Metadaten : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

Rosenheimer

 

und  Felertage).
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Suliellgebuhr  #ret  m###  Huurr.

  72,  Lueraten-Ableilung  N.  235.

irnahm  der  Sonn-1:

  em#g  monalich.

 

 

     

—

 

Anzeiger

 

Haasensicin  &  Jagler,  A.-G,

 

Die  einspallige  Petlliclle  im  Anzeigenteil  kostel  15  PIg,  dic  Petilscile  ien  Reklametell  40  Ml.
Die  Annahme  von  Anzcigen,  *#  ime  eil

  

Schluh  der  Anzeigen·  Annalune  12  Ubhr  millags.

Amnoncen-Exrpedition
,  Brslau,  Cassel  ulw.

Beilunen  erlolnt  durch  die
en,  RNüinbern,  Be- 



 

 

Rosenheimer  Tagblatt

Amtlliches  Publikalions-  Organ

#—  —

ie  Große  Schiachl.

Abenobericht.

WiIll.  Berlin,  9.  4.  13.,  abends.  Amtlich.
In  Fortsuhrung  unferes  Angrifses  auf  dem

Fudufer  der  Oise  warfen  wir  den  Feind
aus  seinen  starken  Stellungen  auf  den  Höhen
ostlich  von  Coucy  le  Chateau.

Der  Sieg  von  Amigny.

**  Berlin,  8.  4.  Ueber  den  Sieg  von  Amiey
  schreibt  der  Berichterstatier  des  „Berliner
  Lokalanzeiger"“:  Morgens  um  1  Uhr  be-Vann
  unsere  Artillerie  ihr  Vorbereitungsfeuer
auf  das  als  Einbruchsstelle  gewählte,  in  der
seindlichen  Front  gelegene  Dorf  Amigny,  das
lanzentrisch  beschossen  wurde.  Qas  mehritundige
Krommelsener  war  von  solcher  Genauigkein  und
furchibarer  Wirkung.  daß  die  Franzosen  die  Vereidigung
  fast  aufgaben,  als  unsere  Infanlerie,
tie  von  Servais  aus  vorbrach-  die  Trummer
der  Ortschaft  erreichte.  Erst  in  Sinceny  vermoch-1j
  .  sich  der  Feind  zu  setzen  und  versuchte  hier  eirdeu
  starken  Widerstand.  Es  war  nölig,  am
Frühnachmittag  zunächst  mit  einer  neuen  Feuerrorbereitung
  dieses  Dorf  sturmreif  zu  machen.
Am  Spälnackmittag  wurde  denn  auch  Sinceny
genommen  und  der  Stoß  weiter  westwärte  voretragen.
  Bis  zum  Abend  war  unser  Angriff
#ieben  Kilometer  weit  vorgetragen
in  der  Ricktung  von  Ost  nach  West  und  dadurch
i  seindliche  Front  in  einer  Breite  von  12
Gilometern  ecingedrückt.  Die

###cn  bis  vor  kurzem  von  Engländern  besetzt
½  Sie  waren  sichtlich  in  größter  Eile

ebtransporliert  worden,  angensckeinlich  infolge
der  Ereignisse  weiter  im  Norden.

Lie  Kriegslage  im  Spiegel
unserel  Feinde.
ch.  3.  1.  Die  „Humanitke“  bheichnet
!4  gegenm.  artige  Westschiacht  als  PKriegsenlsceidend.
  Sie  fügt  binzu,  daß  der  Augen-I.
  aick  bald  gelommen  sein  werde,  um  die  Volkseflandigung
  praktisch  in  die  Wege  leiten.
Fortsekzung  der  Beschießung
von  Paris.
Kar  1%,  B.  1.

de

(Havas.)
Pariser  Gebietes  durch  das  weittragende
Peeichuh  hat  am  Sonntag  weeder  begonnen.  E
lind  leine  odeälle  zu  verziichnen.

Taten  keine  Worte.

*“"  Verlin,  8.  4.  Von  verschiedenen  Seiten
11  behauptet  worden.  daß  Reichs  zlanzler  Graf
Orrlling  in  einer  der  nächsten  Sinungen  des
Weichslags  das  Wort  zu  längeren  Ausführunen
  ergreifen  werde.  Diese  Annahme  iil  irrig.
##n  einem  Gespräch  erklärte  der  Reichskanzler,
daß  er  der  Meinung  sei,  daß  jetzt  die
der  Taten  und  nicht  der  der  Worte  wäre.

Die  tage  im  im  Osflen.

