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(südwestlich von Dünaburg) brachen unsere Truppen in die feindliche Stellung in einer
Breite von 3 km ein, machten 9 Offiziere, 2000 Mann zu Gefangenen und erbeuteten
8 Maschinengewehre. Nordwestlich und südwestlich von Oschmjana ist unser Angriff im
weiteren günstigen Fortschreiten. Der Gawia-Abschnitt ist beiderseits Subotniki überschritten.
Der rechte Flügel ist bis in die Gegend nördlich von Nowogrodek vorgekommen.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern: Der Molczadz-
abschnitt ist auch südöstlich des gleichnamigen Ortes überschritten. Russische Stellungen
auf dem westlichen Myschanka-Ufer beiderseits der Bahn Brest-Litowsk— Minsk wurden
erstürmt und dabei 1000 Gefangene gemacht, 5 Maschinengewehre erbeutet. Weiter
südlich wurde Ostrow nach Häuserkampf genommen.
Ueber den Oginskikanal bei Telechany vorgegangene Abteilungen warfen die Russen
in Richtung Dobroslawka zurück.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen: Oestlich von Logischin
fanden kleinere Kämpfe statt.
Süddöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues.
Oberste Heeresleitung. (W. T. B.)
Russische Stellung bei Nowaja-Mysz durchbrochen.
Wien, 22. September. Amtlich wird verlautbart:
Russischer Kriegsschauplatz. In Ostgalizien und Wolhynien ist die Lage
unverändert. An der Ikwa kam es in einigen Abschnitten zu heftigen Artillerie-
kämpfen. Vereinzelte Versuche der Russen, über den Fluß vorzudringen, scheiterten
im Feuer unserer Batterien.
Die in Litauen kämpfenden k. u. k. Streitkräfte haben gestern im Raume
Nowaja-Mysz eine russische Stellung durchbrochen, 900 Mann zu Gefangenen
gemacht und 3 Maschinengewehre erobert.
Italienischer Kriegsschauplatz. Gegenüber dem Nordabschnitte der Hoch-
fläche von Lafraun unterhielt die feindliche Infanterie heute durch mehrere Stunden
vor Tagesanbruch ein sehr heftiges Feuer, ohne jedoch vorwärts zu kommen. Im
Dolomitengebiete erhöhte die italienische Artillerie ihre Tätigkeit gegen den Monte
Piano und das Gebiet beiderseits dieses Berges. Die Gesamtlage ist unverändert.
Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der Save und unteren Drina Artillerie-
kämpfe und Geplänkel. Pozarevac und Vk. Gradiste wurden mit Bomben belegt.
Montenegrinische Artillerie beschoß Teodo.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes.
v. Hoefer, Feldmarschalleutnant.
„Hesperian“ nicht torpediert. (Die deutsche amtliche Bestätigung.)
Berlin, 22. September. Nach Auskunft im Admiralstabe der Marine steht
im Gegensatz zu der durch Reuter verbreiteten Aeußerung der englischen Admiralität
nunmehr fest, daß für den Angriff auf „Hesperian“ ein deutsches Unterseeboot nicht
in Frage kommt.
(W. T. B.)