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futlpuchsnMgsidstkr.T Inseraien. Ableilung Nr. 238.
Ausnahme der Bonn-2
Mark 70 Psennig.
— .
Die Schlacht im #esten.
Deutscher HDeeresbericht.
'IB Grotßee Hauptquartier, den
29. 6. „vorm. « II
Westlicherxriegsfsauplck.
Kronprinz Rupprecht.
Nördlich der Lye sind heftigem Feuer
Infanterieangrisse der Engländer gesolgt.
Dreimaliger Ansturm gegen Merris
brach unter schweren Verlusten zusammen. In
der Mitte des Kampfseldes drang der Feind in
M¾ienx-Berquin ein. Gegenstoß der Bereitschaften
brachte ihn dort zum Stehen und warf ihn über
den Westrand des Ortes zurück. Nördlich von
Merville scheiterten oie feindlichen Angrisse in
unserem Feuer.
* An der übrigen Front flaute die lebhafste
nächtliche Artillerietäligkeit in den Morgenstunden
ab. Südwestlich von Bucquoy wurden stärtere
Vorstöße mehrfacher Erkundungsabteilungen
des Feindes abgewiesen.
Deutscher Kronprinz.
Südlich der Aisne griff der Franzose nach
starker Feuerwirkung an. Bei Ambleny wurde er
nuch hartem Kampf abgewiesen. Ueber Cutry
Dinaus gewann er Boden. Unser Gegenstoß warf
ihn auf die Höhen beiderseits des Ortes zurück.
Bersuche des Feindes, unter Einsatz von Panwkraftwagen
den Angriff seiner Insanterie weiter
vorzutragen, scheiterten. Am Walde von Willers
Cotterete stießen wir dem weichenden Feind bis
in seine Ausgangsstellungen nach und machten
Gesangene.
In der Luft erlitt der Feind eine schwere Niederlage.
19 seindliche Fugzeuge wurden abgeschossen.
Leutnant Udet errang seinen 35., Leutnant
Löwenhardt seinen 30. Lusftsieg.
Südmestlich von Reime wurden bei einer kleinen
Unternehmung 20 JItaliener gefangen.
Der erste Generalauartlermeister:
Ludendorff.
WITB. Großes Hauptquartier, den
20. 0. (Trahtb.) Amtl.
westlicher Kriegsschauplatz.
In den Kampfabschnitten nördl. der Lys und
südlich der Aiene hielt lagsüber erhöhte Gefechts
tätigkeit an. Am Abend lebte sie auch an der
übrigen Front zwischen Aser und Marne auf.
Kleinere Insanteriegefechte.
Bei stärkeren Vorstöhen des Feindes sddlich
des Ourcq und bei erfolgreicher eigener Unternehmung
am Hartmannsweilerkopf machten wir
Gefangene.
Leutnant Udet errang seinen 36., Leutnant
1 remnharmn seinen 31. Luftsieg. Leutnant Jalob
5.
—
Fschoß in den letzten Tagen seinen 20., 21. und
22. Gegner ab.
Der erste Generalquartiermeister:
Ludendorff.
" Die Verteidigung von Paris.
Genf, 30. 6. Nach dem „Petit Journal“
gehen Züge mit Arbeitern nach der äußeren
Bannmeile von Paris ab. um dort Dr ahtltverhaue
und Schützengräben zum e
der Hauptstadt anzulegen.
Elemenceaus Besorgnis um Parie.
Haag, Im „Manchester Guardian“
wird Fase beobsichtige eine Se#
kung seines Kabinetts durch Nrenstr. 4
tion, weil er sich vor die bedeutsame Entscheidung
gestellt sehe, ob Paris im Faile eines
deutschen Vordringene bis zu einer Entfernutg,
von wo die Stadt sestewan bombardiert. .
den könnte, verkeidigt Wrden solle vder
Ein solches Bombardementuhnnnte Wochen
ern und für Paris das sal von Reims.
Arras und anderen Städten haben, die Teile
dex. Front ausmachten. Disse Fratze. werde nun
in Frankreich öffentlich erörtert und ei iut
perwiegenden politischen und moralis dol
8 verknüpft.
