Uummer 1
Die britischen Arbeiter wünschen nicht, daß
Mesopotamien, Palästina, Armenien und Arabien
wieder unter die Tyrannei der Türkei ge-„lungen.
Konstantinopel soll ein freier neutraliserter
Hafsen werden und die Dardanellen
unter gleiche neutrale Verwaltung gestellt werden.
ke Kolonien Afrikas sollen durch eine
inkernationale Behörde des Völkerbundes verwaltet
werden, der für die Wohlfahrt und Entwoscklung
des afrikanischen Kolonialstaates zu sorgen
und die Eifersucht der verschirdenen Staaten
aus der Welt zu schaffen hat. Das seien die
Mmdestbedingungen, unter denen Deutschland
Freden erhalten würde.
Nach leöhafter. Aussprache wurde die Denlschrift
in stimmung angenommen. Der
einen der Ausschuß der Arbeiterpartei und
der parlamentarische Ausschuß des Gewerkschaftskongresses
verfaßte hierauf ein Telegramm an
Huysmans, den Sekretär der Internationalen
sozialistischen Bureaus in Stockholm, in dem
sie ihn bitten die Entschließung der Nonferenz
dem Sowjet in Pekersburg mitzuteilen, ihm die
heftige Abneigung des Gewerlschaftskongresses
und der Arbeiterpartei gegen einen
Sonderfrieden zum Ausdruck zu bringen
und Braniing davon zu verständigen.
Die englischen Atbeuer haben sich sdmit so
ziemlich auf das Programm der englischen und
französischen Regierung gestellt. Es sind genau
die Kriegsziele, die Llond Georges und letzthin
Pichon als die Gründe bezeichneten, die zur Fortsetzung
des Krieges veranlaßten. Die Entschliebungen
der englischen Arbeiterlonferenz werden
auf den englischen Kriegswillen stärkend einwirken,
das dürfen wir uns nicht verheimlichen.
– —
De Lase in Rußland.
Der Bruchmit der Ukraine.
** Bern, 29. 12. Petersburger Meldungen
besagen, daß die ukrainische Fraktion des
Zentralausschusses der Sopvjets Petersburg
verla ssen hat, und so den end-Lültigen
Bruch mit den Volkskommissaren vollzogen.
Das Generalsekretariat der Ukraine hat
in Kiew eine ukrainische Telegraphenagentur
errichtet.
Frankreichs Arbeit in der Ulrainec.
Peeter burg= 29. 12. (PF.) Ein am
11. ds. Mts. abgefangenes Diffriertes Telegramm
an die franz. Militàrmission an
der rumänischen F. Fr ront enthielt eine Anweisuna
der franz. Regierung, in enge Bez- ehungen zur
Mkrainischen Rada zu treten und sie mit allen
ihr zur Verfügung stehenden Mitieln zu unterstützen,
nachdem die Rada sich für die Aufreckterhaltung
guter Ordnung und den Abschluß
eines Friedens mit der Zustimmung
der Allüerten ausgesprochen habe. Die Angebörigen
der franz. Militärmission handeln im engen
Zusammenarbeiten mit der Rada. Auch erhielten
die Franzosen die Weisung, mit allen
Mitteln die örtlichen politischen Vereinigungen
zu unterstützen, die die Kampfkraft an der rnmänischen
Front zu erhallen suchen.
Die Franzosen wollen durch das Zusammenarbeiten
mit den kürzlich geschaffenen örtlichen
Verwaltungen den Schein an der russ. Front
bis Februar-März wahren und den endhültigen
eschluß eines Wasfenstillstandes hinter-=treiben,
um im Frühjahr den deutschen Vorbereitungen
zu einem Frühjahrsfeldzug an
der Westfront zuvoräulommen,
Frühjahr die Lage für den Abschluß eines allgemeinen
Friedens günstiger sein würde. Nach
den Betechnungen der Franzosen werden die
Ukrainischen Truppen die rumänische Front und
die Gebiete am Don halten. Es wurde eine
Sondermission, bestehend aus einigen französischen
Offizieren dazu kommandiert, um mit
Zustimgung der kosalischen Militärregierung
die Belieferung der rumänischen Südfront mit
Kohle und Lebensmitteln zu gewährleisten und
besonders zur Verproviantierung der Kosalenquartiere
100 0O00 Pud Getreide zu liefern.
