Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

Aummer  289

auf  die  Ausführungen  Levins,  die  Spartalusleute
  sollten  ihre  Kräfle  nicht  übe  erschäßen.  Das
deutsche  Volk  wolle  nach  412  Jahren  ewiger
Umruhe  und  ewigen  Blutvergiesens  in  geordneten

  Zuständen  leben.  Der  Protest  gegen  die
Nalion  alversammtung  komme  verspäter;  die  Nationalversammlung
  sei  eine  voll  zogene  Tatsache.
(Wenn  heute  das  Proletariat  die  Nationaloer
sammlung  verhindere,  so  sei  das  der  Vanlerott
des  Proletartats.  Finanzminister  Jafsse  führte
M#us,  er  halte  es  für  verfehlt,  heute  auf  die
Straße  zu  gehen,  vor  allem  aus  außenpolitischen
GCründen,  da  wir  in  weritesigehendem  Maße  von
der  Entente  abhängig  seien.  Die  Enischließung
Dr.  Leuins  wurde  schließl.  ch  gegen  einige  Stimmen
  angenommen,  worauf  sich  die  Versammlung
auflöste.

Das  diplomatische  Korps  Muünchens
  hat  in  den  letzten  Tagen  mehrere  Veranderungen
  erfsahren.  An  Stelle  des  zurückgetretenen
  preußichen  Gesanten  v.  Treutler
führt  al-  Grigastetn  rüger  Legationsrat  Graf

5  die  Ge  schäf  te  der  preußischen  Gesandt-Der

  auch  in  Bayern  begl  aubigte  spa-16
  Volschafter  in  Verlin  Polo  de  Vernabe
tt  von  seiner  Steilung  hier  abberusen  worden.
-  Baucknbn  ndinPsokkltrchmmgteam

8.  Dezember  eine  zahlreich  beiuchte  Ob-  und

Vertrauensmännerbersammlung“  des  Vauernbunkes
  aus  dem  Neich-  klagowahkkreise  Pjarrlirdchen.
  Es  gelangte  eine  Entschliebung  einstimmig
Shur  Ammhme,  in  der  der  Auichluß  an  die  Vaye-Trischr
  Voll-partei  gesordert  wurde.  Ferner  wurde

gßemschieden  die  radikal.  revolutionär  sozialirische

Landauer  Vartrilichiung  abgelehnt.

Ueber  das  Wadlaligt  in  Vayern
a  gibt  die  „Münch--Aug-b.  Abendztg.“:  Vielach
  hat  c5  überrascht,  dan  das  Wah-  alts  r  auf

20  Jabre,  stall  auf  das  Ni-  -higieiee  dalier  (21

sazt  w.#o#n  in.  T  *  Normierung

chiter  wegen  er  Polgg.  die  an.

Der  Sa#l  bvom  Wa-recht  Wl

fen  warcn  Jin  Laudesseldaten—

il  der  Wur  isch  jant,  das  Wahler

  br  toe  iter  hab-Neunzz#


    
   
  
  

  

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in  nieht  rch  Zeitig  absonen.
  Im  selben
gauan  Ladu  Ihn  in
Tod  zur  Holz

*

 

 

4
—————.—p
Außdorf  a.  Ju—4  3.  §2  FZu  einem
würdigen  Eunpzzug  der  heimkehrenden
  Kriegohet  den  1  die  sleißigen

Hände  der  BVewohner  Nußdorfs  sehr  geschmackvolle
  Trinmphbogen  mit  richt  semigen  Inschriften
  une  Deioratig#en  errichtet.  Durch  Beflag-   


  
 

gung  der  Heuser  salr?  rriii  de:  Dant  an
unsere  lieben  Katertaund  idiger  kundgegeben
werden.  An  man  Häufern  sind  sehr  ge- 



schmavolle  reieaiene  angebracht.  Es  gebührt
  den  th-  igen  Händen  der  Ortsangehöri-=gen
  großer  Dank  und  Auerlenmg.

