Es erhob sich die Frage, ob diese in den durch die Aisne — Tlhampagne-Schlacht
veränderten Stellungen der 7. und I. Armee mit Aussicht auf
Erfolg geschlagen werden konnten. Die neugewonnenen Erfahrungen
waren zu verwerten, auch die weitere Ausgestaltung zweier Angriffsmittel,
des Gases und der Tanks, mußte berücksichtigt werden.
Die Rampfstellungen der 7. und I. Armee beim Abschluß der Schlacht
entsprachen nicht mehr den Bedingungen, die künftig für eine erfolgreiche
Abwehr unerläßlich schienen. DOerteidiger und Angrelfer lagen sich meist
auf Zandgranatenentfernung gegenüber. Die Südfront der 7. Armee
war bis zum SZöhenrand des Themin des Dames zurückgedrückt, die
unumgänglich notwendige Tiefe verloren gegangen. Bei der I. Armee
hatte der Gegner die Söhen von Moronvillers in der Zand. Unsere
vorderen Stellungen lagen schutzlos vor ihnen. Außerdem boten die JSöhen
beherrschende Beobachtung weit in das Zintergelände der I. und 3. Armee.
indringlicher noch als frühere Materialschlachten hatte die Aiene —
Lhampagne-Schlacht die Bedeutung einer Verteidlgung in tiefer Gliederung
erbennen lassen.
Je zermalmender das Artillerte= und Minenfeuer, je sorgfältiger vorbereitet
der erste feindliche Sturmanlauf sich gegen den in den vordersten
Kinien gesuchten Vertetdiger richtete, desto mehr mußte dieser darauf
sinnen, den Zauptwiderstand aus der am meisten gefährdeten Zone hinauszuverlegen.
Gegenwehr bis zum äußersten war erst da zu leisten, wo
angenommen werden durfte, daß der Gegner durch den langen Anlauf
bereits geschwächt und durcheinandergekommen anlangte. In der Söhe
des ZSauptwiderstandes war der Gegner anzugreifen. Alles kam bei dieser
Derteidlgung darauf an, daß die Zone für den entscheidenden Widerstand
nach Gelände und Ausbau ausgesucht, und die „Sauptwiderstandslinie“
Führung und Truppe einwandfrei bebannt war.
Eine Verbesserung der Rampfzone bet der 7. und I. Armee war
somit unabweisbar. Sie konnte nach vorwärts durch Angriff gesucht oder
aber die notwendige Tiefe durch Zurückverlegen des ZSauptwiderstandes
gewonnen werden.
Die angriffsweise Lösung war eine Frage der Rräfte und Munition.
Das Jzurückverlegen des Zauptwiderstandes mußte dem Gegner früher
oder später Gelände preisgeben, um das er bisher vergeblich gerungen
hatte. Gerade auf der Südfront der 7. Armee schob es ihm in der Hreis-280