Nechtsm. der Neviſion. 167
mündlichen Verhandlung von Amtswegen zu be-
ſtimmen und den Parteien bekannt zu machen. Leß-
tere Beſtimmung gilt auch für das Reichsgericht,
an welches das oberſte Landes8gericht, ſoferne es
ſich für unzuſtändig erflärt hat, die Prozeßakten
einſendet *). In dieſer Richtung kommt zu bemer-
fen, daß in Anwendung des nac< 6. 520 auch für
das Reviſionsgericht, alſo auch für das oberſte Lan-
desgericht maßgebenden 8. 506 der Gerichtsſchreiber
des leßteren binnen 24 Stunden, nachdem die Re-
viſion8ſchrift eingereicht iſt, von dem Gerichtsſchrei-
ber des Berufungsgerichts die Prozeßakten einzufor-
dern hat. E8 iſt dies um ſo nothwendiger, als
aus der Reviſionsſchrift allein, welche ſic) unbedenk-
lich auf die Anordnung des 8. 515 Ziff. 1 und 2
beſchränken kann, alſo ſich noch nicht über die eigent-
lichen Reviſionsanträge (8. 5416 Abſ. 2) zu ver-
breiten hat, das oberſte Landesgericht ſeine Zuſtän-
digkeit bezw. Inkompetenz nicht bemeſſen kann. Aus
obigem „endgültig“ folgt von ſelbſt, daß die Ent-
ſcheidung des oberſten Landes8gerichts über die Zu-
ſtändigkeit auch für das Relchsgeri<ht bindend iſt
(8. 7 Abſ. 3 1. e.).
*) Die Reviſtonsfriſt wird dur< Einreihung des Nec<ts-
mittels beim Nei<sgerichte ſelbſt niht in dem Falle
gewahrt, daß ſc<ließlich lehteres als zuſtändig erklärt
wird. Eine derartige NeviſionCeinlegung iſt unter
allen Umſtänden ungültig (ef. Stru>mann 1. ec.
S. 742 Note 2)
(Fortſehung folgt.)