Metadata : Bismarck´s Glaube.

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Betens  und  Redens  übten,  allmählich  die  Gesundheit  seines
wesens  gegenüber  puritanischen  und  weltfremden,  nivellierenden
  Tendenzen  durchsetzte  und  zu  weltlichem,  unbefangenem,
  heiterem,  zärtlichem  Derkehrston  führte,  alle  anmaßliche
  Ekstase  in  ruhig  gemessene  Gleichmähßigkeit  in
Gott  froher  Juversicht  sich  auflöste.  Don  der  weiter  greifenden
  Bedeutung  dieses  Kreises  für  das  kirchliche  und  staatliche
  Leben  Preußens  kann  zunächst  noch  geschwiegen  werden;
  sie  spielte  bei  Bismarcks  Bekehrung  keine  Rolle.

Es  war  nun  für  ihn  von  größter  Bedeutung,  daß  das
erste  ekstatische  Stadium,  wobei  Dienstboten  sich  zum  Beten
und  Reden  vordrängten,  bereits  überwunden  und  auch
des  Schwagers  Ludwig  v.  Gerlach  „Nopfhängen  und  Sauersehen“
  zurückgedrängt  war  durch  Thaddens  gesunde  Mischung
von  geistreich  fröhlichem  Witz  und  gesammeltem  Ernst.  In
seiner  Tochter  Marie  verband  sich  damit  noch  ein  alle
pietistische  Enge  sprengender  Schwung  der  Seele,  während
ihr  Bräutigam  propagandistischen  Eifergeist  und  ngriffslust
  mit  ungeheurer  Gutmütigkeit  und  Seelenwärme  zu
einem  echten  Tuypus  junkerlicher  Christlichkeit  vereinte.  Wie
schade,  daß  Blankenburg  die  Gegenbriefe  des  Jugendfreundes
  in  einer  Anwandlung  von  Jorn  über  seinen  Kbfall
in  den  70er  Jahren  sämtlich  vernichtete,  so  daß  wir  sie  nur
aus  den  vielen  Blankenburgschen  rekonstruieren  können.
Jedenfalls  hat  die  derbe,  engkreisige  und  weichherzige  Bekehrungssucht
  des  selbst  erst  Bekehrten  an  Bismarcks  klarem,
selbstbewußtem  Denken  unwiderstehlichen  Widerstand  gefunden.
  Da  er  als  bewiesen  voraussetzte,  was  der  andere
leugnete:  sowohl  die  Richtigkeit  seines  Glaubens  als  auch