Liedeutschen  Truppenauf  Finuland

Stockholm,  7.  J.  Der  „Morning  Poit“
Tird  aus  Stockholm  gemeldet,  der  Korresponkent
  des  Blattes  „Stockholms  Tidningen“  in
Wasa  telegraphierte,  daß  der  Kommandant  der
Tutschen  Invasionsarmee  mitgeteilt  habe,  daß
Deutschland  bis  dahin  40  000  Mann,  mehr  als
100  Kanonen  und  2000  Maschinengewehre  gelandet
  habe.  Die  Deutschen  forderten  die  Roten
Garden  auf,  sich  zu  ergeben.

Haag,  9.  4.  Die  Times  meldet  aus  Penersburg:
  Nach  den  letzten  Berichten  haben  die
deutschen  Truppen  gemeinschaftlich  mit  der
Weißen  Garde  die  Eisenbahnstationen  der  Linie
nach  Helsingfors  leilweise  besetzt.  In  Helsingfo#r:

Gräben

Die  Beschießunn

Zeit

Prophet

Der  F

Mittwoch,  10.  April  1918

Ceney  le  Chateau  erobert.

23  feindl.  Fesselballone  und  340  Glugzeuge  im  Därz  abgeschofsen.

eind  aus  seinen  Stellungen  auf  den  Höhen

Chateau  geworfen.  —  11  Millionen  Gesamtverlufte  der  Entente.  —
Beockbefnigkeiten  in  Belgien  und  Warschau

n  östlich  Toach  le

 

herrscht  starle  Besürchkung,  daß  die  Weiße  Garde
  gegen  die  Rote  Garde  auftreten  werde,  was
zu  einem  furchtbarm  Blutbad  führen  müsse.
Die  Russen  haben  7große  U-  Boote  in  die
Luft  gesprengt,  als  die  deutsche  Flotte  sich  Haugö
  näherte.

Die  Verhandlunge  nmit  der  Ukraine.

*“*  Verlin,  6.  4.  Die  :  Verhandlungen  mit
der  Ukraine  nehmen  einen  aünitigen  Verlauf
und  sind,  wie  verlauzet,  soweit  sie  die  Ausfuhr

  von  Getreide  kelreffen,  dem  Abschluß  nabe.
Das  bodteinige  Warschau.

Warschau  ###.#Pripall.)  Da  der  #
schauer  Magistrat  di  Buße  von  250  000  Mark,
welche  der  Stadt  Mu#schau  wegen  der  Vorfälle
nach  Bekanntwerden  des  Friedensvertrages  mit
der  Ukraine  am  14.  Februar  auferlegt  worden
war,  bisher  trotz  Nahnung  nich  bezab
hat,  benachrichtigte  lut  „Kurhier  Warszaweki“
i  der  kaiserlich  deutsche  Polizeipräsidem  den  Magistrat,
  das  die  auineegie  Strafe  von  den  der
Stadt  gebührenden  kinganden  in  Abzug  gebracht
  werden  wurde,  welche  sich  in  den  Händen
der  Okkupationsmacte  befinden.

die  Lage  n  Raßland.

Verbringung  der  Zar  ensamilie
nach  dem  Ural.
WiI  Moskau.  7.  1.  Infolge  der  Ereignisse
  im  fernen  Often  wurde  die  Ueberführung
der  laiserlicken  Famile  von  Tobolst  nach  einer
Stadt  im  Uralgeb##beichlossen.

.—·

Runänien.

Gunnuiger  Verlauf  der  rumänischukrainischen

  Verbaudlunge  n.
Berlin,  3.  4.  Die  Verhandlungen  mil
Rumänien  und  der  Ukraine  nahmen  einen  gunsiigen

  Verlauf  und  dürften  bald  abgeschlossen
  sein.

Abgemeines  vom  krieg.
Einrichtung  deulicher  Gerichte
s  in  Belgie
I  ancncl84tc  Verhaftung  Weier
Vlamenführer  durh  den  Brüsseler  Appellalionshof
  wegen  Hocherrats  hat  den  Gencral-Kouverneur
  veranlaß#die  Tätigkeit  des  Appellalionshofes
  einmellen.  i
haben  die  belgischen  Gerichte  mit  einem  allgemeinen
  Streik  beanwortet.  Der  Generalg#nverneur
  veroffentlict  eine  Bekanntmachung,  in
der  er  die  Einrichtug  deutscher  Gerichte  anordnet.


 

XN6

Valutasturz  der  Entente.