Die Luktangriffe * Parls)
..Parie, 29. ich.). Bt e
eindliche Fluzen ds in del
Nichtung auf den — und wuroen von
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uzeiger
Hasenstein &
Die einfpaltige Peittzeile im Amzeigenteil koftel 15 sg., die Petitzeile im Reklameteil 46 N
Die Annohme von Anzeigen, Reklamen und Bellagen ersolgt durch die Annoncen-Expeditlon
Celer, A.-G., Nolenbelm, München München, Nürnberg, Berlin, Breslau, Cassel uls ·
Schluß der Anzeigen-Annabme 12 Uhr outtage.
ress%ns
Rofenheimer Tagblatt
Amtliches Bublikakions-Organ
der Aisne. — Italienische Angri
Gemeinben. —
Dienstag, 2. Juli 1818
Der Westen in Erwartung
Heftige örtliche Angriffe der Sos- melich der LTys und südlich
e auf ber
Ein Sieg deutscher und österrelchischer Kriegsgefangener
über die Tschechoslowaken in Mußland!
Paris. — Deutsche Rahrungsmittel flr die Ssterreichische Armee.
ochfläche der Sieben
— Kerenskt in
der Abwehr heftig beschossen. Einige Vomben
wurden abgeworfen, aber es wurden keine Verluste
gemeldet. Um 11 Uhr 39 Min. wurde alarmiert,
um 12 Uhr 30 Min. wurde der Alarm
ausgehoben.
Der arieg zur See.
Lust-und Seegefechte an der flandrischen
Kuüste.
WITB. Berlin, 238. 6. (Amtlich.) Am 27.
Juni vormittags griff eine unserer Marine=Jagdketten
unter der Führung von Leutnam der
Reserve Oslerkamp querab der flandrischen Külte
ein stark von Einsitzern gesichertes Bombenge
schwader an. Im Verlaufe des Kampfes, in den
alle feindlichen Flugzeuge — uñgefähr 20
eingriffen, gelang es unserer Kette, die nur aus
dier Glugzeugen bestand, vier feindliche
Flugzeugeab: Fuschießen. Leutnant Osterkamp
errang seinen 15. Luftsieg.
Am Abend des 27. Juni gerieten Teile unserer
DTor’yedoboln- Kreitkrste Flon
derns auf einer Patrouillenfahrt vor Ostende
in ein Gesecht mit englischen zerstörern unter
Führ#ung eines Zeritörersnihrerschiffes. Nach
einem etwa halbstündigem Gefecht zogen sich die
feindlichen Zerstörer mit hoher Fahrt zurnc, indem
sie sich durch Einnebeln der Sicht entzogen.
Es wurden Treffer auf dem Führerschiff und
einem der feindlichen Jerstörer beobachtet. Unsere
eigen Boote sind ohne Verluste und Beschã di ·
gungen eingelaufen.
Ter Chef des Admiralstabes des Marine.
Neuce U-Vootserfolge.
". Berl'# 28. 6. (Amtlich.) Im Sperrgebiet
des wesllichen Mittelmeeres verfenkten unsere
U-Boote vier Dampfer und einen Segler von
rund 21 000 Bruttoregistertonnen.
Der Chef des Mnmtralstabes des Marine.
der amll. öflerreichische Berichl.
*WTB. Wien, 28. 6. Amtlich wird verlautbart:
In Judikarien, im Erco-Becken und im Etsch-4k
richtete der Italiener sein wirkungsloses Stömungsfeuer
bis weit hinter unsere Linien. In
- 1— Raum scheiterten mehrere feindliche Erundungsversuche
an der Wachsamleit unserer
Besatzungstruppen. An der venetianischen Gebirgsfront
stand der am 26. Juni heldenmütig
behauptete Col del Rosso, der westlich davon ge
lec#enc. Monte di Val Bella sowic der Raum westlich
Asiago unter starkem anhaltenden Artillerieund
Minenfeuer. Ein unter Ausnützung dieses
Feuers südlich Canove angesetzter feindlicher Vorwurde
durch Abteilungen des Infanterieregits
Nr. 73 aoechu.
