitung“ aus
Pera berichtet wird, ein Gefecht zwischen einem türkischen Monitor und
einem englischen Kanonenboot statt. Hierbei gerieten die englischen
Petrollager von Abadan in Brand. Das englische Kanonenboot floh
gleichfalls brennend. Der Monitor kehrte heil nach Basra zurück. Die
sonstige Lage ist unverändert. Die Türken feiern das Schwinden des
englischen Seeprestiges infolge des deutschen Seesieges bei Chile.
W.T. B. London, 8. November. Nach einer amtlichen Mitteilung
haben eine indische Truppenabteilung und eine Seebrigade Fao an der
Mündung des Chat-el-Arab im persischen Golf nach einstündigem Kampf
in Besitz genommen. Sie hatten keine Verwundeten.
Die Senussi in Aegypten.
W.T. B. Frankfurt a. M., 7. November. Der „Frankf. Ztg.“
wird aus Mailan d berichtet: Nach einer Meldung der „Stampa“ hat
der Scheik der Senussen seine Streitmacht aus der Kyrenaika zurück-
gezogen und nach Aegypten gegen die Engländer geschickt. Eine italienische
bteilung, die am 29. Oktober von Zaui Beda abging, gelangte bis
Mersa, ohne einen Feind zu treffen.
Der Kaiser beim Heere des Generals v. Kluck.
Vor einiger Zeit weilte der Kaiser bei der Armee des General-
obersten Kluck. Folgender Armeebefehl wurde hierauf für die 1. Armee
ausgegeben:
Seine Majestät der Kaiser und König hatten die Gnade, am
gestrigen Tage zum zweiten Male die 1. Armee mit Allerhöchstihrer
Anwesenheit zu beehren und sich in hohem Grade lobend über den
Zustand der Truppen und deren große Tüchtigkeit und hervorragende
Tapferkeit auszusprechen. Seine Majestät besuchten gestern eine Ge-
fechtsstellung und überzeugten sich Allerhöchst selbst von den Bauten der
ersten feuernden Batterie, der Anlage von Schützengräben und feind-