586 Pãpstliche Einwirkung. „Lieber 10 Jahre Krieg, als auf Elsaß zu vernichten“.
könnten. Es wäre mir nicht erwünscht, in diesem Augenblick die Stimmung in England sich
gegen uns wenden zu seben, welche vermutlich durch das Bekanntwerden der neuesten
rufsischen Demarche eine gereiste werden kann:. Über diese letztere selbst empfeble ich mnächst
vollständige Surückhaltung in der Presse.
*1913. Telegramm an den Gesandten in Rom
Grafen von Arnim.
[Cigenhändiges Konzept.]
m 11. Aovember hatte Graf Arnim E# der Papst wolle, falls er sicher jel, daß
man in Verfoilles damit einverstanden sei, einen Drief an den. frangöflschen Spiskopat richten,
durch den der Klerus Gusgefordert werde, einem Widerstand zu entsagen, der immer gröheres
Unglück für Srankreich berbeiführe und die sojiale Zerrüttung zur Solge babe. Wie Arnim
ersahren batte, wünschte der Dapft auch durch den Klerus auf die Herstellung einer monarchischen
Negierung in Frankreich, am liebsten unter dem Grafen von Chambord — Heinrich V. — hin-
mwirken. Seinerseits te Arnim seinen Gewährsmann schon auf die Notwendigkeit auf-
merksam n Hemacht. den Brief Dapft Dius' IX. so mu halten, daß die Sranjosen darin nicht etwa
eine Mlhbilligung der deutschen Sriedensbedingungen erblichen könnten.
Versailles, den 12. Movember 1870.
Mir scheint es erwünscht ulnd) im beiderseitigen Interesse liegend, wenn der Papft die
Bischöfe abmahnt von Unterstützung der Politik Garibaldi's, unter dessen Inspirationen
allein Gambetta ulnd] Crémieux jetzt handeln Daß der Dapst unfre Friedensbedingungen
bekämpfe, balte ich unmöglich, denn Sleine] Hleiligkeit) würde damit Garibaldi's Politik
fördern. Heinrich V. wäre dem Könige so annehmbar wie Andrez, müßte sich aber mit
Orléans verständigen, um bei den Franzosen binreichend Aussicht zu gewinnen. Außer
Bourbons ulnd] Chaos hat Rückkehr Napoleons, für den noch heut größere Kopfjohl der
Besitzenden, die meiste Wahrscheinlichkeit. Wenn wir nicht geschlagen werden, führen wir
lieber 10 Jahre Krieg, als auf Elsaß m verzichten. Des Königs Bereitwilligkeit, dem
Papfte zu Diensten zu sein, wird Ledochowski#s gemeldet haben. Die Orientalische Frage
droht sich zu compliciren".
*1914. Telegramm an den Gesandten in München
Freiherrn von Werthern.
.[Kontept von der Hand des Vortragenden Rats Abeken.]
Am 11. Aovember waren die Serbondlungen mit Württemberg, Baden und Hessen über
die Vereinbarung einer neuen Aedaktion der ndeso rfaian onv soweit gedieben, daoß Dismarck
Eut *z*7 Könige die Vollmacht für den formellen Abschlu Auch die preußisch-württem-
e ilitärkonvention sollte an diesem Tage bereits gezeichnet werden, als König Karl
*r telegraphisch die den Bevollmächtigten erteilte Erlaubnis. gegebenenfalls auch obne
hern abjuschließen, widerrief und sie anwies, „ehe ohne die Vayern abgeschlossen werde“,
bei der „ ten rulsischen Demarche“ um die am 31. Cktober erfolgte Lossa
von a pet arseveliger v von 18656 bezüglich der Schiffahrt auf dem Schwarze rini’i
919.
1 r- dam ——# 1858.
l r4 daju Ar. 15338.