986 Neuere oberſtrichterlihe Erkenntniſſe.
den erwähnten Veränderungen in- dieſen Hof. mittel-
bar. eindringt, und namentlich iſt im angegriffenen
Urtheil auch dargelegt, daß der Zuſtand .des dienen-
deni Grundſtü>s. in Folge der Umwandlung -des
inneren Stadelraumes in - einen Hof und deſſen ges
ringfügige. Erhöhung: in Anſehung der- Beſtimmung
jenes Grundſtü>s - zur Waſſeraufnahme-. überhaupt
kein ungünſtigerer . geworden ſei. aet
“- - Das fragliche Nechtsverhältniß iſt daher nicht
nach jenem Art, 34; ſondern. nach der fortdauernden
Wirkung - des urſprünglich begründeten .Traufrechts
zu beurtheilen. Urth. v. 7. Mai HVNr. 5494.:-:1+
Obligationenrec<ht. Haftung-für. die Koſten
eines Gewährſchaftsöſtreites in Folge un-
richtiger Angaben.: Es war ein Stier von :S:
an O., von dieſem: an F. und von dieſem an M.
verkauft. worden, und als. darauf dieſer Lekte- dem
F.- mitgetheilt "hatte, der Stier ſei mit der Lungen-
jucht. behaftet, fand ſich F. dadurc< veranlaßt; gegen
O.. und. dieſer gegen S,- zu: klagen. Bevor jedvch
die Sache zur Verhandlung kam, hatte M. neuer-
lich erflärt, der Stier leide nicht an der Lungenſucht.
Nun fragte es ſi< in Folge einer von F. gegen
M. erhobenen Klage, ob Lekterer verpflichtet ſei, dem
F-. die durch deſſen 'gegen O.. u. ſ. w. erhobene
Gewährſdjaftsklage entſtandenen Koſten zu erſeßen?
Der-'angegangene. Nichter verneinte dieſe Frage, weil
F-.> indem er-.auf die bloße -Mittheilung des. M.,
e8: ſel der Stier mit .der Lungenſucht behaftet, ſofort
gegen O. Gewährſchaftöklage erhoben, e8 an der er?
forderlichen eigenen Vor- und Umſicht habe fehlen
laſſen, und nicht behauptet habe, daß M. ſeine Mit-
theilung- wider beſſeres Wiſſen, ſomit doloſe gemacht
habe. Das Urtheil wurde jedoch. vernichtet, well .es
keine geſeßliche Beſtimmung gebe, welche den. F. ver-
pflichtet habe, auf die Mittheilung des M. ſich über
das: Vorhandenſein: des- Gewährſchaft8-Fehlers zu