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stets der kuhne junker jagto . hiesz ihnen streitbarkeit
U; 1, 6.1. — streiten, Zwist oder Kampf haben
und aussechten; im Niederdeutschen und Nordischen
Deuominativ zu streit und daher schwacher Fo#mn, altsächs.
stridian, altnord. stridla (altfries. stridn unsicher),
nur im abd. stritan, mhd. striten und zum Teil im
mud. striden starkes Verbum (wahrscheinlich als unursprüngliche
Bildung), dessen Formen sich bis jetzt
uneingeschränkt gehalten baben. Vom Austragen eines
Zwistes in Worten, durch Gründe u. a.: litigare kyfen,
stritcn, streiten, rirari striten mit worten Dief.; mit
einem, wider einen, sich mit jemand, mit einander,
gerichtlich, vor gericht streiten; streitende parteien,
gegner; der ceren halb mit eim streiten, contfendere
de lionore Maaler; daruber streite ich jetzt nicht
Ifssland Mann v. Wort 3,9; hat er nicht mit uns
über politik gestritten?! Hauff 2, 160; es lohnt mir
streiten — streitig.
nicht der muühe mit dir zu streiten Benedix zärtl.
Verw. 1, 7; mit worten läszt sich irefllich streiten
Goethe Faust 1; mit abhängigem Satze: er streitct
dasz er es gesagt habe; dieser jungling streitet mirs,
dusz uns Marsen der adler zugeböre Klopstock 8, 229;
mit Acc.: die möglichkeit .. Liszt sich nicht streiten
Rant 8, 529; das ist nicht zu streiten Schiller
an die Freunde; von einem Wettstreit: streitend mit
dem wiederhall sang der mann der nachtigall Gleim
3, 398; — besonders in älterer Spr. auch im kriegerischen
Sinne: bellare striten, streiten Dief.; gewäfent man
die (Brünhilde) vant, sam ob si wolde striten umbe
ellin kuneges lant Nib. 413; der meine hende leret
streiten und meine feusto kriegen Pf. 144, 1; David
. streit wider die Philister 1. Sam. 23, 5; neuer nur
dichterisch: liess Manchas helden kubn wmit klappermühlen
streiten Wieland Grazien 6; ich stritt aus
hasz der städte und nieht um euren dank Uhland
369; mit Acc.: der kampf den wir ritterlich streiten
Arndt 257; refl., mit Bezeichnung der Wirkung: nun
hatte sich jener im heiligen krieg zu ehren gestritten
durch mannigen sieg Goethe Hochzeitlied; — freier
gewendet, in mancherlei Fügungen: kür wahrbeit, freiheit,
recht streiten; swenne dir ubeler dinge ze mnotec
wirt . 85 strite eht da wider Br Berthold 1, 343;
enthaltet euch von fleischlichen lusten, welche wider
die scelen streiten 1. Petr. 2, 11; tansend und aber
tausend gestalten streiten sich um unsere aufmerksamkeit
Goethe 43, 263; theil an dem kampfe nehmen,
den ich gegen mich selbst streite W. Meister 1, 15; wie
die mutterliebe . mit dem sebrecklichen gedanken
stritt. dasz dieses kind nicht da sein sollte. bald stritten
diese gefuhle zusammen, bald war der abschen über
die licbe gewaltig d, 9; mit pflichten streiten pflichten
Schiller Wallenst. Tod 2,2; gegen widrige verhältnissc,
hunger, kalte streiten; das streitet wider alle
billigkeit; schristen, welche um den preis gestritten
haben Kants, 209; dasz sich um ihn her die freuden,
ihm zu dienen, streiten Göckingk 1, 122; im Part.
der Gegenwart: die streitende kirche; (daß ich) mit
mir eclbst .. in streitender verwirrung bin Goethe
Tasso 2, 1. — Streiter, m. der da streitct, mhd. striter;
in der Bed. cines Wafsenkämpfers: bellator striter,
streiter, nd. strider Dief.; übertragen: leide dich
als ein guter streiter Jhesu Christi 2. Tim. 2, 3. —
Streiterei, f. wiederholtes, längeres Streiten mit Worten,
Gestreite: es erhob sich eine str.: streitereico in der
lamilie, unter den parteien. — streitig, in Streit besangen,
ahd. stritag. mhd. stritec in der stärkeren Bed.