Heustting,  12.  Leichenfund.  Jm
Waoonerweiher  sanen  S#u#:  gorr  die  Leiche
des  44  jährigen  Schul  Hmachers  Josef  Decer  von
hier  auf.  5  it  wahrn.  Beinlich  zu  Fall  gelommcn,
  im  mum  eingesunken  und  konnte
sich  aus  demsse:  ouen  u##1—  W-  herausarbektten.

We  sterham.  12.  Dez.  Vrand.  Das  Ein—
vdanwee  n  Erb  in  der  Gerneinde  DHolzolling  des
Joh.  Wörntci  in  am  Mittur:  olhmittag  vollftän.
dig  nievergebranmt.  Das  Vieh  und  der  größte
Teil  der  Einrichtung  konnie  gerelte“  werden,
dagegen  sind  sämilich:  eiervortait  he  vernich  et.
Als  Eulitellungsm:  uwire  W  dor
eleltrisdh  en  Lichlanlage  ’’nmVis  —-den
  soll  30  40  000  Mt.  betragen.

Bad  Toölz,  12.  Dez.  Ertranlen  wollte  sich
am  letzten  Mit#iwochabeno  eine  anscheinend  den
besseren  Stäneen  angeborinde  junge  Dame.
Beim  Johanz:a  an  der  Brücke  sprang  sie  in
die  Isar,  Musf  und  (beldbörse  zurüdlassend.

Im  kalien  Bare  scheint  sie  sich  wieder  eines
Besseren  besonnen  zu  haben,  denn  beim  sogenannten
  Taubenloch  ging  sie  schon  wieder  an
Land  uno  unter  heitigem  Stöhnen  erreichte  sie
schliemich  die  städtische  Wage,  wo  die  Lebensmiüde
  Zusammenbdrach.  Am  ganzen  Leibe  jit
ternd  und  vollnänoig  durchnäöt,  wunde  die
Dame  bald  darauf  durch  die  Sanilätololonne
ins  Krankenhaus  gebracht  und  späler  auf  Geheiser
  Eltern  nach  München  überführt.  Eo
handelt  sich  bei  der  Selbitmordlanridatin  um
eine  Schauspielerin,  die  si#  Mutter  fühlt  und
aus  Scham  darüber  und  aus  Furcht  vor  den
Eltern  freiwillig  aus  dem  Leben  scheiden  wollte.

Sihnng  des  nofenheimer  Bolksnud
  Loldakeurakeam

  12.  Dezember.

Di.

  

  
  
 

Der  1.  Vorsitzende  des  Volksrates  Göpfert;

Seheete  um  3  Uhr  vie  Sitzung.  Vollsrat  Baumam
  gab  nähere  Auskünfte  über  eine  eingelaufene
  Beschwerde  gegen  die  Monopolisie- 



 

Rosenhelmer  Anzeiger

rung  der  Oberbayer.  Ueberlaudzentralc.
  Der  zur  Sitzung  geladene  Installateur
Kahlhosert  verlas  eine  Denulschrift  über  den
"Aufbau  und  die  Tätigleit  der  Geselischafl.  Aus
ber  Denischrift  und  den  mitgebrachten  Alten
mar  das  Bestreben  der  Gesellschaft  zu  eriemen,
den  Kleingewerbetreibenden  nach  Möglichkeit
auszuschalten.  Auch  das  anwesende  JInusirie“
datr  Mitgiser  Kabrilant  Hnber  [Prach  sich  ge
gen  rie  Absichten  der  Oberbayer.  Ueberlandzentrale
  aus.

Vollorat  Joh.  Geistaller  berichtete  sodann
über  die  Schuhfürsorge  Rosenbeim  und  bemertte,
daß  die  Meister,  die  dorl  arbeiten  lassen,  20
Prozeni  auuf  die  Arbeit  auszusch  lagen  berechtigt
  sind.  Die  Erfahrung  habe  aber  gezeigt,
aß  sait  durchwegs  50  Prozent  seitens  der  Meiiler
  zum  Schaden  der  Brvöllerung  aufgeschla.
gen  werden.  Eine  Auflösung  der  Fürsorge  lomme
nicht  in  Frage,  ra  die  von  derselben  bezogenen
Lederlarten  giundsätzlich  versallen  würden,  und
somit  die  ganze  Rosenheimer  Bevölkerung  darunter
  zu  leiden  hätte.

