Full text : Kriegsgeschichte von Bayern unter König Maximilian Joseph I. - Zeitraum vom Jahre 1789 bis zum Frieden von Tilsit 1807. (1)

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Schwertes.  Zudem  schienen  die  Finanzen  des  Staats
fest  genug  gesichert.  Die  Schulden  der  baierischen  Landschaft
  betrugen  im  Jahre  1803  nur  achtzehn  Millionen
Gulden,  und  die  aͤltern  Staatspapiere  waren  wieder  um
7  bis  8  vom  Hundert  im  Werth  gestiegen.  Ein  allgemeines
  Staatögesetz  (Hausschulden=  und  Fideicommiß-=Pragmatik
  vom  20sten  October  1804)  schien,  bei  künftig
  zu  errichtenden  Landesschulden,  genügend,  jeder  Willkühr
  die  Hand  zu  binden.

Sobald  nach  dem  Kriege  das  Heer  auf  Friedensfuß
  gestellt  worden,  übertrug  der  Kurfürst  einer  zu  Amberg
  aus  den  Generalen  Gaza,  Deroy,  Nogarolla,
Barthels,  Wrede  und  den  Obersten  Siebein  und
Reuß  zusammengesetzten  Kommission  unter  Vorsitz  des
Herzogs  Wilhelm  von  Baiern,  alle  Vorbereitungen
zur  Verbesserung  des  gesammten  Heerwesens.  Sofort  wurden
  vor  allen  Dingen  durch  Gnadenverkündung  (T22sten
April  1801)  die  Ausreißer  zu  ihren  verlassenen  Fahnen
zurückgerufen;  die  oberpfälzischen  und  neuburgischen  Regimenter,
  jedes  mit  einer  Compagnie,  verstärkr  (Zösten
April),  und  der  Stand  der  Reiterei  (Dten  Mai  1801)
auf  ein  Cürassier=  zwei  Oragoner=  und  drei  Chevaurlegers-Regimenter,
  die  Vollzahl  eines  Regimentes  aber
Cedes  zu  1#  Escadronen,  die  Escadron  mit  vier  Offizieren)
  auf  623  Mann  und  600  Pferde  festgesetzt,  folglich
beträchtlich  vermehrt.  7)  Man  bildete  zwei  neue  Regi- 



*)  Da  das  Regiment  Taris  bis  dahin  nur  zwei  Escadronen,
das  in  die  Rheinpfalz  bestimmte  andere  Dragoner-Regiment
  ebenfalls  nur  zwei  pfälzische  Escadronen,  das  Chevanrlegers=
  Regiment  Leiningen  nur  anderthalb  Escadron
zählte.

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