streitbar, rechthaberisch, eifrig, die auch nhd. noch bisweilen
erscheint: sie werden etreitig, widerbellig gegen
uuander Paracelfus 1, 70%; streitbar. streitig. streng
uad rauch am strrit Maaler; bairisch Nreitig noch
— angestrengt, unablässig Schmeller; sonst in dem
heute gewöhnlickhen Sinne: streitig, corkroberanz
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Stieler; von Personen: streitige parteien; zwei
streitige theile Kant 6, 16; uber dic eigentlichen ursuchen
dicser krankheit sind die arzneiverstündigen
unter cinander noch sehr streitig Rabener 2, 343;
von Dingen: die sache wird sireitig, res in qupesstionem
vocatur Stieler; dio gelegenheit cincr streitigen
wah! Ranke Werke 1, 24; die streitigen punkte
Bismarck Red. 2, 131; fragen. die jetzt zwischen uns
und England streitig sind 14, 196; einem etwas. den
rang (Möser Phant. 2, 84), die oberhoheit (Ranke
Werke 1, 80), uberlegenheit (Schiller 4, 130) streitig
muchen; dasz es (das Leben) mir irgend einer neide
oder streitig mache CF Meyer Jenatsch 173; vgl. auch
strittig. — Streitigkeit, . streitiger Zustand, dauernder
Streit, Streithandel, pugnacitas, oo
ceptatio, concertatio, dimicatio Stieler; alle streitigkeiten,
sowohl die häuslichen, als die nachbarlichen,
. zu stillen und zu sehlichten Goethe Wahlverw.
l, 2; gelehrte, theologische streitigkeiten.
Strenge, streug, fest und zusammenhaltend, scharf;
gemeingerm. Wort, goth. nicht bezeugt, meist auf den
sehnigen, nicht weichlichen Mann bezogen, altnord.
strangr. altengl. strang und strong, altfächs. strang,
abd. strangi. strengi, mhd. strenge mit der Nebensorm
strang, wohl in engster Beziehung zu dem Subst. strang
(s. d.). 1) zunächst von einem starken Kriegsbelden,
auch von Gott, Christus, die als solche gedacht werden:
the kuning (Christus) is gifödit, giboran bald endi
strang Heliand 599; dher rehtwisigo mannd waldendeo
strango Israhélö (sortis Israhel) Isidor 13, 22; ein
strenger knabe, der gerte tjoste Parz. 290, 6; in Bezug
auf körperliche Tüchtigkeit über das Mhd. hinans
gebraucht: ein eniklein des gar strengen streiter Caroli
N lartelli D. Städtechr. 3, 59; (Gott) hat nicbt lust an
rosses stürke, nicht an des strengen mannes beinen
Opi 8 Pfalm. 268 (nach Ps. 147, 10); fonst übertragen
auf Gesinnung und Stimmung, — scharf in Bezug
auf Pflicht und Recht, ohne Nachsicht: austerus. v#ldus,
rigoroszus, sebers. strenge, stringe, streng Dief.;
ein strenger könig Weish. Sal. 11, 11; ein weiser
regent ist strenge Sir. 10, 1; da riefen sic gott wider
an, das er jhn geb ein strengen man (als König)
EAlberus Esop5, 36; strenger richter, strenger herr,
vgl. auch gestrenge; strenge mit seinen kindern, untergebenen
sein; streng gegen sich; sich selbst streng
Klopstock 2, 66; dem eignen körper war er strenge
Schiller Wallenst. Lager 6; auf eigne febler streng
und gegen fremde billig d. junge Goethe 1,31; von
persönlich Gedachtem: das gesctz, das nur den Polen
kEnüdi#r. doch streng ist allen fremdlingen Schiller
Demetr. 1, 192; von Bethätigung und Anzeichen solcher
Gesinnung: din gerehtikeit gotes ist. strenge Myst.
2, 153; die strengste sceten unsers gottesdiensts Ap.
Gesch. 26, 5; Strenges urteil (Dan. 2, 15), gebot (6, 7),
verhot (C FMeyer d. Heil. 108), ANrenge maszrozeln,
aufsicht, verordnungen, verfassung (Ranke Päpste
I, 169), u. s. w.; streng herschen (Hes. 3., 4), befehlen,
anordnen, uber etwas halten, straten: Karl hielt die
dienstleute . streng zusammen Freytag Soll 2, 125;
die examina für die wachtmeister streng zu stellen
Bismarck Red. 1, 256; untersagte er aufs strongste
Heyse 6, 196; er sah streng darauf, dasz man ibm
unbedingt geborchte; einen strengen willen, otrenge
anschanung vom leben haben; strenge tugend Schiller
Karl. 2,7, mannszucht Wallenst. Lager 6; babe ieh mich
sogleich dem streogsten fleisz ergeben Goethe an
Schiller 1796; mit strengem angesichte Arndt d#;
des schicksals strenge hand Körner Toni 1, 12, u. s. w.;
auf passive Verhältnisse gewendet oder dahbin übergehend,
= genau: etwas s'reng belgen, streng unch
vorschrilt hundeln: streng leben. strenge dint halten;
die strengste Sparsamkeit Häusser d. Gesch. 3, 137:
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Streiligkeit — strenge.