*  Geuf,  8.  1.  Jr  Sturz  der  ausländischen
  NMalulen  an  der  Genfer  Börse  dauert
  fort.  Innerhalb  kr#letzten  23  Szunden  fielen
  die  Kurse  für  PWris  ven  71,  2  nuf  73.50,
für  London  von  20.,10  auf  20  und  für  Flalien
von  48,25  auf  17.17.

(esamtverlusie  der  Entente.
illionen.
“  Bern,  9.  3.  R#  Berner  Tagbl.  meldet:

 

Bar- 



Diese  Maßnahme

Der  Gesamtverlust  der  Enlente  einschl.  Rumänien,
  Serbien  und  Italien,  allein  an  Toten  bettug
  bisher  11  Millionen  Mann;  davon  beträgt
  der  englische  Verlust  eine,  der  franzölische
  zwei  und  der  russische  sechs  Millionen.

 

ruhdiuschpt.
ar  Nidlaram:  hat  am  ###:  Mis  der
Er#at  der  Erhohurg  dee  Mehl  und  Bropreifes.  ve

eE#ie:  infolge  der
.  11n  ß

 

  
 
  
 

  

I  ogena

 

  

en  Fruhdruschpramien  e
72#  „

li  del  und
mach  #iin  Gebiele  der  Rei—

  

 

erdeitelle  ein  Ersan  d.
uĩcprgirien  nidt  gewanl  1#:  mrrd.  gleichoi#l,  ob
iich  um  einen  au-  einem  Verwalungobezick  besie
benden  Kom'prunalverband,  oder  einen  an?  nieh
½  Ne:  wo.  tungebeu  inennscuzet  Verdond
deirt  bet  seine:  eupg#l
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Tn:scheidung  aus  diesem  ausschleizitch  e  :
Erunde  die  Uebernabme  uheusn  Fraen
Banun  nicht  verantworter  ##  -o  T
Stcatlsteg#rung  kann  diese  Auft
ez:  vollmehr  auf  dem  von  jerer  v
:  aud  in  dem
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danon  die  Rede  im,  daß  Ba
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die  Vezuchungen
Reickgeleid  e
die  einzeluen  Komimunalve
ichaft  nich#  auegeschalien
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die  dürch

   
   
  
 
  
  
  
 
 
 
 
 
 
  
 
  
 
  
 
 
   
 

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  die

 

Son:

 

einet  1.  "
o  u  etholen.
iollen  iich  entgegen

Vor  Komimisiun

 

itehenden  An'chauungen  uelegt  werden.
Die  Kommis  ion  wird  voraussichttli  dereils  am  Liens
lag  zusammenlieten.  Das  Cutachten  wird  fsodann  dem
Reichskanzier  imn  Vorlage  gebracht  werden.  der  auf
Grund  der  selben  enticheiden  wir.  Der  Reichskanner
hat  sich  mil  diesem  Veifahren  einverstanden  erklart.  Aus
bije  Weise  ist  wohl  alle  Geunzsh:  geschaffen,  daß  die

  

Bayer  Slaatstegierung  jeu
endlich  in  durchanus
Weiĩe  entichieden  wind.  Die  Angelegenhe#n
Ruhe  zu  beurteilen.  da  es  sich  heim  Reichs
um  die  Wehrung  eines  NRcch:sitandpunkte

Drungens  der
ßfigch  biziehende

trotz  allen
Monalen
sachlicher
iit  mit  alier
——iem
handeil.  .
Ein  Prote  ##.  In  einer  vom  Sozialdemokratiscken
  Verein  München  einberufenen,  äußerit
stark  besuchten  Protestversammlung  gegen  die
Brotpreiserhöhung  bzw.  die  Schädigung  durch
den  abgelehnten  Rudersatz  der  Frühdruschpramie
  wurde  in  einer  Entschließung  Stellung  ge-Frage



 

Prot.:  Daniel  64.  Jahr####
nommen  zu  Gunsten  des  Protestes  des  Stadtmagi#trats
  München  und  der  Presse  gegen  das
Reichsschatzamt  wegen  der  Ablehnung  des  Rückersazes

  und  der  Rückerfatz  entichieden  gefordert.
der  Entschlie#zung  wurde  auch  jeder  Versuch,

die  Bevölkerung  Bayerns  ungunniger  zu  behandeln
  wie  die  anderen  Reichsgebiete  energisch  zurückgewiesen,
  und  die  bestimmte  Erwartung  ausgedrückt,
  daß  die  neu  eingeleiteten  Verhandlungen
  zu  einer  für  Bayern  gunstigen  Entscheidung
durch  den  NReich-kanzler  führen,  sodaß  die  Mehlund
  Vrotrreise  schon  in  den  nächsten  Tagen  auf
den  alten  Stand  gesenkt  werden  können.

