Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

ine

chener  Garnison  stehe,  forderte  das  Ministerium
auf,  um  eine  antirevolutionäre  Propaganda  unmmöglich
  Zu  machen,  sofort  den  Termin  der  Nationalversammlung
  für  den  Volksstaat
Vanern  bekannt  zu  machen.  Ministerpräsidene
  Eisner  versicherte,  daß  in  den  nächken
  Tagen  bereits  der  Termin  für
die  Rationalversammlung  dem  Volk
betaunt  gegeben  werde.  Auch  die  Miisse:
  Auer  und  Roßhaupter  sprachen  im  gleiere:
  Sinn.  Darauf  begab  sich  der  Ministerpräsidem
  vor  das  Ministerium  auf  die  Straße  und
wiederholle  dort  vor  den  Pirmieren  und  der
igesammelten  Bevölkerung  seine  Zusicherung.

Wie  die  Staatszeitung  dazu  noch  berichtet,
Wurde  von  den  Pionieren  dabei  mit  besonderem
(M  Len  sestnestellt,  daß  die  republikanische
  Sicherheitswache  versuchte,  sich  um
den  N  Kintilerpräsidenten  als  Schutzgarde  zu
haren  und  daß  von  einer  übernervösen  Persönlunleit
  Aniomobile  mit  Maschinengewehren  gedie
  vor  dem  Ministerium  versammelten
Die  Pioniere

   

anfgefahren  wurden.
enie:  #  durch.  daß  die  Sicherheitswache  und
die  Maninengewehr-Antomobile  wieder  ablen.
  Auch  wurde  dem  Ministerium  zum  Ausgebracht,
  daß  der  Vorsitzende  des
oldatenrates  Sauber  keineswegs  das
Saduen  der  gesamten  Münchener  Garnisot#.
geniese.  In  Gemeinschaft  mit  der  Mannschaft
ingen  mit  dem  Zuge  eine  Reihe  von  Offizieten.
  Wahrend  der  Demonstration  kam  auch
dis  2.  IJufanterie-Regiment  mit  klingendem
oiel  zum  Promenodeplatz  gezogen,  um  sich  der
Rundgebung  der  Pioniere  anzuschließen.

—

Ddas  neue  Bahern

Die  Trennung  von  Staat  und  Kirche.

ioiere

 

 

u
druck

—

Munchen,  1.  Dez.  Nach  der  „Münchener
iung  seint  in  Bayern  die  Tremung  von
a  m..  Kirerü  nach  Einberufung
“—  "in  Hälversa  mmilu.  à  also  auf
.I-(  nm  1gc.znct7019c1x.Ebckdütfte
ir  ut  h-bung  der  geistlichen  Schulaussicht

1v  Lilnb#yerischer

  Vürgerblock.
me  .  .  Dez.  Eine  Aussprache  von
Nder  Verelnigung  von  Handel,  In—
d  Cewerbe  Bayer  is,  des  Bürgerratsur
  “  des  allgemeinen  Gewerbevereins
1918  ergab  den  Zusammen.
er0  Ornganisatioi.
  dung  eines  bayerischen  Bürger
  blo  r  mit  der  Aufgabe,  einen  der  wirt-Krrlichen
  un)  politischen  Bedeutung  des  ge-.
  lade  ischen  Bürgerkums  entsprechenden
Fl#ur  nert  al  in  das  Parlament  entsenden
iersrder  Rir  üchtung  und  ohne  Rücksicht  auf
.  die  Interessen  des  Getgcrtliums
  nachdrücklichst  zu  vertreten.

   
 
 
 
  

  

Verkehrspersonals.

