in den Njemen) noch Widerstand entgegen. Bei Friedrichstadt schoß ein deutscher
Flieger ein russisches Flugzeug herunter.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern: Nördlich
von Korelitschi wehren sich die Russen hartnäckig; unsere Truppen stürmten die
Stadt Regniewitschi (nordöstlich von Nowogrodek) und schlugen mehrere starke Gegen-
angriffe ab. Oestlich und südöstlich von Baranowitschi ist unser Angriff auf dem
Westufer der Szczara im Vorschreiten. Es wurden einige hundert Gefangene gemacht.
Westlich Medwjeditschi und südlich bis Lipsk ist die Szczara erreicht.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen: Auf dem südöstlichen Krlegs-
schauplatz ist die Lage unverändert. Oberste Heeresleitung. (W. T. B.)
Russische Angriffe an der wolhynischen Front abgeschlagen.
Wien, 25. September. Amtlich wird verlautbart:
Russischer Kriegsschauplatz. Die Lage im Nordosten ist unverändert. In
Ostgalizien fiel nichts von Bedeutung vor. Gegen unsere wolhynische Front unter-
nahm der Feind wieder eine Reihe mitunter sehr heftiger Angriffe, die an einzelnen
Punkten bis in unsere Gräben führten, aber überall blutig abgewiesen wurden.
Die Russen erlitten große Verluste.
Die Zahl der an der Ikwalinie gestern und vorgestern eingebrachten Gefangenen
beträgt 20 Offiziere und etwa 4000 Mann. Die im Wald- und Sumpfgebiet
am unteren Styr vorgehende österreichisch-ungarische Reiterei entriß dem Feind
abermals einige zäh verteidigte Ortschaften.
In Litauen drangen unsere Truppen bis in die Gegend von Kraszyn vor.
Italienischer Kriegsschauplatz. An der Tiroler Westfront eröffnete unsere
Artillerie nun auch im Ortlergebiet das Feuer. Eine feindliche Abteilung, die im
Cedehtale vorgegangen war, flüchtete bis San Caterina; eine andere wurde aus
ihrer Stellung westlich der Königsspitze verjagt. Oestlich des oberen Daonetales
säuberten unsere Truppen die Cima Latola vom Gegner. An der Dolomitenfront
scheiterte ein Angriff auf unsere Stellung am Col dei Bosi, wobei die Alpini, die
sich zu dieser Unternehmung freiwillig gemeldet hatten, große Verluste erlitten. Im
Kärntner- und im küstenländischen Grenzgebiet hat sich nichts von Bedeutung ereignet.
Westlich von Ronchi fand ein italienischer Fesselballon durch Explosion sein Ende.
Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unsere Artillerie beschoß erfolgreich serbische
Trains im Raume von Belgrad und feindliche Infanterie auf der Höhe von Top-
schider. Im übrigen blieb auch im Südosten die Lage unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes.
v. Hoefer, Feldmarschalleutnant. (W. T. B.)
Versenkte englische Dampfer.
London, 25. September. Der britische Dampfer Urbino“ von der Wilson-
Linie, 6651 Bruttotonnen groß, ist versenkt worden; die Besatzung wurde gerettet.