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Die süddeutschen Staaten.
Zieles verhindern könnte."“ Als dieses Ziel wurde bezeichnet das Verfassungsbündniß
mit Preußen und als der Schritt, der sich diesem Ziele entgegenstellen
könne, ist unmißverstehbar der Südbund bezeichnet. Sie werden vielleicht daraus
verstehen, warum die Aeußerungen Sr. Durchlaucht über den Südbund
von da an immer der Art und Natur waren, wie ich vorhin zu bemerken
die Ehre hatte. Se. Durchlaucht fuhr weiter fort: „Das Ziel, die Aufgabe
der bayerischen Politik sei die Anbahnung eines Verfassungsbündnisses mit den
übrigen Staaten Deutschlands, so weit dieses unter Wahrung der bayerischen
Souveränetätsrechte und der Unabhängigkeit des Landes möglich sei.“ Wenn
Sie diese Worte hören, so bitte ich, viel weniger den Ton zu legen auf „Verfassungsbündniß",
als auf die Worte „Wahrung der bayerischen Souveränetätsrechte
und Unabhängigkeit des Landes.“ Sie werden später sehen, warum
ich diese Bitte eigens an Sie stelle. Inzwischen sei es, so lautet die Erklärung
weiter, Aufgabe der bayerischen Regierung, die Bundesgenossenschaft
mit Preußen zu pflegen, und dies bringe es mit sich, daß Bayern gegen bestimmte
Garantien für die Souveränetät des Königs sich im Falle eines Krieges
gegen das Ausland der Führung Preußens unterstelle, bringe mit sich,
daß das bayerische Heer in einer Art und Weise organisirt werde, die eine
gemeinschaftliche Kriegführung erfordert. Diese Bundesgenossenschaft werde
an Werth gewinnen, wenn es gelinge, nicht nur die Wehrkraft Bayerns zu
erhöhen, sondern auch die übrigen südwestdeutschen Staaten zur Errichtung
einer gleichmäßigen kräftigen Heeresorganisation zu bestimmen. Darauf hin
folgte die bekannte Stuttgarter Vereinbarung über die Militärorganisation
der süddeutschen Staaten. Sie haben hier, meine Herren, die Wurzel vor
Augen, aus welcher das jetzt so viel beklagte Wehrgesetz uns erwuchs. Sie
haben hier die Quelle vor sich, aus welcher sich das Unheil des Militarismus
über die einst so glücklichen Länder Süddeutschlands und auch über Bayern
ergoß. Nun hat erst in den jüngsten Tagen Se. Durchlaucht betont, daß
vertragsmäßige Verpflichtung nicht vorgelegen habe; er hat gesagt, daß er
selbst frei und willkürlich die besagte Conseguenz aus dem noch geheim gehaltenen
Vertrage gezogen habe; er hat nun aber zugleich gesagt, wie die Consequenz
dieses Vertrages, wenn auch nicht vertragsmäßig, uns hindern würde,
an der auf die Länge erdrückenden Waffenrüstung etwas abzuändern. Betrachten
Sie das, meine Herren, nur als Einleitung zu dem, wozu ich jetzt
komme. Ich meine die officielle Mittheilung Sr. Durchlaucht vom 8. October
1867. Ich lege darauf ein ganz besonderes schweres Gewicht; denn diese
Mittheilung bezeichnet ganz gewiß die Sonnenhöhe der preußischen Anschlußpolitik
Sr. Durchlaucht, und ich müßte sagen, von diesem Standpunkte aus
bis zu den Worten der Thronrede, die wir jüngst vernommen haben, wäre
ein wahrer Salto mortale, wenn nicht Sr. Durchlaucht verstanden hätte, in
ver Samstagserklärung sofort wieder einen mehr oder weniger verdeckten Rückzug
anzutreten — in derselben Erklärung, welche, nachdem die Thronrede uns
befriedigt hatte, thatsächlich die entgegengesetzte Seite dieses Hauses nicht weniger
befriedigt hat. Ich komme auf diese officielle Mittheilung nun zurück.
Se. Durchlaucht sprach da vor Allem von diplomatischen Verhandlungen,
welche stattgehabt hätten über die Grundzüge, an welchen Bayern für den
Fall einer deutschen Gesammtverfassung festhalten müsse, kurz in Bezug auf
das mehrgedachte Verfassungsbündniß. Gestern, wenn ich nicht irre, hat Se.
Durchlaucht gesagt, einseitige Verhandlungen in Bezug auf einen etwaigen
Eintritt in den norddeutschen Bund würde er nicht correct finden. Ich will
darüber nicht streiten, ob diese diplomatischen Verhandlungen, von denen im
Jahr 1867 die Rede war, einseitig waren oder nicht. Ich fahre einfach weiter.
Der Herr Fürst bemerkt zwar, wenn er schon damals, als erst der
Entwurf der norddeutschen Bundesverfassung vorgelegen, den bedingungslosen
Eintritt in den Nordbund für unthunlich gehalten habe, so sei dieses nach
Abschluß der Verfassung noch mehr der Fall. Aber er fährt fort: „Im All-