5  :#  rische  Vertehrem  inister  Frauendorser
Er.a  hinausgegeben,  der  die  Errichzser
  Veri  ehreverwalkung  beigeorddes
  Vertehrspersonals

er  Rat  des

 

1(nrDsr
v.  15
Garzen  Vereich  der  Verwa.lung  mit  so-.
  ·.L  r.-"....1.«.1  a.oknctUcb-  die  Ein-#:#.
  Tatige.i  dieses  Nales  wird  u.  a.
.  Verlhreertrallung  in  verpslichtet,  in
½  Zun,  saßlicher  Art  auf  sozialem,
*  und  rechtilichem  Gebietc,  soweit
Perional  ber  ihrt  wird,  nur  ge-.-:
  :!:.I  dem  Rate  vorzugehen.  Die
u#  leitenden  Stellen  der  Verwallung  dürnur
  im  Einvernehmen  mit  dem
befeczt  werden.
#  Miiglieder  des  Rates  werden  von  der
"'nelaft  der  Skandesorganisationen  des
arronais  bestimmt.  Keiner  Organi-«
  uqharlqcLscomkeund  Arbeiter  konnen
wich  ##  Mitbenimmungsrecht  durch  Anschluß
un  eille  Organisation  sichern.

 

  
   

cihi

Anrrv  2

 
  
 

   

Cru#  ie#tich  soll  jeder  Standesver:  ein  für
ie  Mitglieder  einen  Vertreter  siel-.
#-  Vereine  müssen  sich  zuiammentun

un  lonten  dann.  wenn  jie  so  die  vorgeschrieen
  Mii.  .  Urgerzahl  err#chen,  einen  Vertreier
bean  7  uckr-  .  Den  Veamien  des  höheren  Dien-1#-

  e  ee  entsprechende  Vertretung  eingerünmir.

Der  Rat  soll  höchtt  ens  36  Mitglieder  umv
  Wihlar  ii#no  Beamte.  Angestellte  und
*  öliker  der  Zisenbahr:--,  Poit=  und  Telegraphenverwaltung
  uno  ihrer  Nebenbetriebe.
Jnnerhalb  des  gemeinsamen  Nates  sollen  sich
für  Eitenbahn-,
sondere  Gruppen  bilden.

 

Der  Nat  der  geistigen  Arbeiter  bea#
  1#44  igie  unter  dem  Vorsitz  von  Prof.  Breniand
  am  Diemag  Abend  im  Landtagsgebäude
die  Konstituicrung  seines  Arbeitsausschusses
vorzunelmen.  Bei  Beginn  der  Beratungen  erschienen
  der  Polizeipräsident  und  der  Stadtlommandant
  in  Vegleitung  bewafsneter  Soldaten
  und  hoben  die  Sitzung  auf.  Der  Geschäftssuhrer
  des  Nates,  Schriftstelter  Kurt  Waldmann,

wurde  unter  dem  Verdachte,  gegen  die  Volks-#



regierung  49#0  belätigt  zu  haben,  in  Haft  genommen.
  Die  übrigen  Mitglieder  des  Rates
durften  nach  Hause  gehen,  mußten  aber  ihre  Papiete
  zurũdlassen.

vben  Hemonpranren  die  gesamre  #eun- 



Elsner  in  Mbliug.

Bad  Uibling,  4.  12.  Im  Kurhaussaal  zu
Bad  Aibling  fand  heute  nachmittag  eine  aus
Arbeiter-,  Bauern=  und  Bürgerkreisen  stark  besuchte
  öffentliche  Versammlung  statt,  zu  der
Ministerpräsident  Kurt  Eisner,  Minister  für
Unterricht  und  Kultus  Hoffmann  und  der
Vorsitzende  des  Bauernrates  Gandorfer
erschienen  waren.  Das  Hauptinteresse  vereinigte
  sich  naturgemäß  auf  den  Ministerpräsidenten,
  der  zum  ersten  Male  seit  der  Uebernahme
der  Regierung  in  einer  Versammlung  auf  dem
Lande  spra
Kurt  Eisner,  der  dreiviertel  Stunden  zu
spät  erschien,  entschuldigte  dies  damit,  daß  kurz
vor  der  Abfahrt  Soldaten  von  der  Front  mit
Musik  zum  Ministerium  marschiert  seien.  Eine
Abordnung  habe  von  ihm  Aufklärung  wegen
Einberufung  der  Nationalversam  mlung
gewünscht.  Kurz  vorher  habe  eine  Ministerratssitzung
  flattgesunden,  in  der  die  Frage  erörtert
wurde,  an  welchem  Tage  und  unter  welchen  Bedingungen
  die  Nationalversammlung  einberufen
werden  soll.  s  (Beifall.)  Der  Ministerrat  sei  zu
keinem  Entschluß  gelommen,  werde  morgen

