98 Zu FF. 766 u. 74 der RCPO.,
zu ſtellen und greift alſo hiefür von vornherein der
Anwalts8prozeß Plaz. (Seuffert, Commentar z.
RCPO. S. 36. Meyer, Anleitung z. Prozeß-
prazi8 nach der RCPO. S. 92. Pemlſel, Civil-
prozeß in Bayern S. 414.) Die in ZY. 16 der
Subhaſt. - Ord. erwähnten Erklärungen und Geſuche
ſind ausdrücklich al8 ſolche bezeichnet, welche bei der
Inſtanz des VollſtreFungsgerichts ſtehen bleiben, es
liegt alſo hierin überhaupt nur eine Anwendung der
allgemeinen Regel, daß für das Verfahren vor dem
VollſtreFungs8gerichte der Parteiprozeß gelte, und
fann hierin nichts Anderes liegen, weil die Landes-
geſeßgebung nicht vermochte, die grundlegenden Be-
ſtimmungen der Reichsgeſeßgebung über das prozeſ-
ſuale Verfahren zu vurc<brechen. Eine Ausdehnung
auf das Verfahren vor Gerichten höher Ordnung
iſt auch um de8willen ausgeſchloſſen, weil überall,
wo im Bereich des Anwaltsprozeſſes eine Prozeß-
handlung ohne Mitwirkung eines admittirten Rechts-
anwalts zu pflegen geſtattet iſt, dies eine ſinguläre
Ausnahme bildet, welche ſpeziell ſtatuirt ſein muß,
wie dies in 58. 44, 98, 109, 225, 351, 371,
448, 532, 800, 843 der Fall iſt. Dies findet noch
ſeine Beſtätigung in 8. 74 Abſ. 2, woſelbſt die Fälle,
in denen der Anwalt8zwang ceſſirt, beſtimmt umgränzt
ſind. (StruFXmann, RCPO,. S. 55.) S.
Ueberſicht
über die Rechtſprechung des bayeriſchen oberſten
Landesgerichtes in Gegenſtänden des Civilrechtes
und Civilprozeſſes
vom 17. bis 31. Ianuar 1880.
Mit einem Nachtrage vom 9. Januar.
Sachenrecht. S. Oblig.-Re<t zu 8. 56
des Hyp.-Geſ.
berichtigen ſein (Seuffert S. 773 Note 2), ohne
daß dadurc< an der concreten Frage ſic etwas än-
dert, da FF. 36 u. 37 hier jedenfalls von Einfluß
ſind. A. d. R.