1151.
mentlich sich sofort Braunschweigs bemächtigen.“)
92 1. Buch. 6. Kapitel.
Diese Zeit der Waffenruhe, welche Heinrich in Schwaben zugebracht
zu haben scheint,) benutzte Conrad III. nicht“bloß zur Erledigung
einiger wichtigen Reichsangelegenheiten, sondern namentlich
auch dazu, um gegen Heinrich energischere Maßregeln zu ergreifen.
Denn nachdem auf dem Regensburger Reichstage das gewünschte
Resultat wiederum nicht erlangt worden und daher der Kampf
nicht länger zu vermeiden war, so ging Conrad nun daran, den
wohl schon früher gehegten Plan in Ausführung zu bringen, den
Welfen nämlich dadurch zu stürzen, daß er ihn nicht in Baiern,
sondern in Sachsen, der eigentlichen Wurzel seiner Kraft, zu bekämpfen
dachte. Sein Caplan Heribert hatte im Geheimen ganz
Sachsen durchzogen und sich davon überzeugt, daß die Stimmung
der Großen dort keineswegs für den Herzog unbedingt günftig war.“
Mit diesen unzufriedenen Elementen wollte sich Conrad in Verbindung
setzen. Eine Zusammenkunft mit den sächsischen Großen zu
Cronach bei Bamberg sollte die noch wankenden auf des Königs
Seite ziehen oder ihre ganze Stellung in ein so zweideutiges Licht
setzen, daß auch Heinrich ihnen nicht trauen und sich mit ihnen nicht
mehr verbünden könnte.)
Wirklich war der Anhang, den Conrad sich auf diese Weise aus
den heimlichen Gegnern des Sachsenherzogs gewann, nicht gering:
an ihrer Spitze stand natürlich der alte Gegner der Welfen, Albrecht
der Bär.") Der Plan, den man zur Besiegung Heinrichs entwarf,
ging dahin, daß Baiern scharf bewacht werden sollte, so daß der
Herzog nicht über die Grenze könnte; während er so dort festgehalten
war, wollte man mit aller Macht gegen Sachsen vorgehen, na-Im
December
1151 ging man an die Ausführung: über Goslar begab sich Conrad
nach Sachsen, um mit den Fürsten vereint den Kampf zu beginnen.)
1 Mgl. Reg. u. 18.
2 Ep. Wind. 339: De quibus
omnibus licet capellamus vester Here--bertus,
qui nuper totam terram peragravit,
et universs subtiliter perquieivit,
vestram Dossit plenius submonere
pPradentiam.
31 ibid. et ai euius fdes claudicare
putatur, ita instaurabilis, ut,
si vobiscum in veritate non operatur,
tamen ab inimiois vestris ei postmodum
non facile oredatur.
4) Helm. I, 72: Audiens ergo Adalbertus
marchio et alii quam
blures principum ducem nostrum
minime prosperari et veluti inter hostes
conclusm
5) ib. miserunt ad regem, ut
qduantocyus cum erercitu veniret in
Sexoniam, obsessurus Brunswich et
oppressurus omicos eins.
6) ibi d. Posuit ergo rex custodiam
per omnem Sueriam, ne forte dux
elaberetur, ipse vero abüt Goslariam
accepturus Brunswich et omnie oastra
ducis.