er  denendgültigen  Beschluß  fassen.
  Die  Negierung  werde  ihr  Versprechen
rasch  einlösen.  Die  technische  Durchführung  würde
  längere  Zeit  in  Anspruch  nehmen,  wenn  die
Frauen  mitwählten.  Ohne  das  Frauenwahlrecht
  wäre  die  Sache  viel  rascher  zu  machen.  Er
sei  jedoch  —  und  das  spreche  er  nicht  für  das
Gesamtministerium  fest  entschlossen,  dafür  einutreten,
  daß  unter  allen  Umständen
auch  das  Versprechen  eingelöst  wird,
daß  die  Frauen  das  Wahlrecht  erhalten.

.  In  seinen  weiteren  Ausführungen  teilte  der
Bede  mit,  daß  in  den  allernächsten  Tagen  die

Veröffentlichung  der  Akten  des  Berliner

  Auswärtigen  Amtes,  die  auf  den
Kriegsausbruch  Bezug  nehmen,  erfolgen  wird.
Aus  diesen  Akten,  die  mit  Randbemerkungen
Wilhelms  lI.  versehen  seien,  werde  man  sehen
moher  es  kommc,  daß  die  Welt  in  diesen  Abgrund
  gestürzt  worden  sei.  Die  Randbemerkungen
  zeigten,  daß  Wilhelm  II.  den  Krieg  gewollt
  habe,  einen  ersolgreichen  Krieg,  der  ihn
zum  größten  Mann  machen  sollte.  Einen  Krieg.
wie  er  jeht  ausgegangen  sei,  habe  er  nicht  gewollt.

Der  Redner  fand  mit  seinen  Ausführungen
lebhaften  Beifall.  Nachdem  noch  Ministet
Hoffmann  und  Bauernrat  Gandorfer  gesprochen
  hatten,  setzte  eine  Aussprache  ein.  Der
1.  Redner,  der  mit  Verlesung  eines  Flugblattes
begann,  in  dem  Eisner  vorgeworfen  wird,  er
sei  mit  dem  Geld  der  Bolschewiki  bestochen,  mußte
  nach  stürmischen  Auftritten,  verfolgt  von  Teilnehmern,
  die  auf  die  Bühne  sprangen,  flüchten.
Eisners  Schlußworte,  die  zur  wahren  Demokratie
aufforderten,  fanden  lebhaften  Beisall.

L#rNeuiceis
München,  4.  Dez.

Der  Schutzmann  im  Hemd.  Eine  hur
morvolle  Jagd  nach  einer  jugendlichen  Milche
viebin  ereignete  sich  dieser  Tage  früh  1:7  Uhr
in  der  BaaderkKraße.  Um  diese  Zeit  läulete  die
Midchfrau  vor  der  t  Wohnungsture  einer  Schutz
mamnssamilie  zum  Feiche  n,  daß  die  Milch  hin
lersiellt  sei.  Den  Glockenton  hörte  der  Schutz
mann.  Er  sprang  schnell  aus  dem  Bett,  um  in
Wie  Sose  zu  schlüpsen  und  die  Much  hereinzu
holen.  Da  er  die  Hose  nicht  sofort  sand,  eilte
er  nur  mit  dem  Hemd  bekleidet  zur  Wohnungstüre,
  um  zu  sehen,  ob  die  Milch  da  sei.  Als  er
durch  da-  ierl  schaute,  bemerkte  er  ein  13
Jahre  al!  Mätchen  die  Treppe  heraufschlei.
G#en,  das  lich  des  Schutzmanns  Milchlübel  und
den  des  Nachbarn  aneignete  und  damit  über
bie=  Treppe  hinad  verschwand.  Nicht  achtend,
Laß  er  nur  mit  dem  Hemd  bekleidet  war,  eilte
der  Schutzmann  der  Diebin  nach  und  mußte,  da

jie  mit  ihrer  Beute  das  Haus  bereits  verlassen

Post--  und  Telegraphenwesen  be-1


then  bei  Plattling  verhängte  der  Lehrer

hatte,  ihr  auf  die  Snabe  folgen.  Erst  an  der.
nächsten  Elle  holte  er  sie  ein  und  nahm  sie  fest.

