Der Helm. 89
brauchten großen über den Kopf zu stürzenden Helme: der
Stechhelm, dessen man sich beim sogenannten Gestech, und
der Spangenhelm, dessen man sich beim Turniere mit
Schwertern und Kolben bediente (Abb. 183 bis 185).
Als wappenmäßige oder heraldische Helme sind daher
eigentlich nur drei Helme zu bezeichnen: der Topf= und
Kübelhelm des 13. und 14. Jahrhunderts, der Stechhelm
und der Spangenhelm, Kolbenturnier= oder kurzweg
Turnierhelm genannt.
Die Helme mit Visier sowie
die römischen, offenen sind unheraldisch.
Der Kübelhelm besteht aus
zwei, später vier zusammen-*5))
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Abb. 181. Abb. 182.
genieteten Platten und einer Schlußplatte oben. Die ältere
Form ist klein, oben flach (Abb. 181), bloß den Kopf umschließend,
die spätere groß, bis auf die Schultern reichend,
oben gewölbt (Abb. 182). Die Offnung für die Augen besteht
entweder aus zwei Schlitzen, die bisweilen mit Messing
eingefaßt sind, oder aus einem offenen Spalt (Sehschnitt)
zwischen dem Ober= und Unterteil (Kappe und Kübel),
häufig in der Mitte mit einer Spange übernietet, auch
mit Messing eingefaßt. An der Seite befinden sich einige
kleine Löcher, um Luft einzulassen, und ein kreuzförmiger
Einschnitt, der zur Befestigung des Helmes an den Ringpanzer
diente.