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sehr fruͤhe Amtsauctorität werden. Der Lehrer einer Gemeine
in einer großen Stadt mußte bald mancherlei Gehülfen
haben, und je ausgebreiteter die Gemeine wurde, desto leichter
veranlaßte es Unordnung, wenn auch Laien in der Versammlung
das Wort nahmen, oder wenn sich nicht überhaupt in
der Gemeine eine bestimmte Regierung bildete. So wurde
der Lehrer nach und nach Herr der Gesellschaft, und woihm
auch anfangs seine eigenen persbnlichen Verhältnisse nicht dazu
geholfen hätten, da würkte das Beispiel anderer Gemeinen.
Er führte mit den Lehrern anderer Gemeinen den gemeinschaftlichen
Namen Bischof, er wollte also auch seyn, was
man sich zuletzt gewöhnlich unter dem Namen eines Bischofs
dachte.
. 8.
Entstehung des Subordinationssystems bei dem Klerus.
Ursprünglich sollte der Lehrer der Christlichen Gemeine zu
Rom um nichts vornehmer seyn, als der Lehrer eines Phrygischen
Dorfs, keiner sollte dem andern zu befehlen haben,
und wenn es auf Amtserinnerungen ankam, so war das
Recht sie zu geben, vollkommen wechselsweis. Aber aposiolischer
Ursprung einer Gemeine, Größe und Reichthum der
Stadt, Sitz des Statthalters, der sich etwa gerade da befand
— das alles mit noch mehrern in einzelnen Fällen ganz
individuellen Umständen, traf bald so zusammen, daß sich
unter den Lehrern der verschiedenen Gemeinen selbst, eine
Aristokratie bildete, welche gleich anfangs, selbst nach den
Veranlassungen ihres Ursprungs, die größte Aehnlichkeit mit
den politischen Eintheilungen des Rbmischen Reichs erhalten
mußte.
Aus der übrigen großen Menge hoben sich ungefähr zeben
derselben hervor, auf deren Wort vorzüglich viel ankam,