Arbektseinstellungen.  Infolge  des  erbert
  schen  Kohlen=  und  Wassermangels  werden

laut  „M.  N.  N.“  noch  in  dieser  Woche  sämtliche
  Münchener  Rüstungsbetriebe,  die  mehr  als
10  Akbeiter  beschäftigen,  stillgelegt  werden.  Bei
den  V  Sayerischen  Veschätzwerken  werden  vom  näch.
sien  Donnerstag  ab  gegen  1600  Arbeiter  bis
zum  5.  Jannar  beurlaubt.  Die  Arbeiter  erhalten
  währe:  ld  dieser  Zeit  den  Durchschnittsverdienst
  des  letzten  Vierteliahres  von  den  Arbeitgebern
  weiler  bezahlt,  die  hiervon  70  Prozent
  aus  dem  Erwerbslosen-Fürsorgesonds  der

Stadtgemeinde  vergület  erhalten.

EEIE  ach##  51/
Angriff  auf  einen  Lehrer.  In  Leu-Jung-

  über  einen  Feiertagsschüler  Arrest.  Der
Vater  des  bestraften  Schülers  und  dessen  Bruder
  drangen  in  das  Schullokal  ein  und  überfielen
  den  Lehrer,  wobei  der  17  jährige  Bursche
mit  dem  festücehenden  Messer  gegen  den  Leh-Jer
  vorging.  Zu  allem  Elück  ging  gerade  ein
Feldwebel  an  dem  Schulhaus  vorüber,  der  den
Lärm  hörte  und  den  Lehrer  aus  seiner  gefährlichen
  Lage  befreite.  Lehrer  Jungbauer  hat,
da  er  sich  seines  Lebens  nicht  mehr  sicher  fühl.
te,  seinen  Posten  verlassen.

Vom  Bahnzug  getötet.  Der  Pfonier
Metterer  von  Wurmansquick  bei  Eggenfelden

 

wuroe  beim  Versuch,  auf  einen  (laprenoen  Zug
zu  „Pringen,  überfahren  und  get

Seinen  eige  nen  Vater  de--  Uno
sichtigleit  erschossen  hat  der  erst  W
urzem  zum  Militär  eingezogene  Peter  Orlhuber
oon  Haimhausen.  Der  Vater  des  Orthuber
var  in  Lohhof  als  Stationsdiener  bedienstet.
Als  er  am  Samstag  abends  11  Uhr  vom  Dienste
jach  Hause  lam,  war  auch  sein  Sohn  auf  Ur.
aub  da  und  hatte  ein  Gewehr  mitgebracht.
Rei  dem  Tändeln  mit  der  Wasse  krachte  ein
Schuß  und  Vater  Orthuber  sant  getroffen  zu
Boden.

 

Neubeuern,  4.  Dez  Vollsrat  Lansenegger
  billet  uns  um  Aufnahme  folgener
  Erllärung:  „In  Nummer  281  vom  5.  Den#8sbber
  des  „Wendelstein“  wird  von  einer  Verammlung
  aus  Neubeuern  geschrieben,  daß  ich
ine  agitatorische  Rede  hielt  und  mit  leeren
Händen  abziehen  mußte.  Jeder  Anwesende  weiß
meine  Ausführungen  zu  würdigen  und  dürfte
Jzach  dem  demokratischen  sreien  Staat  von  einem
Sozialistien,  dem  die  Wahrheit  zur  Agitation
gegeben  sei,  nicht  zutrefsen,  sondern  nach  dem
alten  monarchischen  Staat  und  mit  der  Zentrumspresse,
  die  nicht  lügen  darf,  hat  der
„Wendelstein“  recht.  Die  lommenden  Wahlen
werden  meinen  Erfolg.  von  der  dortigen  Rede
Kitigen.  Langenegger.“

raunstein,  4.  Dez.  Ausgerissen.  Der
neicrahner  Grenzbote  schreibt:  Wie  wir  hören,
  ist  der  Kommandant  des  Gesangenenlagers
  Traunstein,  Hauptmann  v.  d.  Pfordten,
in  Oberregierungerat  vom  Finanzministerium
in  München,  einige  Tage  nach  der  Revolution
ms  Traunstein  geflüchtet,  indem  er  sich  in
Zivil  nach  Bergen  begab  und  dort  den  Jug
bestieg.  Der  Mann  mit  dem  Drückebergervosten,
  der  unsere  Sache  so  schlecht  vertrelen  hat,
aß  wir  eine  Empörung  bei  unseren  Feinden
heraufbeschworen  haben,  wird  in  München,  wo
r  sich  in  seiner  Wohnung  verborgen  hält,  poi#zeilich
  überwacht.