Der  Main-Donau-—tromverband.


München.  3.  4.  Am  5.  und  6.  April  fand
München  unter  dem  Vorsig  des  C  berregierungsrats
  Dasch  eine  Beratung  des  lechnischen

Ausschusies  des  Main-Donau-Stromverbandes

Wieeidung

itatl.  Beraten  murden  die  Grundzuge  fur  die
Ausgestaltung  der  Main-Donau-Wasseritraßze  u.
die  Richtlinten  für  das  mweitere  Vorgehen  kei  der
Entwurfsbearbeimung.  Ueber  alle  Punkle  kam
eine  Einigung  zunande.  Hiernach  soll  die  Waserürche
  fur  das  120-Tonnen-  Schiff  entworjen
  werden.  Die  maßgebenden  Bauwerke  für  die
Strecke  Alchaffenburg-Regeneburg  sollen  jedoch
Almelssungen  erhalten,  die  den  Verkehr  von
1500-Tonnen-Schifssen  zulassen.  Oie  lechnischen
Vorarbeiten  für  die  Beurteilung  der  verschie·
denen  Lintenführung  zuischen  Ma-  ieu  u.  Donau
fid  auf  die  Grundlage  zu  sielle
Lichnom-ln#  Protesft.

*  Berlin,  3.  4.  Nach  einer  zlothelmer
der  Nossischen  Zeitung  hat  Fürir

durch  einen  dortinen  Rech'anwalt
gegen  die  Veroffentlichung  seiner  Denscchrift
durck  ein  schwediscäkee  Blatl,  das  ein  unbefu##ter
Eingreifen  in  seine  Rechte  dariell!,  Prolr:  erhoben.

Deutschland  in  Kenuninie  der  diterreichischen
  Verha  abn#  ¾

Lichnoweln

i  der  Eutentc.
BVerlin,  3.  *  Deniichland  in  wählend
  sämnicher  Verhandsn,  5e2  onterr.  Mittels-Eutente

  üets  über
re  unlerder


au'  ge#

personen  mit  Vertrete
diese  Uerhandlungen
richtet  gewesen.

Unsere  Almen  eine  haupkauelle
füc  die  Viehaufzucht.

Rosenheim,  9.  April.
Neuerdings  hat  der  oberbaver.  landwirt
schafliche  Kreisausichuß  auf  Grund  einer  trefflicken
  Schrift  der  Bezirkstierarztes  Groll  in
Traunstein  die  Angelegenheil  eines  Almschutz- 



 

 

gesetzes  wieder  auigegriffen  und  in  einer  grosien

  Versammlung  aller  beteiligien  Kreise  unier
der  Leitung  seines  1.  Voͤrsienden,  Erz.  Dr.  v.
Kahr,  am  1.  Fr##uar  ds.  Is.  erneut  seine
Forkerungen  geimellt  und  diese  belanntlich  in
12  Leitsätzen  zusammengefaßt.

 

Landwirtschaftsrat  hat  auf  Andiese
  Leitsäße  am

Der  baner.
sucken  des  Kreisausschusies
3.  April  zum  Gegentand  eingehender  Beralung
  in  seinem  Kriegewirtschaftlichen  Ansschuß
  gemacht  und  demselben  noch  einem  Vericht
seine:  Mitgliedee  von  Weidenbach  zugerimmt.

An  die  Spitze  seiner  eriluranbne  rückte
der  bayer.  Landwirtschaftsrat  die  nachdrückliche
Forderung  nach  endlicher  Erfullung  des  alten
Wunsckes:  Schaffung  des  Almichungesetzes.  Unter
  den  Anmesenden  beitand  vollige  Uebereinstimmung
  der  Anschauungen  dahin,  daß  die
Almarrondierung  und  die  Vereinigung  der
Almbesitzer  Vorbedingungen  fur  jegliche  wirk-Esc

  eilt  nicht  mit  der  Einzahlung!  "

er  will,  kann  die  Jahlung  der  gezeichneten  Kriegsanleihe  auf  die  Monate  April,  Mai,  Juni,  Juli  verteilen.
Wer  100  Mark  zeichnet,  braucht  sie  erst  am  18.  Juli  zu  zahlen.

Alfo:  jeder  kann  zeichnen!