4 An der Piovefron
Uebergangsversuch der Italiener bei alsan
Lveseitelt. Der Pihve führt anhaltend Hochwasser
Der Chef des Generalstabs.
h. Wien, 29. 6., mittags. Amtlich wird
gemeldet: Bei Zenson und Noventa di
Plave versüchten feindliche Erkundungsabteilurhen
den Funß zu übersetzen.
Sonst überalt Arkilleriekampf wechselnder
Stärke.
Der Chef des Generalltabs.
30. 6. Amtlich wird verwucbe
ein“ neuerlicher.
*l . Wien,
fans art
Unsere Steliungen auf der Hochsläche der
Sieben Gemeinden lagen gestern seit 3
freie Hand gelassen würde.
Uhr früh unter dem schwersten seindlichen Artillerieseuer,
dem einige Stunden später slarke Angriffe
gegen den Col del Rosso und den Monte
di Val Bella folgten. Während die gegen den
Col del Rosso gerichteten Anstürme von Haus
aus erfolglos blieben, vermochte auf dem Mnute
di Val Bella der Italiener nach erbitterten Nahlämpsen
in unsere erste Linie einzubrechen, doch
wurde er durch Bataillone des ungarischen Infanterie
Regiments Nr. 131 und des Warasdiner
Negiments Nr. 10 im Gegenftoß wieder binaus
Leworfen. Weitere Angriffoversuche sowie Teil
vorslöße gegen den Sisemol und bei Aiage
erstickten in unserem Geschützseuer.
Soust überall Artilleriekampf wechselnder
.tärke.
Der Chef des Generalstobs.
Englische Ankworl auf die Kühlmannrede.
Rotterdam. 29. 6. Neuter erfährt, daß
folgendes die Auffassung der maßgebenden englischen
Kreise über die Kühlmann--Rede sei:
Man zweifelt nicht daran, daß der deutlsche
Staatssekretär England zu verstehen geben woll
te, daß man mit Deutschland zu einer Verständi
Lung kommen könnte, wenn Oeutschland im Osten
Der deultsche Staats
selretär hat drei Bedingungen aufgestellt: Be
obachtung der historischen Grenzen D Deutschlandg,
wobei aber nicht -#estgeitellt sei, was er damit mei
allgemeine Zugeständnisse über See und
das freie Meer.
Bczüglich der überseeischen Stellung Deutsch
lands hat er sich sehr unbestimmt ausgedrückt;
er hat nicht gesagt, daß Deutschland seine früheren
Kolonien zurückerhalten müsse, sondern nur,
Deutschland müsse das nötige Kolonialgebiet ha:
ben. Kühlmann hat ferner das freie Meer ge
fordert. Er hat damit wahrscheinlich das freie
Recht gemeint, alle notwendigen Rohstoffe über
das Meer transportieren zu dürfen.
ne;
Er hat eine Art von Angebot gemacht, das.
wie er miinte. für Pazififlen oder Halbpazifisten
annehmbar sei. Dagegen verhehlt er nicht, daß
Deutschland alles behalten will, was es im Osten
erworben hat. Die Rede wird als ein deutsches
Friedensa ngebot angesehen und
hauptsächlich als an England gerichtet.
Aber es ist ausgeschlosien, daß die Verbündeten
jemals einem Frieden zustimmen, der Deutschland
in die Lage versetzt, ganz Nord-Rußland zu anektieren
und so seine Macht gewaltig auszudehnen.
Um den Frieden.
Bern, 29. 6. Im Anschluß an die gestern
Abend in St. Peter in Rom begonnenen lirch
lichen Fun tionen mit Gebeten um einen raschen
und gerechen Frieden, die heute in allen Kirchen
der latholischen Welt gesprochen werden, kus, lant
„Tribuna" „Seine Heiligleit der Papst Benedilt
XV. heute Morgen um 2 Uhr in Gegenwart
eines kleinen Kreises Eingeladener in St, Peter
eine seierliche Messe. ·
»,anano3062lnchnachden Berichten
italienischer Blätter sollen vergangene Woche angeblich
österreichische Emissäre in der Schweiz
sruchtlofe Versuche gemacht haben, mit Vertretern
der Entente Verhandlungen anzuknüpfen.
Eine Erklärung des. ishen
Arbeiterbundes.
