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jetzt nicht getraut. Bulgaren, heute, da es Zulgarien mit der Untersfützung der tapferen Truppen
unsjerer Verbündeten gelungen isk, den Angriff Serbiens gegen unsere Gebieie abzuweisen, das
lehtere niederzuschlagen und zu zerschmettern und die Eluheit des bulgarischen Zolkes zu ver-
wirelichen, heute, da Bulgarien der Herr beinahe aller Gebiete ist, auf welche es geschlchtliche
und völkische Rechte besitzt, hat diefer felbe Nachbar Kumänien unferem Verbündeten Oesterreich-
#ugarn den Krieg erklärt, und zwar wiederum unter dem Vorwand, daß der europäische Kricg
wichtige territoriale Beränderungen auf dem Balkan in sich berge, die seine Zukunft bedrohen würden.
Ohne irgendeine Krlegserklärung von Bulgarien haben die rumaämschen Truppen schon am
28. Augufk die bulgarischen Donaustädte Rusischuk, Swiskow ufw. beschossen.
Wegen dieser Herausforderung sellens Kumäniens befehle ich unserer tapferen Armee, den
Feind aus den Grenzen des Köntgreiches zu sfagen, den treubrüchigen Nachbar zu vernichten,
die um den Dreis so vseler Opfer verwirklichte Einhell des bulgarischen Zolkes zu sichern
und unsere Brüder In der Dobrudscha von der Krnechtschaft zu befreien. Wir werden Hand
in Hand mit den tapieren, siegreichen Truppen unlerer mächtigen Zerbündeten kämpfen. Jch
rufe die bulgarische Nation zu elner neuen, ruhmreichen Heldentat auf, durch die sie ihr gegen-
wärtiges Zefrekungsweik krönen wird. Möge der bulgarische Soldat weiter von Sieg zu Sieg
eilen. Zorwärts, Gott segne unsere Waffen!
gez. Ferdinand. (W. T. B.)
Eine provisorische revolutiondre Regierung in Saloniki.
Gens, 2. September. „Detit Harissen“ erfährt aus Salonikl, daß sich ber
Ausschuß für nationale Zerteidigung aus den Obersten Zombrakakis und Mazarakis
und einer Anzahl Militär= und Zivilpersonen zusammensetze. Eine provisorische
nationale Regierung sei ausgerufen worden. Gendarmerie, Kavallerie und Artillerie
seien Anhänger der Bewegung. Die Truppen seien vorbelmarschiert. Zahlreiche
Freiwillige hätten sich der Bewegung angeschlossen. (W. T. B.)
Deutsch-bulgarischer Einmarsch in die Dobrudscha.
Großes Hauptquartier, 3. September.
Westlicher Kriegsschauplatz. Die Artillerieschlacht im Somme-Gebiet hat
größte Heftigkeit angenommen. Zwischen Maurepas und Clery sfnd gesiern abend
siarke französssche Angriffe zusammengebrochen.
Zechts der Maas sind dem auf die Front Thiaumont — Bauk ausgedehnten
Vorvereitungsfeuer nur beiderseits der Straße Bauk— Souville feindliche Angriffe
gefolgt; sie sind abgewiesen.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Drinzen Leopold
von Bayern: Nördlich von Zborow setzten erneut starke russische Kräste zum Angriff
an. Die tapferen unter dem Befehl des Generals v. Eben sltehenden Truppen
haben sie, zum Teil im Basonettkampf, restlos zurückgeschlagen.
Front des Generals der Kavallerie Erzherzogs Carl. Oestlich und südöstlich von
Brzezany entspannen sich öctlich begrenzte Kämpfe. Feindliche Angriffe wurden
abgewiesen, das Gefecht ist an einzelnen Stellen noch im Gange.
In den Karpathen richteten sich die russischen IUnternehmungen gestern haupt-
sächlich gegen die Nagura und die Höhenstellungen südöstlich davon; sie hatten
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