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ounter der Voraussetzung der Nützlichkeit eines Gegenstandes, ist
lediglich die Arbeit die Quelle seines Werthes.“ Da nun alle
Waaren nur dann gekauft werden, wenn sie nützlich sind, ihre Nützlichkeit,
ihr Gebrauchswerth, also überhaupt schon selbstverständliche
Voraussetzung für die Verkaufs= oder Tauschfähigkeit jeder Waare
ist, so kann man, folgert Marx, die Nützlichkeit, den Gebrauchswerth,
auch ganz aus der Werthbestimmung der Waaren ausscheiden.
Man könnte mit demselben Rechte, ja mit noch besserem, den
Arbeitslohn, die „geronnene“ Arbeitskraft, aus der Werthberechnung
der Waaren ausscheiden! Denn da Marx in der Hauptsache nur
die physische (natürliche) Handarbeit bei seiner Schätzung der
„Arbeitskraft" im Ange hat, und die Vergütung dieser Arbeitskraft
in Form des Tagelohnes sich vollzieht, der Tagelohn aber, in der
gesammten gesellschaftlichen Erzeugung von Waaren, ein ziemlich
feststehender Zähler und in jeder Waare vorhanden ist, so könnte
man diesen bei der Werthbestimmung der Waaren immer noch eher
weglassen, als die Schätzung des Gebrauchswerthes. Denn dieser
ist — wie schon oben gezeigt wurde — nichts weniger als feststehend.
Vielmehr unterliegt das Maß der Nützlichkeit, also die
Höhe des Gebrauchswerthes einer Waare, den größten Schwankungen.
Denn nicht blos die unberechenbare Laune der Mode,
auch neue Erfindungen, ungewöhnliche Zeit= und Naturereignisse u. s. w.
beeinflußen auf's stärkste und oft ganz plötzlich die Wünsche, die
Dringlichkeit, die Begierde nach dem Besitz einer Waare, und damit
deren Gebrauchswerth.
Die Jünger von Marx haben sich nun freilich dieser alltäglichen
Wahrnehmung nicht verschließen können, und suchen die Richtigkeit
der Ausführung ihres Herrn und Meisters durch die Behauptung
zu retten: Marx habe auch hier nicht den einzelnen Waarenaustausch,
sondern die Erzeugung und den Umlauf der Waaren im
Großen und Ganzen, in der gesammten heutigen Gesellschaft, im Auge
gehabt. Von diesen höheren Standpunkt aus könne er absehen von
den allgemein oder im Zeitenlaufe sich doch wieder ausgleichenden
Einwirkungen von Angebot und Nachfrage im Einzelfalle; er brauche
nur das Gesetz anzugeben, nach welchem sich die Höhe des Tauschwerthes
regelmäßig bestimmen lasse. Diejenigen, welche Marx so
auslegen, verstehen ihn vollkommen richtig — sie verstehen dagegen.
nicht die täglich hervortretenden Eigenthümlichkeiten des heutigen
„kapitalistischen"“ Waarenerzeugungstriebes und Güteraustausches.
Denn gerade das, was Marx als die verschwindende, angeblich sich
selbst ausgleichende Ausnahme übergeht, bildet die beherrschende
Regel des modernen Verkehrs: auch bei beliebig vermehrbaren
Waaren wechselt die Absatzfähigkeit, der Gebrauchswerth, fortwährend,
ohne alle wesentliche Rücksicht auf die Zeit oder Menge der