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baren, die gewoͤhnlich don Pannonien her einbrachen, fast
mehr als irgend ein anderer Theil Italiens. Hier traf der
erste Schrecken oder der erste Zorn und die erste Raubgier
des Eroberers, und weil die schoͤnen Staͤdte, die vielleicht
ohnedies damals schon sehr zerfallen waren, ohne gute Korn-Magazine
keine sichere JZuflucht gewähren konnten, so flohen
viele der armen Einwohner des Landes nach den kleinen Inseln
hin, die dort in Menge an der nördlichen Spitze des
Adriatischen Meerbusens liegen. Wie Attila einbrach, war 452
gewiß der Schrecken sehr groß; noch größer aber wie die
wilden Longobarden einfielen. Damals fanden beson= 508
ders die Vornehmen und Reichen bloß in der Flucht ihre
Rettung, und jene Inseln waren ihr einziges Asylum.
2. Natürlich wurde aber unter diesen Emigranten eine
wahre demokratische Verfassung, denn die Noth batte sie zusammengetrieben,
und allgemein gleich gemacht. An Entliechung
großer Proprietairs oder Aristokraten-Entstehung
war langehin nicht zu denken, selbst wenn sich auch endlich
ein Central-Punkt unter allen diesen Inseln zu bilden anfieng.
3Z. Wie auch zuerst bloß die Noth alle unter einander
gleich gemacht hatte, so erhielt sich langehin eben diese allgemeine
Gleichheit theils durch die Lebensart, zu der sich diese
Emigranten und insularische Kolonisten beguemen mußten,
theils selbst durch die Local-Verhältnisse. Die Tribunen
oder Chefs der Einwohner einzelner Inseln mochten
zwar oft willkührliche Gewalt ausüben, wie leicht in ungebildeten
demokratischen Verfassungen die Gewalt der gewählten
Magistrate bald zur Erbmacht bald zur willkührlichen
Gewalt wird; das alles entstund und verschwand doch
nur nach persönlichen Verhältnissen.
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