wicklung der Dinge aus nächster, bester Stelle stündlich
mitangesehen und studiert.
Nach meinem Eindruck ist es eine ganze Reihe von
Umständen, deren unglückseliges Zusammenfließen die
Enktwicklung der Ereignisse zu ihrem heillosen Abschlusse
geführk hat. Neben der zweifellosen Unzulänglichkeik
und dem aus ihr sich ergebenden moralischen
und phosuschen Riederbruch des Generals von
Moltke die unglückliche und rasch entmuligte Führung
bei A.O. K. 2 durch General von Bülow — und die
geradezu unselige Tätigkeit eines Generalstabsoffiziers
der O. H. L., der von einer ihm unwerständlicherweise
nur mündlich erkeilken Direklive für besondere Fälle
unker dem Druck der Verankworkung und seines perfönlichen
Pessimismus als von einer unbeschränkken Vollmacht
Gebrauch machte und die beiden siegreich kämpfenden
Flügelarmeen vor der Enkscheidung zum Rückzug
veranlaßte.
Stets wenn ich dieser Zeik der sinnlosen und unbegreiflichen
Hingabe von errungenen Erfolgen gedenke, wenn
mir das ganze Grauen dieser Kopflosigkeit wieder vor
Augen krikt, schiebk sich damit auch die kragische Gestalk
des Mannes in mein Gesichk, der damals führen sollte
— und kein Führer war, und der, als die schwellenden
Ereignisse das überkommene Schemoa sprengken, zusammenbrach:
die Gestalt des Generalstabschefs Generaloberst
von Molkbe.
Ich habe den General gut gekannk, ich habe ihn als
Menschen anfrichkig verehrk, und ich empfinde kief die
Tragik seines Geschickes, das mir in seiner rein menschlichen
Linie mit dem Geschicke des unglücklichen Oster-191