Metadata : Geschichte der deutschen Höfe seit der Reformation. Band 36. Sechste Abtheilung: Die kleinen deutschen Höfe. Zweiter Theil. (36_6_2)

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gen  die  junge  amerikanische  Freiheit  abschloß,  derselbe,
der  in  seinen  Nachrichten  vom  Geschlechte  Schlieffen
die  beste  Geschichte  des  ventschen  Adels  gab,  die  wir
bis  jetzt  besitzen,  worin  er  namentlich  die  deutschen
Adelsprätensionen  auf  ihr  bescheidenes  Maaß  zurückführte.
  Der  glückliche  Neffe,  der  diesen  cassel'schen
Minister  beerbte,  war  der  1819  verstorbene,  1812  gegrafte
  preußische  Hauptmann  Ludwig.  Sein  Sohn
war  der  1836  gestorbene  preußische  Generallieutenant
Graf  Heinrich,  der  mit  einer  Fräulein  von  Jagow,
  Tochter  des  Oberstallmeisters  Friedrich  Wilhelm's
  III.,  welche  noch  lebt,  vermählt  war:  dieser
Graf  Heinrich  Schlieffen  nahm  den  schönen  Nuhm
des  bravsten,  thätigsten  und  tüchtigsten  Gutsbesitzers,
den  es  in  ganz  Mecklenburg  gab,  mit  ins  Grab.
Sein  Sohn,  der  gegenwärtige  dritte  Majoratsinhaber,
welcher  zu  Schlieffenberg  resivirt,  ist  der  sechsundzwanzigjährige
  noch  unvermählte  Graf  Wilhelm.  Diese
Linie  zu  Schlieffenberg,  vie  die  reichere  ist,  als  die
Schwandter,  1)  die  Geschwisterkinder  mit  einander  sind,
stehen  beide  auf  zwei  Augen,  beide  sind  sehr  geachtet
und  kommen  gut  fort.  Der  Schlieffenberger  Linie  gehört
  auch  noch  das  Tusculum  Martin  Ernst's
Schlieffen:  Windhausen  bei  Cassel.

1)  Die  Mutter  des  siebenundzwanzigjährigen  auch  noch
unvermählten  Grasen  Julius  Schlieffen,  Herrn  auf
Schwandt,  war  Juliane  von  Voß,  Erbtechter  von
Schwandt,  Veßfeld  und  Marienhof  (7  ehemals  dem  Grafen
Osten=  Sacken  angeherig).