Die Nan osen versichern, daß die Wunänen
einem 8 nstillsiand eifrig zustimmen, was
von neuem beweise, daß im geheimen von den
Mliü#ierten und von den Rumänen Versuche
gemacht wurden, um Besprechungen über einen
Sonderfrieden mit Denischland herbeizuführen.
Was die Engländer angeht, so haben
ihre Ambulanzen und Sanitätsabteilungen
jetzt bestimmte Anweisungen aus London erhalten,
sich zurückzuziehen, und unsere Fronten
zu verlassen.
Dieses Telegramm Heweist nicht nur, daß die
Allilerten in nachdrücklichster Weise alle gegen
den Frieden und die Arbekiterre
kerung gerichteten Bestrebungen unterützten,
sondern auch, daß die Rada unter
Vorwand der Verteidigung der nationalen
Freiheit (die niemand irgendwie bedroht
hat), Hand in Hand geht mit den Engländern
und Franzosen, um die Interessen der reichen
Bauern und der bürgerlich'n bellektusslen vor
den Angriffen der armen Bal#ern und Arbelter
5 bewahren. Das Telegramm trägt dazu bei
Rada vor den ukrainischen Soldaten als
einen der Nankespinner gegen den Frieden bloß.
tellen. Hegen den uwerschämten Kingriff
Dleitzügen herausgeschossen.
da nachher im
Rosenlseimer Anzelgek
der franz. Generale werden die schärfsten Maßnahmen
ergriffen; die franz. Mission wird ersahren,
daß Rußland dnicht Afrika ist.
die —
W, Froßes Hauptquartier, den
30. 12. Anitlich. (Drahtbericht.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Im Oberubegen, südlich von der Scarpe, und
auf dem östlichen Magsufer war die Artillerietätigkeit
zeitweise gesteigert.
Kleinere Erkundungsgesechte an der englischen
Front und in den Argonnen.
Mazedonische Front.
Nordwestlich von Monastir und am Doiransee
lebte das Feuer vorübergehend auf.
talienischer Kriegsschauplatz.
Am Tomba-Rücken und im Piave-Abschnitt
beiderseits von Pederobba ent Hielten sich am
Nachmittag heftig- Artillerie= und Minenwerferlämpfe.
Lubendorsf.
Abendbericht.
HMHTB. Berlin, 30. 12., abends. Amtlich.
Zwischen Marcoing und La Vacquerie nahmen
unsere Truppen in örtlichem Vorfioß die
vordersten englischen Gräben und machten einige
hundert Gefangene.
Zagenbrr heftiger Feuerkampf am Monte
Tom
WTB. Wien, 29. 12. mittags. Amtlich wird
gemeldek:
Italienischer Kriegsschauplatz.
Ein durch starkes Artillerie-und Minenwerferfeuer
vorbereiteter feindlicher Angriff gegen
die Höhen östlich des Monte Tomba wurde abgewiesen.
Wie schon öfters.
tal in krimolano das
tillerie.
war auch gestern unser Spi-JZiel
der feindlichen Arb
Der Chef des Generalstabs.
Der Krieg zur see.
30000 Tonnen versenkt.
H# Berlin, 29. 12. (Amtlich.) Unsere U-Boote
im Mittelmeere haben wiederum neun
fast durchwegs bewassnete Dampfer von zusammen
über 30000 Br. Reg. To. versenkt.
Die Dampfer wurde: meist in schneidigem Ueberwassernachtangriff
aus stark gesicherten Ge-Alle
Schiffe waren
tief beladen. Ein Dampser.
solinöl geladen hatle, war i fort nach dem Treffer
in hohe Flammen gehülit. Ganz besonders
wurde der Transportverkehr im westlichen Mittelmeer
gesaßt.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Drei englische Zerstörer vernichtet.
London, 2). 12. (NReuter.) Die, Admira-Ität
teilt mit: In der Nacht vom 22. auf den
" ds. Mts. si vor der holländischen Küste
" | nebligem Wetter drei britische Zerstörer
auf Minen lausen oder torpediert
worden. Dabei sind 13 Offiziere und 100
Mann umgekommen.
(Damit wird die schon vor einigen Tagen gebrachte
Meldung von der Vernichtung der britischen
Zerstörer jetzt von amtlicher englischer
Seite bestäligt. D. Red.).
