Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

Gnocco

verehrte,  die  gnidische  (knidische)  Göttin,  vgl.:  Die
Nymphen  zu  Gnid  [Reim:  schiedl.  w.  3,  130.  —
2)  eine  Pfl.,  Nadelzeidel.  —  GCnöc-co  (it.),  m.,
—6;  cchi  lki!:  Kloß;  Art  Mehlspeise.  platen  7,  67.
—  ESnöm  (gr.),  m.,  e)s,  -en;  —en,  —e:
Erdgeist,  Kobold  (s.  Elementargeist).  Kreiligrath
SW.  6,  288;  Elnen  verhutzelten  G-en.  Sutzkom
Z.  3,  171;  162;  Mauhison  116;  205;  Der  Anblick
  des  häßlichen  G-en.  w.  1,  120;  257;  Geizig
wie  ein  G.  11,  172  2c.;  Der  Kammer-G.  der  schönen
Colisichette.  15,  187;  Zwerge  u.  Erd-Gen,  vom  Volke
Schrättli  genannt.  Verlepsch  32  2c.;  G-en=  artig  (s.
das  Folg.).  -e,  f.;  —n:  Sinn-,  Denk-,  Lehrspruch:
  G-#en-artig  (s.  Gnem);  -Dichter;  -Dichtung
  2e.  enhaft,  a.:  wie  ein  Gnom,  gnomenartig:
  Das  g—e,  wahrhaft  verkruppelte  Aussehen  so  vieler
Fobrikkinder.  Diertelj.  21,  5  1c.  -ide,  f.;  —n:  weiblicher
  Gnom.  w.  1,  257;  12,  228.  Eih,  f.;  0:
gnomische  Poesie.  Kosenkranz  Voes.  Gsch.  161.  -iher,
m.,  —6;  uv.:  Gnomendichter.  Ros  Jus.  2,  130;
Schlegel  GN.  199  2c.  -in,  f.;  —nen:  Gnomide.
Tisch,  a.:  Denksprüche  enthaltend,  darauf  bezüglich
  2c.:  Gc  Elegie.  Nolenkranz  Poes.  Gsch.  160.
Solög,  m.,  -en,  -S;  -en:  Gnomiker,  Gnomensamm-=ler
  2c.:  G-ie,  f.  Herrig  27,  194;  Uosenkronz  Poes.
Ösch.  161  1c.;  isch,  a.  353  2c.  Jon,  m.,  —  —S,
zöne  (Kinrow  658;  Mädler  590)  [824,  3,  -is]:  eine
auf  dem  Horizont  senkrechte  Säule,  durch  deren
Schatten  die  Alten  die  Höhe  der  Sonne  maßen;
Zeiger  der  Sonnenuhr  u.  diese  selbst.  weiss  Kost.  1,
1219;  Filar-G.,  sosern  ein  herabhangender  Faden
die  Mittagslinie  bez.  ꝛe.  önik,  f.;  Sen:  Lehre
u.  Lehrbuch  v.  den  Sonnenuhren.  önisch,  a.
zur  Gnomonik  gehörig:  In  den  meisten  9—-en  Schriften.
  mädler  589.  —  Snö-se  (gr.),  f.;  —#:  Erkenntnis,
  s.  Gnosis.  -seolög,  m.,  -en,  —;  en:  Erkenntnislehrer,
  Metaphysiker  (s.  d.).  Dazu:  Glie,
f.;  g—isch.  -sis,  f.  18  24,  3,  uv.]):  Erkenntnis,
bes.:  die  tiefre  Einsicht  in  Religionswahrheiten,
deren  in  den  ersten  Jahrh.  des  Christenthums  die
„Gnostiker“  als  Eingeweihete  sich  rühmten,  beruhend
  auf  der  platonischen,  nam.  neuplatonischen
Philosophie.  ticismus,  m.,  uv.;  0:  Lehre  der
Gnostiker.  tiner,  m.,  —s;  uv.:  s.  Gnosis.
„slisch,  a.:  zum  Gnostieismus  gehörig.  -  Kologis,
f.;  0:  Gnosticismus  2c.  thi:  erkenne:  G.  seautön
ldich  selbst),  —  Inschrift  des  delphischen  (s.  d.)
Tempels.  w.  29,  163;  Er  ward  in  einer  einz'gen
Nacht]  zum  J#W#  coz#e  in  Chloens  Arm  gebracht.
3,  55;  Sch.  692a  2c.  —  GCnü,  n.,  —6  ;  —6:  Art
südafrik.  Antilope,  G.-Thier.

Go  (engl.):  gehn;  geh!  2c.,  s.  shopping  rc.:
Go  ahead!  lähédd,  geh  —  od.  immer  —  vorwärts!]
  Das  ist  unsre  lder  Nord-Amerikaner]  Nationalderise.
  Westermann  3,  572b  te.,  dazu:  Der  srrichwörtlich
  gewordene  GOo-aheadfsm  lder  Amerikanerl.  Mag.
d.  Ausld.  36,  68a,  die  Marime,  ungebeugt  immer
vorwärts,  immer  drauf  los  zu  gehen.

