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usnahme welsche Haussprache haben und auch sonst das
Französische mit allen Mitteln pflegen.“)
n Wirklichkeit wird durch den Aberglauben
an den unersetzlichen Bildungswert der welschen
Sprache jede wahre Bildung gehemmt, wenn
nicht unmöglich gemacht. Anstatt neue Begriffe
lernt man neue Namen für bekannte Begriffe, anstatt.
Sachkenntnisse bekommt man Wortkenntnisse, leeren Schall.
Und nun die Suggestion, daß dies die höchste menschliche
Bildung sei! Ich wüßte keinen besseren Ausdruck dafür als:
iungeschwindel- Kein anderes Wissen läßt sich so in unsozialer
Weise zur Schau tragen. Wer etwa als Fremder in
die Wohnung tritt und das Journal d’'Alsace-Lorraine oder
ein anderes welsches Blatt auf dem Tisch liegen sieht, der kann
nicht mehr daran zweifeln, daß er in ein vornehmes Haus
LBerreten ist, in dem etwas auf Bildung gehalten wird.
ieviel der Bildungsprotze von seiner Zeitung versteht, wird
ja niemand so schnell nachprüfen. So erklärte ich mir neulich
bei einem zufälligen Gang über den Straßburger Gemüsemarkt
die Tatsache, daß dort als Packpapier keine Zeitung soviel
verwendet war, wie das Journal d'Alsace-Lorraine. Hier fand
es wenigstens eine ehrliche Verwendung, vorausgesetzt, daß
nicht auch hier eine Berechnung vorlag, etwa zur Empfehlung
„besserer“ Ware oder von Ware aus „besseren“ Häusern.
Und wie hat erst eine junge Dame mit dieser Bildung ein
unfehlbares Anziehungsmittel zur Verfügung! Kein anderes
Wissen liegt so auf der Oberfläche. Mit dem bloßen Auftun
ihres welsch dressierten Mundes kann sie ihre ganze überlegene
Bildung an den Mann bringen! Der Juhalt ihrer Worte kann
noch so gewöhnlich, ihre Gedanken noch so dumm sein, das ist
Nebensache: die Hauptsache ist das tadellose pariser sprachliche
Gewand, in das sie dieselben zu hüllen versteht, und um das sie
von jeder Geschlechtsgenossim nicht wenig beneidet wird. Es
hat daher seinen guten Grund, wenn Justizrat Dr. Ruland
In ihnen wird die elsässische weiblich. Jugend umer den
Augen der Regierung völlig welsch erzogen, d. h. in der Suggestion,
daß allein französische Umgangssprache eines gebildeten Menschen
würdig sei. Der deutsche Staat dürste, wenn er recht beraten wäre.
unter keinen Umständen Pensionate mit welscher, oder wenigstens
ausschließlich welscher Haussprache dulden. Sie sind lauter Brutstätten
weiterer Verseuchumg emseres elsässischen Volkstums init
melschen Bazillen. Schon die unteren Klassen dieser Anstalten sind
auf Kinder eingerichtet, die zu Hause französisch sprechen, so daß
Kinder aus deutsch gesinnten“ Häusem von dorn herein im Nachteil
find. Sollte nicht wenigstens da die Regierung Wandel schaffen
können durch Ausschub des sonesson Unterrichtes, der, wie vielfach
das Englische. Wahlfach sein müßte