Ein  schriftlicher  Antrag  der  Metzgermeister  Rosenheims,
  die  Standortschlächterei  aufzulösen  u.
ie  (Gegenstände  an  die  hiesigen  Meister  zu  vereeien,
  murde  vorerst  abgelehnt.

Varon  v.  Knöringen  sprach  sich  für  die  Ab-Zabe
  non  Gewehren  an  bie  Bürgerwehren  aus.

Die  Untersuchung  in  Ncckelheim  (Raublinger
Zilt  e  ha  ergeben,  daz  di:  1000  FZlr.  Kartof,
seln  nicht  eristieren,  sondern  zirka  20  Zentner

Saatlartosseln,  welche  dem  Gule  belassen
wurden.
Nachdem  in  letzter  Zeit  beuuruhigende  Gerüchte

  über  die  Höhe  der  Auszahlungen  des
Bolls.  ulnid  Soldatentates  verbreiiet  wurden,
oll  genaue  Abrechunng  der  Oessentlichkeit  vordelegt
  werden.  Für  den  Voltsrat  wurden
leiner  blerwöcken  !“m°  Tötigleit,  inbeguifsen
alle  rn  nungen  für  Dru  darbe  eiten,  Neuanschaf.
ungen  u##.  sowie  Löhhe  inegesamt  2015.88
Mark  veranegabt.  Den  Voltzratomilgliedern
wird  also  nur  der  versäumte  Arbeitslohn  ver
hätet.  Für  den  Soldatenrat  wurden  in
derĩelben  Jeit  3000.10  Mark  verausgabt.  Auch
lier  lind  alle  Rechnunge  u.  mit  inbegriffen.  Die
Solealarateminlieder  erhiellen  biöher  täglich
6  Mk.  in  Me  ige  und  850  Mi.  außer  Memnag
  .  Disse  —  ermindern  sich  jetzt  auf
1  Mrr  b  J0)0:churchd1csk.-olke
—  die  Au  azhen  für  den  Soldatenrat  noch
Penr  end  verm  de  ct.  Im  übrigen  werden  die
Anegaben  für  den  Soldatenrat  vom  Militär.
lüslus  und  nicht  von  der  Gemeinde  bestritten.
Aus  diesen  Sähen  ist  zu  ersehen,  daß  die  Geruichte,
  9für  hiesige  Nolke:  und  Soldatenral-
  enritgiieer  töplich  30  bis  40  Mark  bezahlt
o###rden,  böceartige  Ver'eumdungen  sind,  um  ge
gen  den  V.  und  S.  Ral  Stimmung  zu  machen.

zum  Si#lunke  gab  der  Vorsihzende  Göpfert
ioch  einen  14  ren  Berich:  über  die  Tagung
*s  Landesark##t#errates  i#n  München.

Vor  Eröffnung  #ur  Sihung  war  der  une
Kommandauc  des  Garnisonsbataoillons  Rosenlheim,
  Major  v.  Reih.  erschienen.  Er  stellte  sich
em  V.  und  S.  Kat  vor,  versicherte,  daß  er
e#n  Jukeresse  der  Janzen  Sache  mitzuarbeiten
gedenle  und  ersuchte  um  das  Vertrauen  des

Z.  Ra!es.  Die  Sitzung  nahm  von  den

und  S.
Kuefültrungen  des  Herrn  Majors  Kenntnis.

Lokainachrichfen

Wosenheim,  168.  Dez.

