Recht
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— 827
Der Verzug eines Gesamtgläubigers
wirkt auch gegen die übrigen Gläubiger.
Vereinigen sich Forderung und
Schuld in der Person eines Gesamtgläubigers,
so erlöschen die R. der
übrigen Gläubiger gegen den Schuldner.
Im übrigen finden die Vorschriften
der §§ 422, 423, 425 entsprechende Anwendung.
Insbesondere bleiben, wenn
ein Gesamtgläubiger seine Forderung
auf einen anderen überträgt, die R.
der übrigen Gläubiger unberührt.
Selbstverteidigung.
Die Ausübung eines R. ist unzulässig,
wenn sie nur den Zweck haben kann,
einem anderen Schaden zuzufügen.
Stiftung.
R., zu deren Übertragung der Abtretungsvertrag
genügt, gehen mit der
Genehmigung der Stiftung auf die
Stiftung über, sofern nicht aus dem
Stiftungsgeschäfte sich ein anderer
Wille des Stifters ergiebt.
s. Verein 48.
Testament.
Die Anfechtung einer letztwilligen
Verfügung, durch die ein Erbe eingesetzt,
ein g. Erbe von der Erbfolge
ausgeschlossen,
strecker ernannt oder eine Verfügung
solcher Art aufgehoben wird, erfolgt
durch Erklärung gegenüber dem Nachlaßgerichte.
Das Nachlaßgericht soll die Anfechtungserklärung
demjenigen mitteilen,
welchem die angefochtene Verfügung
unmittelbar zu statten kommt.
Es hat die Einsicht der Erklärung
jedem zu gestatten, der ein rechtliches
Interesse glaubhaft macht.
Die Vorschrift des Abs. 1 gilt auch
für die Anfechtung einer letztwilligen
Verfügung, durch die ein R. für
einen anderen nicht begründet wird,
insbesondere für die Anfechtung einer
Auflage.
ein Testamentsvoll-
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2115
Recht
Das R. des Ersatzerben geht dem
Anwachsungsrecht vor. 2190.
Ülbergang des R. des Nacherben auf
dessen Erben s. Erblasser — Testament.
Ausdehnung des R. eines Nacherben
(. Erblasser — Testament.
Zur Erbschaft gehört, was der Vorerbe
auf Grund eines zur Erbschaft
gehörendeonn. erwirbt
. Erblasser — Testament.
Die Verfügung des Vorerben über
ein zur Erbschaft gehörendes Grundstück
oder über ein zur Erbschaft gehörendes
R. an einem Grundstück ist
im Falle des Eintritts der Nacherbfolge
insoweit unwirksam, als sie das
R. des Nacherben vereiteln oder beeinträchtigen
würde.
Das Gleiche gilt von der Verfügung
über einen Erbschaftsgegenstand, die
unentgeltlich oder zum Zwecke der
Erfüllung eines von dem Vorerben erteilten
Schenkungsversprechens erfolgt.
Ausgenommen sind Schenkungen, durch
die einer sittlichen Pflicht oder einer
auf den Anstand zu nehmenden Rücksicht
entsprochen wird.
Die Vorschriften zu Gunsten derjenigen,
welche R. von einem Richtberechtigten
herleiten, finden entsprechende
Anwendung. 2112, 2114,
2136, 2138.
Eine Verfügung über einen Erbschaftsgegenstand,
die im Wege der
Zwangsvollstreckung oder der Arrestvollziehung
oder durch den Konkursverwalter
erfolgt, ist im Falle des
Eintritts der Nacherbfolge insoweit
unwirksam, als sie das R. des Nacherben
vereiteln oder beeinträchtigen
würde. Die Verfügung ist unbeschränkt
wirksam, wenn der Anspruch
eines Nachlaßgläubigers oder ein an
einem Erbschaftsgegenstande bestehendes
R. geltend gemacht wird, das