PBern, 30. 6. Laut „Progres de Lyon“
verössentlicht die onsederation generale du
####: Mariä beinsuchung Ü 64. JIahruns
travail“ eine Erklärung. in welcher nachdrücklich
verlangt wird, daß der Arbeiterklasse ## gewise
moralische Genugtuung gegeben Mißveritund
nisse zerstreut und das Land über de Kriege.
ziele, die Kriegführung und die allgemeinen
Bedingungen, unter denen der Friede geschlose 1
werden könnte, aufgeklart werden müsse.
nusüsche Gerüchte.
Aolltüändiger Umitur: in Rußland.
Troßki und Lenin auf der Flucht.
Grohfürst Nikolgiemitich Kaiser von
Rußland=RKopenhagen.
23. 6. Die dänischen ##wi#
tungen geben ein vom Petersburger Telegramm
blatt verzeichnekes Gerücht wieder, wonach
Bolschewikiregierung gestür zt und Moskau von
den Generalen Kornilow und Kaledimweinge: 2m
men worden sein soll. Großfürst vitol «-wctschsetnmKnncranqennenund
und Lenin auf der Flucht nach der Murma *- se.
Die deutsche Heereoleitung in Helfingfors hat
eine Bestätigung des Gerüchtes bieher no#h nicht
erhalten. Auch an den Berliner russischen Stellen
ist über eine Aenderung der Lage seit Mittw.
nichts bekannt.
s Wien, 30. 6. Aus Kiew wird gemeldel:
Die Blätter verzeichnen Meidungen aus (Proftruhland
über das Umsichgreifen der Gegenrer
lution. Sie stellen sest, daß die Entente die
Handim Spielhat. „Nerrstafa My re!
det. daß in Wladiwostok japanische Truppen u#
ter dem Kommando des Admirals Cato zur N1 s
Icmntznnqper-Id)eckm«loaolenauseennm
worden seien. Tach verläßlichen Adungen wer
de der tschechosftowakische Aufstand von einem
Stab des Vielverbandes in Charbin *.
Der Vielverband beabsichtige, japanische. chine
sische und amerikanische Truppen nach Nublaernb
zu bringen.
(Keine japanische Jutervention in
Rußland.
* Haag. 23. 6. Renter meldet auo Warhrnton,
dort verlante inoffiziell, daß die Regierung
in Tokio beichlossen habe, den Wunich der FEn
lentemächte, in Sibirien zu intervenieren, aben
lehnen.
Der Zar in S Sicherheit.
Verlin. 28. 6. Die russische Vo# 1 n
Verlin hat qaus Moskau die Mitteilung erhalten.
daß dort von dem Sowiet in Jekaterinburn ein
Bericht eingetroffen ist, wonach die Gerüchte über
die Ermordung des Jaren unbegründet sind.
Kerenski.
30. 6. Reuter erfährt von zu
i Kerenski. nach ein oder
zweiwochigem Aufenihan von Paris nach Lon
don zurücklehren und später. falls leine radilale
Aenderung in der russischen Lage eintritt. nach
den VereinigtenStaaten geben wird. .#
verlautel, daß Kerenski außerflande ist. alle Cin
zelheiten über seine Reise nach England mir #uie
len, meil er fürchtet, dadurch die Freunde blolzustellen,
die ihm geholfen haben.
Russischer Protest gegen englische
Landungenander Murmanlüne.
* Stockholm, 29. 6. Nach einer Meldung
der Petersburger Telegraphen Agentur hat das
russische Kommissariat für auswärtige Angelegenheiten
durch eine Note bei der englischen Regic:
rung Einspruchnegen die Anwesenheit
englischer Truppen im Murmangebiet
erhoben.
Msemeises vom sities.
Fliegerleutnant Wüsthoss gefangen.
Bern, 29. 6. Nach franzosischen Meldun
gen wurde der bekannte deutsche Flieger Leutnant
Wüsthoff binter den französischen Linien zur Lan
dung gezwungen und ist verwundet in französische
Gefangenschaft gefallen.
Albert Thomas im Kabzuctt
menccau?
§s Genf, 30. 6. Das Blatt „Populaire“ weist
in einem Artikel auf die Annäherung der Anhän-5
London=