Der  bieherige  Chef  des  Bezirksudcim
  Herr  Oberstleutnant
uber,  verläßzt  heute  unsere  Stadt.
iher  1914  hatte  er  die  Stellung  des
Liesigen  v*skommandeurs  inne.  Während
ieser  dier  Kriegsjahre  hat  sich  der  Sceidende
vier  greße  Achiung  und  Wertschähung  erworden.
  Sriion  Untergebenen  war  er  stets  ein  gerechter
  und  wohlmeit#ender  Vorgesehter.  Bei
aller  Wahrung  der  vaterländischen  Interessen
çien  zr  in  seiner  Amlsführung  doch  stets  Milde
unk.  Entqenentommen  walten.  Nunmehr  wird
Her  Obe  Vilaninant  Scheichenzuber  nach  Münzen

  übersiedeln.  Ad  multos  ammos!

Zahlenschinderei.  In  einem  Artikel  der
.Münchener  Pasl“,  der  sich  mit  der  Rosenheimer
*“2  iie  beichäft  Fl,  wird  die  Behauptung  aufgenellt.—
  raft  sic  in  den  limänzztagen  12  000  Perjouen
  68pr  auf  der  Lorektowiese  versammelten,
vCie  in  geschloffe  neu  Reihen  durch  die  Stadt
#ogen.  Vorletzte  Woch=  noc##  hatte  bei  der  Grünungsversammiung
  des  Bürger  rates  Herr  Lan-Senesger=
  von  3000  bie  9000  Menschen  gesproken.
  Dire  Behauptung  wurde  damals  ourch
##uische  uruse  stari  in  eiweifel  gezogen  dem
es  mögen  viellcicht  die  Hälfte  gewesen  sein.  Der
ZSisser  der  „Münchener  Post“  scheint  es  wie  Karriin
  zu  ergelen  in  fünf  Wochen  hat#  sie  sich
gerdrelfacht!

Diebstahl.  Am  10.  Dezember  wurde  aus
***  Gastzimmer  des  Mailkellers  ein  schwarzes,
Fidelplattierteo  Pferdelummet  gestohlen.

Einer  umfangreichen  Lebenemit-=lelschiebung
  ist  man  am  Bahnhof  Deggendorf
  auf  die  Spur  gekommen.  Dort  sland  ein

Uaggon  mit  Baumaterial  nach  Rosenheim
zum  Abgang  bereit,  als  plötzlich  Befehl  kam,
benselben  zurüczuhalten.  Unter  den  Baumate--rialien
  befanden  sich  y  in  Menge.
Gestern  wurden  diese  dem  Kommunalverband
Deggendorf-Land  zugeführt.

 

 
   

 

   

—

 

Abschie  d.
kommandos
Franz  Sch
Seit  Novei- 

   

Nzr

 

lationsproseß  und  die  Kellerlühlun

 

Christ  bescherung  des  Roten  Kreuzes.
  Einer  seit  vielen  „Jahren  geübten  Gepflogenhcit
  ist  der  hiesige  Frauenverein  vom  Noten
Kreuz  auch  währeno  der  vier  Kriegsjahre,  trotz
zahlloser  anderer  Verpflichtungen,  treu  geblieben:
  Er  hat  alljährlich  in  30  arme  Kinderherzen
Weihnachtsfreude  gezaubert.  Daß  er  es  auch  in
diesem  Jahre,  ungeachtet  aller  Beschaffungsich
  „wierigleiten  und  hohen  Preise,  so  halten  will,
verdient  gewiß  allgemeine  Anerklennung,  und
wenn  er  auch  bis  heute  noch  an  keiner  Türe  gellopft,
  so  fino  wir  doch  überzeugt,  daß  gar  mancher
  Gömier  seoin  Scherflein  beiträgt,  strahlende
Kinderaugen  zu  schaffen.  JZene  Heldenväter  u.
Heldenmülter  aber,  die  ihrem  Liebling  keinen

Weihnachtebaum  mehr  schniüclen  lönnen,  mögen

ihren  Tribut  Frau  Caritas  zu  Füßen  legend
einen  kleinen  Trost  finden  in  der  Verheißung  uneres
  göttlichen  Meisters:  „Was  ihr  dem  dos
ten  getan,  das  habt  ihr  mir  getan.“  Jede,  auch
die  lleinste  Spende  wird  dankbarst  entgegengenommen
  von  der  Vorsitzenden  des  Frauenvereins
  vom  Roten  Kreuz,  Haustätterstr.  18  0,  sowie
  vo#m  den  Ausschußmilgliedern.