Sobar  (ar.),  n.,  —;  —:  „Staubschrist“  für
Zahlen,  wobei  für  die  Nullen  Punkte  dienen:  Man
schreibt  im  G.  3.  statt  30;  4.  statt  400,  6.  statt

Soelette  447

6000.  Humboldt  Kosm.  2,  456.  —  Sobee:  s.  Haisan.
—  EGobel-et  (frz.  —),  m.,  —#;  —#:  Becher,  nam.
auch  als  Geräth  der  Taschenspieler:  Joueur  (shuör]
de  8—8,  Taschenspieler,  Eskamoteur  2c.  -ette,  f.;
—s:  kleines  Fahrzeug  mit  Masten.  —  Sobelin
(frz.  —eng),  m.,  —s;  —#:  Name  einer  berühmten
Teppichweber-Familie  u.  danach:  eine  berühmte
Texpichfabrik  in  Paris  u.  die  daraus  hervorgehnden
  Teppiche,  s.  IAoht  Par.  2,  22  ff.;  Uodenberg
Par.  B.  280  c.;  Gs,  Gs-Tapeten  od.  Niererländer
Tapeten.  Das  Gewebe  derseiben  ist  leinwandartig;  die
mit  großer  Kunst  ausgeführten  bild".  Darstellungen
(Landschaften,  Porträts,  historische  Scenen  rc.),  welche
alle  Frciheit  der  Zeichnung,  allen  Farbenreichthum  u.  fast
allen  Effekt  v.  Gemälden  darbieten,  entsteben  durch  die
Farbenabwechselungen  im  Einschlage,  welcher  so  dicht
angeschlagen  ist,  daß  er  die  .  Kette  gänzlich  verdeckt.
AKarmarsch  M.  2,  755  2c.  (vgl.  Arazzo:  Spalernoi);
In  Petit-point  od.  G.-Stich.  Uat##  21,  195.  —
Gobe-Mlouches  (frz.  gobmusch),  m.,  uv.;  uv.;:
Fliegenschnäpper,  als  Name  v.  Vögeln  (Auscicapa,
s.  Oken  7,  71),  Eidechsen  (6,  613),  Pflanzen  ((.
Dionäa  2)  2c.;  auch  v.  Personen,  die  leichtgläubig
Alles  aufschnappen,  maulofsfen  od.  maulassend  dastehn
  2c.  —  Gobern-aciön  (span.),  f.;  -es:  Regierung,
  —  auch  n.:  Regierungsgebäude:  In  dem
G.  (Ministerium  des  Innern)  angekommen.  Uat.3.  21,
478  2c.  Jador,  m.,  —s;  —es:  Gouverneur.  AMels
Erlebt.  2,  107.  —  Gch)õbi  (mongol.),  f.:  Bunge
sagt  v.  dem  Wort  G.,  es  sei  ein  Homonbm  v.  Sahara
ls.  d.]  u.  der  Mongole  bezeichne  mit  diesem  Worte  den
Ggstz  v.  Changai,  worunter  eine  Gegend  rerstanden
werde,  die  reich  sei  an  fließendem  Wasser  u.  Walrbckleidung.
  Humboldl  Bergh.  2,  27;  29  ꝛe.  —  Göbler,
m.,  —6;  uv.:  in  Nordamerika,  der  wilde  Truthahn.
  Hausbl.  (66)  4,  61.

Sod  (engl.  gödr),  m.,  uv.;  —s:  Gott:  G.damn
(s.  d.),  häufiger  Fluch  u.  Schwur  im  Munde  gewöhnlicher
  Engländer,  daher:  Die  Coddäms,  man  berient
sich  empörenderweise  nun  einmal  bier  lin  Paris]  noch  bäufig
dleses  Namens  für  die  Engländer.  IKohl  Par.  2,  30  rc.;
G.  save  Hdew’']  the  sdhẽ]  king  od.  queen  lkfwinzj,
Gott  erhalte  den  König  (vod.  die  Königin),  Anfang
  der  engl.  Nationalhymne  r.;  Die  G—s,  Götter,
  —  scherzh.  auch:  das  Publikum  auf  der  Galerie
  (s.  d.  2)  oder  dem  sog.  „Olymp“  (s.  d.)  2c.  —
Gode  Kawoolo:  (in  Ceilon)  Fischer  zw.  Felsen,
s.  Karawe.  —  Sodet  (frz.  —),  m.  ,  —6;  —:
Napf;  Gießloch.  Heyse  (s.  Jet).  —  Sodivrau
(frz.  -wö),  m.,  n.,  —#;  —:  (Kochk.)  Wurstpastete.
—  Sodmiché  (frz.  ischs),  m.,  n.,  —#s;  —#s#:  Werkzeug
  aus  Gummi  für  onanierende  Frauenzimmer.
—  Sodr-on  (frz.  —öng),  m.  (n.),  —;  —:  eiförmige
  Verzierung  an  Silbergeschirr,  Bauwerken
ꝛe.  onnkeren,  tr.:  mit  Godrons  versehn.  —
Södscho,  k.;  —6:  (in  Abessinien)  Hütte  v.  Baumzweigen
  u.  Hochgras.  Garienl.  1  5,  69  82  1c.

Soel  (hebr.),  m.,  —#;  —:  G.,  G.  hadäm,
Bluträcher  (s.  4.  Mos.  35,  12  ff.).  —  Göelak,  n.,
—8  ;  —§#:  ein  Pfeffergewicht  auf  Sumatra  =  1½
Pfund.  —  Goelette  (frz.),  f.;  —.  —n:  Ein