— —
die ümnse ia Ilallen.
Vergebliche Gegenangriffe
der Italiener.
An der italienischen Front versuchten die
Italiener wieder einmal zwischen Brenta und
Piave sich der bedrol'ichen. Umtlaimmerung
durch die Verkunoeten mittels BG enangriffen
gegen die Höhen östlich des Monte Tomba
zu erwehren. Hier drangen die Deutschen und
Oesterreich= Ungarn am weitesten vor. Von dem
langgestreten Tomba-Rücken aus seben ihre
Artilleriebeobachter bereits in die ital. Ebene.
Der Angriff, der Italiener blieb jedoch trotz des
starken vorbercitelen Feuers ergebnislos. Die
Verbündeten setzten sich mit Hilfe der croberten
italienischen Stellungen auf dem Tombg=Rücken
fest, daß weder die schweren Kaliber, die
von der Ebene herauf wirkten, noch die Gebirgsgeschütze,
die die Italiener 31 flanlierender
Wirkung auf den Monte Pallone schaffen,
ihre Stellungen erschüttern konnten. Als die
Italiener auß ihren Stützpunkten vorstürmten,
brachen sie reihenweise im Malchinengewehrfeuer
zusammen.
Die Ersolge unserer Seemachl
im Jahre 1917.
Den beiden ersten Jahren des Seciriegee
drücken die Gefechte bei Corpnel und den Falklandsinseln
sowie die Serlchactt vor dem Skaerrak
ihren Etempel auf. Bei ECoronel und den
Frs zeigte Graf Spce, wi e deutsche
ampfen und auf Aicrenn Posten
leute zu
bis zum letzten Alemzug aushaltend zu sterben «
wissen — in der Seeschlacht vor dem Skagerrak
zeigte dagegen der glüllichere Held, Scheer, daß
sie auch gegen eine mehr als dreifache Uebermacht
zu Hegen wissen. Ist Graf S. Spee, der ideale, von
Anfang an dem Untergang geweihte Held der
Flotte, berufen durch sein Vorbild etwa wie
Schill au wirken- so ist Scheer der deutiche Seebeld
des Erfolges, dessen Tat nicht nur wie die
des Grafen Spee die Herzen höher schlagen läßt,
sondern die einen Moristein in der Weltgeschichte
darstellt. Denn durch die Schlacht vor dem Slagerrak,
nach der sich die englische Flotte der deut.
d en nie wieder zum Kampf gestellt hat, ist der
Nimbus von der Unbesiegbarkeit der englischen
Flotte, die von Nelson in seinen weltgeschichtlichen
Schlachten b2i Abulir und Trafalgar begründet
wurde, in Stüce geschlagen. Das war
aber letzten Endes nicht nur eine Tat deutschen
Mannesmutes, sondern auch eine Tat deutschen
Wissens und Kömens. Gesiegt hat in der
Schlacht vor dem Slagerraĩ au chdas deutsche
Schiffsmaterial und mit ihm die, die es geschaffen
haben: der deutsche Universilätsprofessor
und die deutschen Hochschulen.
Ist England seit der Skagerralschlacht auch
n#ht mehr Herr der See, der es mehr als 100
Jahre unbestritten gewesen ist, so war, zumal
bei seiner „being flert“ Takiik. die die Flotte
nicht aufs Spiel setzt, um sie bio zum Kriegsende
ederz eil in die Wagschale werfen zu lönnen,
doch seine Macht nicht gebrochen. Und noch w
niger der englische Troh und das nglssche
Machtgefülll. Das zeigte so recht die hochmütig
herausfordernde Ablehnung des Todherzigen
deutschen Friedensangebotes vom 12. Dezember
1916. Von neuem beinndete sich- darin der Vernichtungowille
Englands gegen Deutschland, den
noch jeder ersahren hat, der es gewagt hat, Englands
Alleinherrschaft aus der See und auf wirtschaftlichem
Gebiet anzutasten.
So zwang England, letten Endes Deutschland
zum Heil, uns den Entscheidungskampf auf. Die
Aufgake, ihn zu führen, jiel der jüngsten deutschen
Wasse, dem Unterseeboot, zu, an deren
Ausbau und Vollendung in sichrer Erwartung
der kommenden Entwicklung seit Kriegsbeginn
zielbewußßt gearbeitet worden war. Die letzte
Höchstleistung deutschen technischen Könnens war
mit ihm deutschen Seeleuien zum Kampf für das
Vaterland in die Hand gegeben.
