zweiten Treffens waren bis in die Sturmausgangestellungen nachgerückt
oder hatten, wie die 5. Garde-J. D., schon in den Rampf eingegriffen.
Zahlreiche Arbeitskräfte setzten in emsiger Tätigkeit Straßen und Bahnen
in Ordnung, um den Divisionen mit dem Nachschub folgen zu können.
Der Weg für die Erweiterung des Durchbruchs war geöffnet. Der
Engländer hatte schwere blutige Verluste und große Einbuße an Gefangenen,
Geschützen und Material erlitten. Alles kam darauf an, den
schwer erschütterten Gegner nicht zur Ruhe kommen zu lassen.
Mit eiserner Energie wurde der Ungriff der 18. Armee auch während
der Nacht vom 21. zum 22. März und am folgenden Tage auf der
ganzen TLinie fortgeführt. Der Schwung und TCatendrang der Truppe
war so großartig, daß es des von mir am Abend des 21. März erlassenen
Heeresbefehls zur rücksichtslosen Verfolgung gar nicht bedurft hätte. Im
Angriffsstreifen zwischen Omignon-Bach und Somme leistete der Feind in
seiner 3. Stellung zähen Widerstand. Die Divisionen der Generale
v. Beczwarzoweky und Hrinz von Buchau rangen schwer um den
Solnon--Wald und die südlich anschließenden Stellungen, die des IX. A. R.
unter den Generalen v. Engelbrechten, v. Weise und v. SJaxthausen
drangen kämpfend weiter vor. Leichtere Arbeit sanden das XVII. A. R.
und IU. R. R. Die Divisionen Below, eipzig, Dänner, Teeßtzmann,
Wberhardt erreichten überall den Crozat-Kanal und nahmen die Übergänge
in die Sand. Jort Vendeuil wurde von Truppen des Generals
Kepper gestürmt. Um den beiden nördlichen Rorps das Vorwärtskommen
zu erleichtern, drehten Teile der 238. J. D. des Generals v. Below
und die 9. J. D. unter General Weber nach Vorden ein in Flanke und
Rücken des nördlich der Somme noch standhaltenden Gegners. Unter
dem hlerdurch bewirbten konzentrischen Druck brach sein Widerstand auch
dort zusammen. In der Klacht zum 23. März wurde die sogenannte
Saig-Stellung überrannt.
Die #rinnerung an diese Tage wird mir unvergeßlich sein. Jum
erstenmal nach über zwei Jahren ermüdender Abwehr in dem zerwühlten
Grabengewirr des westlichen Kriegeschauplatzes schlug die Befreiungsstunde,
rief der Befehl zum Angriff Deutschlands Söhne noch einmal
zum Endkampf ins freie Feld. Wie von elnem Alp befreit, war meine
brave Infanterie den Gräben entstiegen und durchschritt, seden Widerstand
in beispiellosem Schneid= vor sich niederwerfend, die feindliche Abwehr-304