Sammlung.  Der  V.=  und  S.-Rat  bittet
uns  mitzuteilen.  daß  diejenigen  Damen,  die  sich
der  Sammeltätigkeit  bei  der  am  Samstag  und
Sonntag  slattfindenden  Haus=  und  Straßensammtung
  zugunften  der  heimlehrenden  Krieger
und  der  Hinterbliebenen  gefallener  Krieger  widmen
  wollen,  gebeten  werden,  sich  im  Geschäftsmme
  des  V.=  und  S.-Rates  im  Rathaus  zu
melden.

Richtig  stellung.  IJu  unserem  Artikel
„leure“  Gattin  in  gestriger  Nummer  wird  uns
mitgeteilt,  daß  das  Zusammentreffen  des  Mannes
  mit  seiner  Frau  und  deren  angeblichen  Liebhaber
  aufosfener  Straße  stattfand.  Imübrigen
  besand  sich  in  Begleitung  der  Frau  und
des  Melgers  eine  zweite  Frauensperson,  so
daß  von  einem  „Stelldichein“  wohl  nicht  gul
die  Rede  sein  köme.  Die  Tätlichkeit  des  Mannes
  gegenüber  seiner  Frau  soll  auf  einem  Irrtum
  beruhen.

Die  herrschende  Kohlennot  zwingt  zu
immer  einschneidenoeren  Maßnahmen  der  Behörden.
  Vor  allem  sollen  in  der  nächsten  Zeit
d##  Brauereien  und  das  Papier  bzw.  Jeitungsgewerbe
  mit  weiterer  Kohleneinschränlung  be.
dacht  merden.  Den  Brauerefen  sollen  nur  so
vrel  Kohlen  zugewiesen  werden,  als  der  Fabrii
  i  erfordern.
U##rtschaftliche  Brauereibetriebe  sollen  stillgelegt
  werden.  Eoentuell  greift  man  zu  der  Maßnahme,
  die  Brauereien  acht  Tage  brauen  und
darauf  woeder  acht  Tage  feiern  zu  lassen.  Weirtere
  Mahßnahmen  stehen  bevor  zur  Einschränlung
  d#  Papierverbrauch:s  der  Zeitungen,  den“
  so  schon  bedeutende  Erschwernisse  auferlegt
sind.

Die  Erzbischöse  und  Bischöfe  Bayerns
  sind  Wa  für  die  Adventit

  eine  außeroroentliche  UVittandacht  anzuordnen.
  In  der  Münchener  Erzdiözese  ist  die  Bittawacht
  auf  den  vierten  Adventsonntag  festgesetzt.


Die  hiesigen  Sausbesie#  werden  auf
die  imn  Anzeigenteil  abgedrucklen  Anordnungen
des  Magistrats  gegen  Wohnungsmangel  aufmerksam
  gemacht.

prechsaal.
Ohne  Verantwortung  die  Nedaktson.