Die deutsche Antwort auf Englands Ablehnung
des deutschen Friedensangebotes war die
Erklärung des uneingesch räniten II-Beot-Krieges
am 1. Februar 1917, in dem nach langer sorgfältiger
Prüfung Admiralstab und Oberste Heeresleitung
das Mittel gefunden haben, um den
Feind, besonders England, einem Frieden geder
ossenbar Ga-1
mien.
neigt zu machen, wie wir ihn brauchen. Eine
Ricsenaufgabe war damit der deutschen U.Boot-Wasse
zugefallen. Es galt, die feindliche und die
im Dienst des Feindes fahrende neutrale Tonnage,
also, da die meisten Meutralen sich den
Zwangsmaßnahmen der Eniente defügt hatten,
den größten Teil der Welitonnage in kürzester
Zeit, ehe ein Ersatz durch Neubauten möglich
war, derart durch Versenkung zu vermindern,
daß die Frinde, besonders England, den Krieg
als aussichtslos erkemen mußten. Das Endergebnis
des ersten Jahres hat die am Enfang
gcbegten Erwartungen meit übertroffen. Das
erreichte durchschni: tliche Mratsergebnis von
850 000 Tonnen üb: Srichreitet den Voranschlag
des Admiralstabes s für die Anfangsmonate von
600 000 Tonnen um mehr als zwei Fünftel. Vom
1. Jannar bis 1. November sind, die nachträglichen
Meldungen von Schiffsversenlungen mit
eingerechnet. 8 088 000 Br.-R.-T. verlsentt. Rechnet
man für die Monate Novomer und Dezember
nur die Zahl des Voranschlages, so ergibt
l sich eine Jahresbeute von rund 9.3 Millionen
B.-R.-T., etwa ein Viertel der Welttomage,
o fast das Doppelte der 5,5 Mill. Tonnen
betragenden Tonnage der deutschen Handelsfloite
zu Beginn des Krieges.
* Das scharfe Zugreifen hat auf unsere Feinde
durchaus die erwartete Wirkung gehabt. Schiffsfrachten
und Versicherungsprämien stiegen auf
dem Frachtenmarkt der Welt zu so schwindelnder
Höhe, daß Niesensummen aus englischer Tasche
in die Taschen der neutralen Reeder flossen und
daß die englische Regierung, um der Ausbeutung
des Landes durch die englischen Reeder vorzubeugen,
sich genötigt sah, den englischen Schiffsverkehr
zum größten Teil in ihre Hand zu neh-Weiter
bewirkte der U-Boot-Krieg eine
starke Verteuerung und sogar teilweise Mangel
aller überseeischen Zufuhren, die zur Stilllegung
zahlreicher Industrien und zu steigenden
Ernährungsschwierigkeiten besonders in England
geführt hat.
- (Schluß folgt.)
Hof- und Persougluachrschlen.
München, 30. Dezbr.
Eintragung in die Adelsmatrikel.
In die Adelsmatrilel wurde eingetragen am 20.
Dezember 1917 der Oberleutnant der Neferve
und Kompagnieführer in einem Reserve-Inf.=Regiment
Karl Ritter von Abt für seine Person
als Ritter des K. Militär-Mar- Joseph-Ordens
bei der Sütterklasse-
– — — — —
Diensfatz, r. Jäntnde r##
NMünchener Neuigkeiten.
#llünchen, 30. Dezbr.
Ein Verbrecken? Halb erstarrt und bewußtlos
wurde in einem Hausgang an der Maillingerstraße
nach Aufschließen der Hausto
einem Metzgerkarren liegend die 11 e
alte Ingenieurstochter Ceiger aufgefunden. Das
Mädchen wurde in das Krankenhaus eingeliefert.
Ob ein Verbrechen oder Unfall vorliegt,
ist noch nicht ausgellärt.
Mordversuch. Am Sonntag, abends
nach 6 Uhr, wurde auf der Straße zwischen Feldtirchen
nach Riem eine 25 Jahre alte Frau, namens
Vinder, von ihrem Ehemann, ohne vorherigem
Streit überfallen und durch zahlreiche Messerstiche
schwer verletzt. Der Täter floh. Einzelheiten
fehlen noch.
