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ches an Friedberg zu vergelten. So ging es gegenseitlg ein ganzes
Jahr, bis Stephan III. mit Herzog Johann von Burgund, der
ihnen verschwägert war, nach Bapern zurückkam; denn durch letztern
kam ein Bertrag zu Stande, daß München und Ingolstade
wieder gemeinsam regiert werden sollten, 1505.
S. 0.
Im zweiten Jahre darauf starb Johann. Dem Vertrage gemäß
hätten nun auch dessen Söhne Wilbelm und Ernst mit den
Herzogen von Ingolstadt gemeinschaftlich regieren sollen. Allein
Stephan strebte nach dem Besitze von München, wo die beiden
Prinzen nach dem Beispiele ihres Vaters ihren Aufenthalt hatten.
Sein Sohn, Ludwig der Gebartete, ein feuriger, unruhiger Prinz,
machte gemeinschaftliche Sache mit seinem Vater; er brauchte Gewalt,
und riß einige Orte von Bayern-München an sich. Der Ausspruch
einiger Schiedsrichter, die man zur Beilegung dieser Irrung
gewählt hatte, trug zwar den Herzogen Stephan und Ludwig auf,
die abgerissenen Ortschaften zurückzugeben, und eine gemeinschaftliche
Regierung beider Linien wurde auf's Neue festgesetzt. Allein die
Herzoge Wilhelm und Ernst bestätigten der Stadt München ihre
Rechte und Freiheiten nicht, wie dieses bisher bei dem UAntritte
eines jeden neuen Regenten Herkommens gewesen war; und dieser
Umstand gab neue Veranlassung zu großen Unruhen.
S. 7.
Das Mißvergnügen der Einwohner von München benützten
die Herzoge Stephan und Ludwig, die noch immer, als die ältern
aus der Familie, nach dem Besitze dieser Stadt strebten, um
die Bürger auf ihre Seite zu bringen. Durch den allgemeinen
Ruf von der guten Regierung des Herzogs Stephan in Ingolstadt,
und durch sein und seines Sohnes freundliches Betragen, war in
Mühnchen bald der größte Aheil der Einwohner für sie gewonnen,
und wer es mit den Herzogen Wilhelm und Ernst hielt, wurde
aus München entfernt. Sogleich brach der Krieg auf's Neue aus.
Ludwig verfoche die Sache der Münchner; Ernst und Wilhelm hingegen
standen auf der Seite derjenigen, welche wegen ihrer Anhänglichkeit
an sie aus der Stadt waren vertrieben worden. Jeder
Theil verstärkte seinen Anhang und verfuhr gegen den an-Milbiller
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