Aus  dem  Rathaus.

Aus  dem  Sitzungsbericht  des  Stadtmagistrats
  Rosenheim
vom  22.  November  1918.

Auf  Antrag  der  Geschäftsfielle  des  Kommunalverbandes
  wird  die  Ausfsicht  uno  ständige
kleberwachung  des  Kartosselverkaufs  und  des
Verkaufspersonals  an  Stelle  des  ab  1.  Dezember
  zurücktretenden  Kaufmanns  Janaz  Reim  mit
Wirkung  von  diesem  Tage  an  den  früheren  Braumeister,
  nun  Hausbesitzer  und  Metallwarenhändler
  Hanus  Lermer,  Imstraße  1  dahier,  in  wideruflicher
  Weise  übertragen.

Nach  Kenntnisnahme  des  Jahresberichts  wird
er  Freiwilligen  Sanitätskolonne  für  die  eifrige,
aufopfernde  und  uneigennützige  Versehung  des
Ne#tungsdienstes  in  unserer  Stadt  im  abgelausenen
  vierten  Kriegsjahr  der  beste  Dank  des
Magistrats  zZum  Ausdruck  gebracht.

Für  den  Einbau  von  fünf  Kleinwohnungen
in  rem  von  der  Lömenbrauerei  München  angecauften
  ehemaligen  Mälzereigebäude  am  Salzlad!
  Haus  Nr.  J  nach  dem  vom  Stadtbauamte
unterm  21.  November  l.  J.  vorgelegten  Entwurse
  wird  der  Vetrag  von  95  000  Mk.  geneh--uigt
  unter  der  Bedingung.  daß  zu  dem  verlore-*
  V  auaufwand  aus  Mitteln  des  Reiches  50
(rozent,  des  Staa:zes  25  Prozent  und  des  Kreies
  Prozent  Juschuß  gewährt  werden.

Das  Bürgerrecht  in  Rosenheim  erhalten  als
Kamosteilnehmer  des  gegenwärtigen  Krieges  in

kosenheim  gebührenfrei  verliehen  Joses  Beneiilt,
  Lagerarbeiter.  Oito  August  Heldwein,  Lehfer.
  Der  Mahnarbeiter  Georg  Gruber  erhält
ras  Vürgerrecht  in  Rosenheim  gegen  Bezahlung
der  Gebuhr.

Zur  Kennunis  dient,  daß  auf  Anordnung  der

Bayer.  Viervcrteilungsstelle  das  sechsprozentige
Heeresbier.  das  insolge  Waffenstillstand  und
Demobilmachung  nicht  mehr  abgenommen  werden
  kann,  zu  Kriegsbier  mit  einem  Stammwürzerhalt
  von  3.5  Prozent  zu  verschneioen  und  an

ne  Bevölkerung  abzugeben  ist,  daß  endlich  aber
Heweit  es  nicht  mehr  moglich  sein  sollte,  das
Fier  als  Vollbier  mit  einem  Aufschlag  von  4
Psennig  für  den  Liter  abgegeben  werden  darf.

Der  Magistrat  nimmt  davon  Kenntnis,  daß
*  Reich  sgetreidestelle  ab  1.  Dezember  cr.  die

Rrotratüon  erhöht  hat,  daß  jedoch  nach  einer
Mitteilung  des  Ministeriums  des  Innern  das
für  diese  Erhöhung  der  Vrotration  erforderliche
Getreide  im  Bayern  nicht  vorhanden,  daß  ein
Zuschuß  von  Norden  unsicher  ist  und  daß  den
Kommunalverbänden  daher  empfohlen  wird,
Rücklagen  zu  machen.  Das  Ministerium  weist
in,  einer  Entschließung  darauf  hin,  daß  im  Frühj|hr
  mit  dem  Wegsall  der  Kartoffeln  gerechnet
werden  muß  und  daß  ein  allgemeiner  Ersatz
hierfür  sich  kaum  beschaffen  läßt.  Der  Magi-#strat
  beschtiebt,  die  Frage  der  Festsetzung  der
Vrotra.lion  der  Lebenemittelkommission  zur  Behutachteng
  zu  überweisen.