Selbstmord.
In ihrer Wohnung an der
Windenmacherstraße hat sich am Sonntag abend
eine 46 Jahre alte Delitateßgeschäftsinhaberin
aus Schwermut mit Leuchtgas vergiftet.
Tagesbefehl des Rönigs.
Zum vierten Male entbiete Ich in h "0t
Kriegszeit Meinem heldenhaften Heere ar
Schwelle eines neuen Jahres Meine und der
Königin Glück= und Segenswünsche!
Mehr als ein Jahr ist verflossen, seitdem
im Gefsühle ihrer überlegenen Kraft die
verbündeten Mächte die Hand zum Frieden boten:
als zerschmetternde Faust traf die zurückgestoßene
Hand im Osten, im Westen und im
Süden unsere Feinde.
Dankerfüllten Herzens gedenle Ich Meiner
tapseren Bayern, die an den glänzenden Erfolhen
des Jahres 1917 ruhmreichen Anteil genommen,
die in zäher, entsagungsvoller Abwehr
wie im unwiderstehlichen Angriff ihre
Treue und Tüchtigleit bewährt haben. Aber
auch all den Kämpfern und Helfern hinter der
Front und in der Heimat, den Frauen und
Kindern, die ihre Kraft freudig in den Dienst
der Vaterlandes gestellt, haben, gebührt Mein
Dank. In tiefer Wehmut trauere Ich um die
Besten Meines Vo lees, die Leben und Gesundbeit
dem Vaterlande geopfert haben.
Wenn auch die Frucht zu reifen, wenn im
Osten die Morgenröte eines gerechten Friedens
zu tagen beginnt, — noch sind wir nicht am Ende.
Ein harter, ciniger Wille und das Bewußtsein
unserer gerechten Sache wird uns mit Gottes
Hilfe auch fernerhbin die Kraft geben, zu
opfern, zu kämpfen und zu siegen, bis wir den
Frieden, den wir brauchen, uns erzwungen haben.
Meine innigsten Wünsche begleiten Meine
tapfere Armee und Mein treues, ltandhaftes
Volk in das neue und — Gott geb= es! —
letzte Kriegsjahr!
München, 29. Dezember 1917.
Ludwig.
von Hellingrath.
Ba#cische Rochrigien.
An Tollwut gestorben ist in Burgau
die 60 Jahre alte Oekonomensgattin Genovefa
Lipp. Sie ist das zweite Opfer der hier ausge
brochenen Tollwut.
1
Etenziandc.
Salzburg, 29. 12. Unfal. Am Sonntag
nachmittag vergnügten sich die beiden Vollsschüler
der 3. Klasse Josef Schatzberger und Johaun
Tonner auf einem Teich nächst dem Schernbrandtnergut
in Itling mit Scklittschuhlaufen.
Sie wagten sich dabei auch auf eine Stelle,
an der Eis geschnitten worden war. Beide hrachen
auf dem dünnen Neueis ein und ertrann.
Bayerisches Oberland.
Vomm Chiemsec, 30. 12. Einbruch. In der
Helligen Nacht und am Weihnachtsmorgen wurde
im Landgut des Benediktinerinnenklosters
Frauenwörth zu Mitterndorf bei Gstadt eingebrochen.
Wachtmeister Schmid von Breitbrunn
holte mit mehreren zur Hiifeleistung erschienenen
Männern aus dem Heuschober zwei junge Burschen
heraßts, die dort auch ihren Raub versteckt
hatten.
Urannenburg, 29. Dez. Weihnachtsfeier
im Erholungsheim des Bayer.
Postperbandes. In dem hernich gelegenen
Erholungsheim des Bayer. Postverbandes
in Brannenburg fand am Sonntag, den 23. ds.
Mts., abends, eine Weihnachtsbescherung für die
dort Furzeit befindlicken Verwundeten u. Kranken
statt. Durch zahlreiche Zuwendungen der
Frauen der Mitglieder des Bayer. Postverba
des sowie der Einwohner des prächtigen Aclewar
es möglich, einem jeden der Krieger reiche
Gaben zu spenden, welcke mit sichtlichem r
gefallen uad m mn
nommen wurden. Ver ne von Brannen-
bunger jungen Domen vor etragene Dich-.
tungen und nssal E Frtungen trugen
wesentlich zur Erhöhung der Festftimmug
7