Richtigstellung!  Iu  der  in  der  gestrigen
Nummer  “*sr?s  Blattes  betätigten  „Aufklärung“
  cines  Lehrers  müssen  wir  erwidern:  Die
Herren,  die  den  Aufruf  der  Bayer.  Volklsparlei,
  Ortogruppe  Nosenheim,  mit  unterzeichneten,
haben  wohl  unterzeichiet  mit  dem  Bewußtsein,
dadurch  Volk  und  Vaterland  zu  nützen.  Was
sie  unterzeichnet  haben,  kann  auch  wohl  jeder
Staatsbürger,  der  für  die  „Freiheit  des  Bürgertum“
  eintreten  will,  nur  anerkennen.  Daß
rie  Herren  nicht  im  Namen  eines  Vereins  unterzeichnet
  haben,  ist  wohl  jür  jedermann,  der
sehen  will,  Uar  ersichtüich.  Im  übrigen  werden
die  Herren  ihren  Standpunkt  selbst  zu  wahren
wmissen  und  jede  Bevormunoung  in  dieser  Richtung
  strikte  ablehnen.  Der  Herr  „Aufklärer“
gibt  sich  falscher  Hoffnung  hin,  wenn  er  glaubt,
daß  alle  16  000  Mitglieder  #es  bayer.  Lehrervereins
  Cegner  der  Bayer.  Volkspartei  sind.
Nur  ein  Beispiel  zu  seiner  Aufklärung:  Bei  der
(Gründungsversammlung  der  Ortsgruppe  Landsberg
  der  Bayer.  Volkspartei,  traten  derselben
losort  300  Mitglieder  bei.  Besondere  Erwähnung
  verdient  der  Ucbertritt  der  fortschrittlichen
Voltspartei  Landsberg  unter  Führung  des  Herrn
Hauptlehrers  Lochbrunner,  einer  bekannten  Persönlichleit
  des  bayer.  Lehrervereins.  Daß  dieser
Herr  durchaus  kein  weißer  Rabe  ist,  können  wir
dem  Herru  „Aufklärer“  be  mmt  bersichern.  Im
übrigen  bemerken  wir:  Nachdem  wir  uns  mit
ter  Leilung  oes  biesigen  liberalen  Vereins  gegenseirig
  geeinigt  häben,  jede  Polemik  gegenüber
  einer  bürgerlichen  Partei  während  des
Wahllampfes  zu  unterlassen,  lehnen  wir  es  ab,

 

auf  den  weiteren  Inhalt  der  „Aufklärung“  ein

zugehen,  erwarten  aber,  daß  man  in  leitenden
liberalen  Kreisen  auch  dahin  wirkt,  daß  ein  von
ihr  gegebenes  Versprechen  beachtei  wird.
Die  derzeitige  Leilung  der  Bayer.  Volkspartei,
Ortsgruppe  Rosenheim.

—  *5.  4

 

Samstag,  14.  Dezember  19

Lebhte  Rachrichten.

die  Verhan#lungsfähigkeit  de
Lgegenwärtigen  Rehierung.
-Rottendam,  13.  12.  (Drahtb.)  Dere-Minister
  Bonar  Law  sagte,  die  jebBen  deutse
Mahtbaler  würden  niemals  zut  tAunert.
nung  gelangen.  Heber  den  Frieden  we
erst  verhandelt,  wenn  eine  deutsche  Negierung
der  Nationalversammlung  gebüdtt  sei.  Die  er
Besatzungstruppen  würden  Kuhesteis  1#  im  Aus#
1919  nach  England  zurücklommen.
rrußbvenansanglungen  an  den
Rheinübergängen.
s  Harlsruhe,  13.  12.  (Drahtb.)  Die  fr#
Garn##sn  in  Straßburg  wurde  auf  40  000,
Lothringen  und  in  der  Pfalz  auf  10  000  M.
gebracht.  An  den  Nheinübergängen  dauern
Truppenansammlungen  an.
Erleichterung  der  Blockade  in  de
"  OÖstsee
s  Benlin,  13.  Dez.  Drahtb.)  Deutsche
schwedische  Vorstellungen  haben  eine  Milk
rung  der  Blockade  in  der  Ostsee  bewi

Ein  deutscher  General  verhaftet
5  Trier,  13.  12.  (Drahtb.)  Ein  Wutscher!
neral  wurde  hier  verhaftet  und  nach  Metz
bracht.  Er  wird  der  Erschießung  belgischer
wohner  in  Arleux  nach  Kriegsbeginn  angesc
digt.
Dankend  ab  gelehnt.

*  Wien,  13.  12.  (Drahtb.)  Die  Regierun,
Bern  beantwortele  eine  Aufrage  wegen  ei
Aufenthalts  Kaiser  Karls  mit  Famdlie  in
Schweiz  ablehnend  wegen  der  Unannekt
lichteiten  Hollando  mit  dem  deulschen  Erka

Widersätzliche  Fronttruppen.
5München,  13.  Dez.  (Drahlb.)  Ine
Versammlung  der  Unabhängigen  teilte  geß
abend  der  Soldatenratsvorsiyende  Sauber
daß  in  Kissingen  einmarschierende  Fronttrup
sich  der  Entwaffnung  widersetzten  und  gegen
dortige  Garnisonsbataillon  Maschinen:

web  re  aufgestellt  hälten.