Entsprechend  dem  MVnrag  der  Freien  Bäckerinnung
  wird  befürwertet,  den  Ladenschluß  an
Sonntagen  im  handelsgewerblichen  Betriebe  der
Bãderien  und  anderen  Fiaberlaufeltele  auf
2  Uhr  nachmittags  fest

Dem  Metzgermeister  sthenb  Seifsert  hier  wird
dee  Erlaubnis  zum  shhn  ämtlicher  geier

  und  nichtgeistiger  Eetränke  im  Anwesen

ünchenerstra  erleill.

 

LCokalmachrichten.
Rosenheim,  4.  Dez

Ministerpräsident  Eisner  weille  he
racht  in  unserer  Stadt.  Im  Automobil
der  Versammlung  i##  WMibling  kommend,  slieg
gelslern  abend  nach  9  Uhr  im  „Hotel  Gillitz
ab,  wo  er  auch  übernachlete.  In  seiner  Beg
tung  besanden  sich  der  iister  für  Kul
und  Unterricht  ofmann,  sowie  acht
tär=  und  Zivilpersonen.  Ministerpräst  ##t  E
ner  unterhielt  sich  mit  seiner  Umgebüng  1
emigen  Mitgliedern  des  hiesigen  Soldatemra
m  eisesoal.  in  angeregter  Weise  bis  zum  C
tritt  der  Polizeisiunde.  Heute  früh  nach  7  1
juhren  die  beiden  Minister  im  Automobil  n

München  weiter.

Ein  neberfallsversuch  wurde  gest
abend  auf  einige  Waggons  auf  dem  Gleise
dem  Proviantamt  bei  der  Sanierungoanftalt
ternommen.  Der  dort  Wache  stehende  Pof

bemerkte,  wie  vier  bis  fünf  verdächtige  Zi
personen  und  einige  Kinder  die  Eisenbahnwa,
umschlichen,  in  denen  sich  Militärgegenstände
Lebensmittel  befanden.  Da  seinem  Auruf  n
Folge  geleistel  wurde,  gab  der  Posten  ei
Echredschuh  ab.  Daraufhin  eilten  zwei  S
raten  vom  Samierungskommando  herzu,  entri
dem  Mann  die  Waffen  und  schlugen  ihn
Boden.  Als  weitere  Soldaten  hinzulamen,
sen  die  Zivilisten  aus.  Eine  sofort  alarmin
größere  Abteilung  des  Garnisonsbatailn
stellte  Ruhe  und  Ordnung  wieder  her.  Gera
wurde  nichts.

Auf  dem  hiesigen  Stadtpfarrk
cheuchor  hat  lich  rurch  Rücktritt  vor  bisheri
ersten  Sopranistin  Frau  Th.  Hopfner,  we
mit  großer  Hingabe  und  Pünktlichkeit  seit  vie

Jahren  ihren  Dienst  versah,  diese  Stelle  erled
Als  Nachfolgerin  wurde  in  erfreulicher  W.
Frl.  Julie  Kögerl  gewonnen,  welche  schon
mehreren  Jahren  mit  regem  Eifer  am  Chor?
urit.  Ad  multos  annos!

Fahrraddiebstahl.  Am  3.  Dezeml
vormittags  11  Uhr,  wurde  vor  der  Kantine
Sanierungsanstalt  ein  Fahrrad  Marke  „Adle
Modell  2,  Fabrilnummer  503  325,  gestohlen

Krautdiebe.  Aus  dem  Keller  der  ITI
ler-Braucrii  wurden  in  letzter  Jeit,um  Scha
des  Kommunalverbandes  Rosenheim-Stadt  g
Pßere  Mengen  Weißlraut  gestohlen.

