Full text: Hammer oder Amboß. Dritte Reihe der Kriegsaufsätze. (3)

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gegliederten, alles irgend Erreichbare in seinen Dienst ein— 
beziehenden Neides und Hasses, dessen entschlossener Wille 
es ist, auf der ganzen Weltoberfläche (außerhalb der eng 
gezogenen Reichsgrenzen) alles Deutsche zu zerstören und 
auszurotten, und zwar so gründlich, daß an ein Wieder- 
aufkommen nie mehr soll gedacht werden können. And die 
Engländer verfolgen bekanntlich hartnäckig, was sie sich 
einmal vorgenommen. Schon vor dem Kriege hatte diese 
Bewegung begonnen, und ebenso wie die Bibliotheken 
ihre Schätze nicht mehr nach Deutschland liehen, ebenso 
wurden deutsche Geschäftsleute überall drangsaliert und 
beeinträchtigt, wo England oder Frankreich Einfluß besitzen 
— im Gegensatz zu der deutschen Art, jeden Ausländer 
zu bevorzugen, zu beschützen, zu fördern; den eigentlichen 
Boden zu dieser Hyänenarbeit hat aber erst der Krieg ge- 
schaffen; jetzt bedarf's keiner Vorsicht und Rücksicht mehr; 
und überblickt man — dank jenen „Kriegswirtschaftlichen 
Nachrichten“ — die Ameisentätigkeit, die in England vom 
Handelsminister und Board of Trade an bis in die letz- 
ten Verzweigungen des überseeischen Beamtentums am 
Werke ist, sieht man, wie Handelskammern, Börsen, neu 
gegründete Vereine, Zeitungen, alle sich die Hand reichen, 
bis ein engmaschiges Netz die ganze Welt umgibt — alles 
dem einen Wort gehorchend: Tod den Deutschen! so er- 
hält man den Eindruck — und es ist ein richtiger Ein- 
druck —, daß den Engländern die Waffentaten Neben- 
sache sind, wichtige Nebensache, aber immerhin Neben- 
sache; die Hauptsache — auch für die Regierung, ja, na- 
mentlich für die Regierung — ist die gründliche Vernich- 
tung des deutschen Wohlstandes und seiner Grundlage, 
nämlich des deutschen AUnternehmungsgeistes. Der Lügen-