—.  —  .  —

Stäbt.  Ardeitsamt  Rosenhein

Offene  Stellen:  Hier:  2  Fuhrknet
1  Feilenhauer,  10  Elektromonteure,  1  Sai
5  Weißgerber,  1  Mühler.  6  Schreiner,  15  Sc
macher,  6  Maurer,  7  Zimmerleute,  10  T
ohner  Stall=  und  Felomäde,  5  Hausun

2  6  Privatköchinnen,  5  Mädchen  für  ar

1  MädMchen  neben  der  Frau,  9  Zugeherim
1  Wäscherinnen,  2  Putzsrauen.  Auswär

D  uhrlnechie,  1  Oberknecht,  52  Felc  lnechte
Ochsenknechte,  1  Steinmetz  ESchrifimacher,
Elektromontsure,  2  Hilfsmonteure,  1  Maschin
schlosser,  1  Müller,  2  Holzdrechsler,  41  Sd
ner,  5  Schneider,  22  Schuhmacher,  2  Kar
Tehrer,  2  Hafner,  13  Jimmerleute,  21  Man
510  Erdarbeiter,  Bauarbeiter  und  Mootarde
1  Hausmeister,  60  Feld-  und  Stallmägde.
Hausmägee,  10  Mädchen  für  alles,  1  0
nomielöchin.  3  Privatlöchinnen,  12  Mär
neben  der  Frau,  2  Pri  vatzimmermädchen,  1
leres  Kindermdochen,  1  ndsmag.  1  Geschä
rm7  1  Lehnnädchen,  5  Lanokellnerinnen.

Aus  7*  Meitsomisblane.

Bekreff:  Abgabe  von  Pferden.

Die  Verteilung  der  durch  die  Demobilmach
des  Heeres  frei  werdenden  Pferde  kann  u
den  derzeitigen  Umständen  voraussichtlich
in  der  beabsichtigten  Weise  slattfinden,  auch  i
aus  Mangel  an’'Eisenbahnwagen  und  Tra
portmannschaften  nicht  möglich,  wie  geplant!
in  jedes  Bezirlsamt  die  gewünschte  Anzahl
Pferden  behufs  Versteigerung  am  Sitz  des
zirlsamts  zu  befördern.  Im  Hinblick  auf  die
stehende  Lage  bleibt  kein  anderer  Ausweg.
an  den  Standorten  der  demobilmachenden  Ti

pen  bzw.  an  den  Demobilmac-ungsorten
bortzeinst  freiwerdenden  Pferde  zu  versteig

Diese  Versteigerungen  werden  durch  die  1
Truppenteile  rechtzeitig  in  der  Tag
presse  bekanntgemacht  werden.

Bei  dieser  Gelegenheit  wird  zur  Kenntnis
bracht,  daß  voraussichtlich  keine  Möglichkeit
sleht,  die  bei  Versteigerungen  erworbenen  Pf
auf  einem  anderen  Wege  als  dem  des  La
transporles  abzubefördern.

Nach  anher  gelangten  Mllteilungen  sollen
einzelnen  Be  Eirken  frei  herumlausende  Pferde
denfalls  freigelassene  HeeresPferde,  angetro
werden.  Es  wird  ersucht,  solche  ferde  umgeh
zu  beschlagnahmen,  durch  einen  Amtstierarzt
kesin  und  ab  en  zu  lassen,  „owie  d
frelthändig  verkaufen  zu  lassen.  Der  Bet
ist  an  die  slellv.  Intendantur  1.  A.«  K.  zu  ũ
weisen.

(0  besuche  um  Aleberlassung  von  Leihpferden

im  Abgabe  von  Pferden  zum  Schäyur
“N  du  gussichtslos  und  haben  deshalb
dersoniiche  Votsprache  beim  Referenten  des  s
vertretenden  Generallommandos  leinen  Erf

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