Die  Künstlerkonzerte  des  Trios  ur
Konzertmeister  Mar  Mayer  ie  im  „Hotel  Gilliy
gewinnen  kurch  das  immer  geschlossener  #
rende  Zusammenspiel  ständig  an  künst  erif
Abrundung.  Die  Vereinigung  verfolgt  mit  si
lichem  Erust  das  Ziel,  niemals  Darbietun
zu  geben,  die  über  das  Verständnis  des  brei
Putitan  hinausgehen.  ohne  dabei  musikalist
(Plattheiten  Spielraum  zu  gewähren.
aus  tiesem  Grunde  verdienen  die  Konzertee  ei
regen  Juspruch  der  Rosenheimer  musikalise
Kreise.  Das  nächste  Lon#ert.  1——n
Freitag,  abends  128  Uhr  st

Der  Verein  Mhr  117.  tella  schr,
uns:  Der  Einladung  unseres  Vereins  zur  #
natsversammlung  am  3.  Dchember  wurde
zahlreich  Folge  geleistel.  Der  Orientierun
vortrag  des  H.  H.  Stadtkaplan  Schonlim
„Was  muß  die  kath.  klaufmännische  Gehi
und  Beamtin  heute  wissen?"  hal  in  zwei  P
ten  die  Stellung  der  kaih.  laufmännischen  I
hilfin  oder  Beamtin  klargelegt.  Der  Frau
über  Nacht  die  politische  Gleichberechligung
damit  das  Wahlrecht  gegeben  worden,  das:
erstenmal  gelegeutlich  der  Nationalversamm
zur  Ausübung  kommt.  Diese  neuen  Rechte  be
gen  neue  Pflichten  und  Verantworkungen
hich.  Die  nähere  Kenmuis  hierüber  versche
man  sich  in  den  Standesvereinen.  Diesei
sind  nunmehr  politische  Vereine.  Sie  arbei
für  das  Wohl  des  Volkes.  Sie  geben  auch
lath.  kaufmännischen  Gehilfinnen  und  Ber
tinnen  als  Staansangehbrigen  festen  Stand
der  bayerischen  Volkspartei.  H.  5

Se

H.  H.  Stadilap
Belz  erweiterte  diese  eietn  .  2.  zeigte
schweren  Folgen  einer  Fehlwahl  und  betkräfu
den  Auftus:  Organisicre  dich!  Zum  Sch
kam  noch  St.  Nikolaus  mit  Keecht  Ruppr#
Zu  Besuch  in  die  Versammlung.  Sie  sagten
jelbst,  daß  es  ihnen  heuer  ein  Opfer  war.
rieses  Chaos  aus  Erden  niederzusteigen;  w
man  ja  gar  nicht,  ob  man  nicht  schliehlich  »
terniert"  wir?.  Die  Gäste  brachten  mar
Rüge,  aber  auch  liebe  Gaben  und  Trost.  Näch
Versammlung  am  27.  Dezember  im  Flößzin
Saal.

Derkath.  Dienstmäd  chen  verein  h
am  Honntaz,  den  8.  Dezember  im  kath.  (
rellenhaus  (Alte  Post)  beer  Monatsversam
lung  ab,  welche  diesmal  bereits  um  3  Uhr
ginnt,  da  sie  um  5  Uhr  beendet  sein  muß.  2
en  der  Wichtigkeit  dieser  Versammlung  (u.
##n  einer  neuen  Vercinskassierin)  sind  #
Mitglieder  und  auch  Nichtmitglieder  zu  r.
zahlreichem  Besuche  eingeladen.

Der  Allgem.  Gewer  beverein.  e.
han  am  6.  Dezember,  abends  128  —
Tafe  Wendl  eine  Mitgliederversammkung  ·
woZi  auch  an  dieser  Stelle  hingewiesen  wird.

i  neiderzwangsiiinung  vcri
staltet  am  Sonntagnachmittag  im  Gastha
Grabichler  eine  Versammkung.  Alles  Näh
ist  aus  der  Anzeige  in  heutiger  Nummer
sichtl

die  Schneirtegehilfen  und-  Vei
finnen  sinden  sich  am  Samstag  aben